Fachinformation

ATC Code / ATC Name Mepivacain
Hersteller PUREN Pharma GmbH & Co. KG
Darreichungsform Injektionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 50 Milliliter: 15.91€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Dosierung, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Mepivacain - invasiv
  • Lokale und regionale Nervenblockade sowie Spinalanästhesie
    • grundsätzlich gilt
      • die kleinste Menge Lösung verwendet werden, die zu einer wirksamen Anästhesie führt
        • da Schmerzfreiheit von der individuellen Schmerzempfindung des Patienten abhängt
      • die Dosierung ist entsprechend den Besonderheiten des Einzelfalles individuell vorzunehmen
      • die Höchstdosis wird anhand des Körpergewichts (KG) des Patienten berechnet
        • da das Körpergewicht jedes Patienten unterschiedlich ist, gelten unterschiedliche Höchstdosen für Mepivacain, die individuell vertragen werden
        • erhebliche Schwankungen hinsichtlich des Wirkungseintritts und der Wirkdauer müssen in Betracht gezogen werden
    • Erwachsene und Jugendliche > 15 Jahre mit einer durchschnittlichen Körpergröße
      • maximal empfohlene Dosis bei einzeitiger Anwendung: 4,4 mg Mepivacain / kg KG
        • Patienten mit > 70 kg KG: maximal 300 mg Mepivacain
        • HNO-Bereich: 200 mg Mepivacainhydrochlorid bzw. 3 mg Mepivacainhydrochlorid / kg KG
        • Interkostalblockade: 300 mg Mepivacainhydrochlorid bzw. 4 mg Mepivacainhydrochlorid / kg KG
        • Periduralanästhesie und periphere Blockaden: 400 mg Mepivacainhydrochlorid bzw. 6 mg Mepivacainhydrochlorid / kg KG
        • Plexusanästhesie: 500 mg Mepivacainhydrochlorid bzw. 7 mg Mepivacainhydrochlorid / kg KG
      • zur Festlegung der Dosis sind die Erfahrungen des Narkosearztes sowie die Kenntnisse vom Allgemeinzustand des Patienten ausschlaggebend
      • maximal empfohlene Dosis darf nicht überschritten werden

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • aufgrund des Fehlens klinischer Daten sollte als besondere Vorsichtsmaßnahme die niedrigste Dosierung für eine ausreichende Anästhesietiefe angewendet werden
  • Kinder und Jugendliche
    • als Maximaldosis gelten 3-5 mg Mepivacainhydrochlorid / kg KG
      • Produktspezifische Dosierungsangaben gemäß Herstellerinformation beachten
    • Dosis ist individuell unter Berücksichtigung von Alter und Gewicht zu berechnen
    • Kinder mit einem hohen Körpergewicht
      • oft angepasste Dosisreduktion nötig
      • Dosierung sollte dann auf dem idealen Körpergewicht basieren
    • individuelle Abweichungen können erforderlich sein
    • es kann keine Dosisempfehlung für eine Arthroskopie oder eine intravenöse Regionalanästhesie (Bier´sche Blockade) gegeben werdent
    • aufgrund des verminderten hepatischen Metabolismus sollte Mepivacain nicht bei Neugeborenen und Säuglingen unter 6 Wochen angewendet werden
  • Nierenfunktionsstörungen
    • bei der chirurgischen Anästhesie bis zu 24 Stunden eine Dosisreduktion nicht erforderlich
    • aufgrund des Fehlens klinischer Daten sollte als besondere Vorsichtsmaßnahme die niedrigste Dosierung für eine ausreichende Anästhesietiefe angewendet werden
    • besonders bei wiederholter Anwendung erhöhte Plasmaspiegel auftreten
      • in diesen Fällen wird ebenfalls ein niedrigerer Dosisbereich empfohlen
  • Leberfunktionsstörungen
    • bei der chirurgischen Anästhesie eine Dosisreduktion nicht erforderlich
    • bei verlängerten Blockaden mit wiederholten Bolusinjektionen sollte die wiederholte Dosis von Mepivacain bei Patienten mit Lebererkrankungen im Stadium Child-Pugh C um 50 % reduziert werden
    • innerhalb von 24 Stunden sollte eine Gesamtdosis von 750 mg Mepivacain nicht übertroffen werden
    • aufgrund des Fehlens klinischer Daten sollte als besondere Vorsichtsmaßnahme die niedrigste Dosierung für eine ausreichende Anästhesietiefe angewendet werden
    • Mepivacain wird durch die Leber metabolisiert und kann bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen zu erhöhten Plasmaspiegeln an Mepivacain führen
      • besonders nach wiederholter Anwendung
      • für den Fall, dass die Wiederholung einer Injektion benötigt wird
        • sollte der Patient überwacht werden, um jedes Anzeichen einer Überdosierung zu erkennen
        • wird ebenfalls ein niedrigerer Dosisbereich empfohlen
  • Patienten in reduziertem Allgemeinzustand
    • es müssen grundsätzlich kleinere Dosen angewendet werden
  • Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen (Gefäßverschlüssen, Arteriosklerose oder Nervenschädigung bei Zuckerkrankheit)
    • Dosis um ein Drittel verringern

  • Gleichzeitige Anwendung von Sedativa zur Angstreduktion des Patienten
    • die sichere Höchstdosis Mepivacain sollte reduziert werden, da sich durch diese Kombination die zentraldepressiven Wirkungen addieren können

Indikation

  • Lokale und regionale Nervenblockade

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Mepivacain - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Mepivacainhydrochlorid bzw. Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ
  • schwere Störungen des Herz-Reizleitungssystems
  • schwere Störungen der AV-Knoten-Überleitung des Herzens, die nicht durch einen Herzschrittmacher kompensiert werden
  • akut dekompensierte Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung)
  • kardiogener und hypovolämischer Schock
  • Betäubung des Gebärmutterhalses in der Geburtshilfe (Parazervikalanästhesie)
  • natürliche (vaginale) Entbindung (ggf. abweichende Herstellerangaben beachten)
  • spezielle Gegenanzeigen für die Periduralanästhesie (ggf. abweichende Herstellerangaben beachten)
    • nicht korrigierter Mangel an Blutvolumen
    • erhebliche Störungen der Blutgerinnung
    • erhöhter Hirndruck
  • spezielle Gegenanzeigen für die Spinalanästhesie (ggf. abweichende Herstellerangaben beachten)
    • nicht ausgeglichener Mangel an Blutvolumen
    • erhebliche Störungen der Blutgerinnung
    • erhöhter Hirndruck
    • Infektion des zentralen Nervensystems
    • Infektion im Punktionsgebiet
    • pathologische anatomische Veränderungen
  • intravasale Injektion (Einspritzung in ein Blutgefäß)
  • Patienten mit unzureichend behandelter Epilepsie
  • Alters-/Konzentrationsabhängige Kontraindikationen möglich (dazu Herstellerangaben beachten!)

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

geringfügig

Muskelrelaxanzien, periphere /Lokalanästhetika
Lokalanästhetika /Oxytocin

Zusammensetzung

WMepivacain hydrochlorid1000 mg
=Mepivacain871.08 mg
HCalcium chlorid 2-Wasser+
HMethyl 4-hydroxybenzoat60 mg
HNatrium chlorid200 mg
HNatrium hydroxid6.75 mg
HWasser, für Injektionszwecke+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
50 Milliliter 15.91 € Injektionsloesung
10X50 Milliliter 67.07 € Injektionsloesung
50X50 Milliliter 286.61 € Injektionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
50 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb
10X50 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb
50X50 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

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