Fachinformation

ATC Code / ATC Name Glibenclamid
Hersteller AMRING SARL
Darreichungsform Suspension Zum Einnehmen
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 30 Milliliter: 2508.72€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml der Suspension enthält 0,6 mg Glibenclamid

  • neonataler Diabetes mellitus bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern
    • Dosierungsfehler durch Verwechslung von mg und ml vermeiden
    • richtige Dosis kommunizieren und ausgeben
    • Maximaldosis: 1 ml / kg / Tag
    • keine Anwendung für Dosierungen > 0,6 mg / kg / Tag
    • Dosierungsempfehlungen
      • bis zu 10 kg: max. 0,6 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 11 kg KG: max. 0,5 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 12 kg KG: max. 0,5 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 13 kg KG: max. 0,4 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 14 kg KG: max. 0,4 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 15 kg KG: max. 0,4 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 16 kg KG: max. 0,3 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 17 kg KG: max. 0,3 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 18 kg KG: max. 0,3 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 19 kg KG: max. 0,3 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
      • 20 kg KG: max. 0,3 mg / kg Körpergewicht (KG) / Tag
    • Therapiebeginn im Rahmen einer stationären Behandlung
      • 0,2 mg / kg / Tag in 2 aufgeteilte Dosen vor dem Füttern (einschließlich Flaschennahrung)
      • Dosiserhöhung um 0,2 mg / kg / Tag in zwei aufgeteilten Dosen bis zur Tagesgesamtdosis von 1 mg / kg
      • mit zunehmender Dosis ist es in der Regel möglich, die Insulindosis zu reduzieren und schließlich Insulin ganz abzusetzen
      • es ist das Volumen zu verwenden, das dem berechneten Volumen am nächsten kommt
      • engmaschige Kontrolle während der Titrationsphase
      • Tag 0
        • Aufnahme des Patienten
        • Regelmäßige Überwachung des Blutzuckers
        • Erfassung des aktuellen Insulinspiegels am Abend (basal und/oder Bolus)
      • Tag 1
        • Keine Nahrungs- oder Insulinzufuhr; es darf nur Wasser gegeben werden
        • 8 Uhr morgens: HbA1c-Basiswert erfassen sowie Nüchternglucose- und C-Peptid-Messung durchführen
        • Anschließend Gabe von Frühstück, Bolusinsulin und der ersten Dosis Glibenclamid 0,1 mg / kg.
        • Messung der Glucose vor den Mahlzeiten und täglich vor dem Zubettgehen fortsetzen
        • Bolusinsulin zu den Mahlzeiten nach Bedarf geben
        • Abendliche Glibenclamid-Dosis (0,1 mg / kg) geben, es sei denn, der Glucosewert im Kapillarblut beträgt < 7 mmol / l. Basalinsulin und / oder Bolusinsulin wie gewohnt abends geben
      • Tag 2
        • Basalinsulin auslassen und für den Zeitraum des Umstellungsprozesses absetzen
        • Bei Verwendung einer Insulinpumpe die Basalrate der Insulinpumpe um 50 % reduzieren und gemäß den Messungen der Glucose im Kapillarblut weiter verringern.
        • Während des gesamten Umstellungszeitraums Bolusinsulin oder Insulinpumpen-Boli nach Bedarf mit den Mahlzeiten geben, um eine gute glykämische Kontrolle aufrechtzuerhalten.
        • Glucose im Kapillarblut*: > 7 mmol / l
          • Glibenclamid- und Insulindosis: 0.2 mg / kg zum Frühstück und Abendessen (Gesamtdosis 0,4 mg / kg / Tag)
        • Glucose im Kapillarblut*: < 7 mmol / l
          • Glibenclamid- und Insulindosis: 0,1 mg / kg (Gesamtdosis 0,2 mg / kg / Tag)
          • Insulindosis vor den Mahlzeiten um 50 % reduzieren
      • Tag 3
        • Glucose im Kapillarblut*: > 7 mmol / l
          • Glibenclamid- und Insulindosis: 0,3 mg / kg Glibenclamid zum Frühstück und Abendessen (Gesamtdosis 0,6 mg / kg / Tag)
        • Glucose im Kapillarblut*: < 7 mmol / l
          • Glibenclamid- und Insulindosis: 0,2 mg / kg Glibenclamid (Gesamtdosis 0,4 mg / kg / Tag)
          • Insulindosis vor den Mahlzeiten um 50 % reduzieren
      • Tag 4
        • Glucose im Kapillarblut*: > 7 mmol / l
          • Glibenclamid- und Insulindosis: 0,4 mg / kg Glibenclamid zum Frühstück und Abendessen (Gesamtdosis 0,8 mg / kg / Tag)
        • Glucose im Kapillarblut*: < 7 mmol / l
          • Glibenclamid- und Insulindosis: 0,4 mg / kg Glibenclamid zum Frühstück und Abendessen (Gesamtdosis 0,8 mg / kg / Tag)
          • 0,3 mg / kg Glibenclamid zum Frühstück und Abendessen (Gesamtdosis 0,6 mg / kg pro Tag)
          • Insulindosis vor den Mahlzeiten um 50 % reduzieren
      • Tag 5
        • Glucose im Kapillarblut*: > 7 mmol / l
          • Glibenclamid- und Insulindosis: 0,5 mg / kg Glibenclamid zum Frühstück und Abendessen (Gesamtdosis 1 mg / kg / Tag)
        • Glucose im Kapillarblut*: < 7 mmol / l
          • Glibenclamid- und Insulindosis: 0,4 mg / kg Glibenclamid zum Frühstück und Abendessen (Gesamtdosis 0,8 mg / kg / Tag)
          • Insulindosis vor den Mahlzeiten um 50 % reduzieren
      • * Die Glucosewerte vor dem Frühstück können sehr langsam fallen, während Glucosewerte vor dem Mittag- oder Abendessen schneller abfallen und in der Regel ein besserer Marker für das Ansprechen auf die Glibenclamid-Suspension sind.
      • ab Tag 6
        • Dosis mindestens 4 Wochen lang bei 1 mg / kg Glibenclamid / Tag aufrechterhalten
        • kann ambulant erfolgen
      • Dosen von bis zu 2,8 mg / kg / Tag wurden laut der Literatur erfolgreich ohne Nebenwirkungen gegeben
        • bei einem teilweisen Ansprechen bei niedrigeren Dosen (erkennbar anhand eines niedrigeren Insulinbedarfs) kann in ausgewählten Fällen versucht werden, die Dosis weiter auf maximal 2,8 mg / kg / Tag zu erhöhen
      • Patienten können entlassen werden, wenn sie keine Insulinbehandlung mehr benötigen, wenn der Zustand mit einer Kombination aus Glibenclamid und Insulin stabil ist oder wenn mit Insulin allein ein stabiler Zustand erreicht wird
        • Glucosespiegel der Patienten im Kapillarblut weiterhin 4mal / Tag sowie beim Zubettgehen kontrollieren, da der Insulinbedarf weiter fallen kann
        • alternativ muss unter Umständen die Dosis der flüssigen peroralen Glibenclamid-Formulierung reduziert werden
      • Dosisanpassung
        • Hypoglykämie
          • Blutglucosespiegel fällt in vielen Fällen ab, obwohl der Patient mit einer gleichbleibenden Dosis behandelt wird
          • zur Vermeidung sollte in Erwägung gezogen werden, die Glibenclamid-Dosis zu reduzieren oder die Behandlung abzubrechen
            • Glibenclamid-Dosisreduktion ist vom behandelnden Arzt in Erwägung zu ziehen und definitiv vorzunehmen, wenn die Glucosewerte < 4 mmol/l (72 mg/dl) sinken
        • Änderung der Dosis sollte außerdem immer dann in Erwägung gezogen werden, wenn
          • sich das Gewicht des Patienten verändert
          • sich der Lebensstil des Patienten (körperliche Aktivität) ändert
          • andere Faktoren auftreten (Fieberepisoden, Gastroenteritis), wodurch sich die Anfälligkeit für Hypo- oder Hyperglykämie erhöht
    • Therapiebeginn als ambulanter Patient
      • Glibenclamid-Dosis wöchentlich um 0,2 mg / kg / Tag in 2 aufgeteilten Dosen bis zu einer Tagesgesamtdosis von 1 mg / kg erhöhen
        • mit zunehmender Dosis ist es i.d.R. möglich, die Insulindosis zu reduzieren und schließlich Insulin ganz abzusetzen
      • Ablauf
        • Woche 1
          • Glucosewerte im Kapillarblut vor den Mahlzeiten
            • > 7 mmol/l
              • Glibenclamid-Tagesdosis: 0,2 mg / kg
              • Insulinbehandlung: keine Veränderung; je nach Bedarf
            • < 7 mmol/l
              • Glibenclamid-Tagesdosis: /
              • Insulinbehandlung: je nach Bedarf
        • Woche 2
          • Glucosewerte im Kapillarblut vor den Mahlzeiten
            • > 7 mmol/l
              • Glibenclamid-Tagesdosis: 0,4 mg / kg
              • Insulinbehandlung: Insulinreduzierung; bei der Insulinreduzierung sollte der Glucose-Wert vor den Mahlzeiten herangezogen werden
            • < 7 mmol/l
              • Glibenclamid-Tagesdosis: 0,2 mg / kg
              • Insulinbehandlung:
                • Insulin reduzieren
                • wenn der Blutglucosewert nach dem Reduzieren des Insulins ansteigt, Glibenclamid auf 0,4 mg/kg erhöhen
        • Woche 3
          • Glucosewerte im Kapillarblut vor den Mahlzeiten
            • > 7 mmol/l
              • Glibenclamid-Tagesdosis: 0,6 mg / kg
              • Insulinbehandlung: Insulinreduzierung fortführen; bei der Insulinreduzierung sollte der Glucose-Wert vor den Mahlzeiten herangezogen werden
            • < 7 mmol/l
              • Glibenclamid-Tagesdosis: 0,4 mg / kg
              • Insulinbehandlung:
                • Insulin reduzieren
                • wenn der Blutglucosewert nach der Insulinreduzierung ansteigt, Glibenclamid auf 0,6 mg / kg erhöhen
        • Woche 4
          • Glucosewerte im Kapillarblut vor den Mahlzeiten
            • > 7 mmol/l
              • Glibenclamid-Tagesdosis: 0,8 mg / kg
              • Insulinbehandlung: abgesetzt
            • < 7 mmol/l:
              • Glibenclamid-Tagesdosis: 0,6 mg / kg
              • Insulinbehandlung:
                • Insulin reduzieren
                • wenn der Blutglucosewert nach der Insulinreduzierung ansteigt, Glibenclamid auf 0,8 mg / kg erhöhen
        • Woche 5
          • wenn Insulin abgesetzt wird, beträgt die Glibenclamid-Tagesdosis 0,8 mg / kg
          • wenn die Behandlung mit Insulin fortgeführt wird, beträgt die Glibenclamid-Tagesdosis 1 mg / kg
        • wenn am Ende dieser 5- bis 6-wöchigen Phase keine Anzeichen für ein Ansprechen mit Insulindosen vorliegen, die den zu Beginn angewendeten ähnlich sind, wird empfohlen, eine Woche lang 2 mg / kg / Tag anzuwenden (in seltenen Fällen hat es 4 Monate gedauert, um eine vollständige Entwöhnung von Insulin zu erzielen)
          • wenn bei dieser Dosis von 2 mg / kg / Tag eine eindeutige Reduzierung des Insulinbedarfs erreicht wurde (Reduzierung des Insulins auf mindestens 60 % der Dosis vor Anwendung von Glibenclamid), dann ist es gerechtfertigt, in ausgewählten Fällen eine höhere Glibenclamid-Dosis über einen längeren Zeitraum hinweg anzuwenden
      • langfristiges Behandlungsmanagement
        • gelegentlich sehr hohe Glucosewerte können bei den Patienten auftreten, d. h. > 20 mmol/l (> 360 mg/dl)
        • in manchen Fällen scheinen diese hohen Glucosewerte mit der normalen Glibenclamid-Dosis zurückzugehen
        • jedoch ist in allen Fällen eine engmaschige Überwachung des Blutglucosespiegels erforderlich und es sind geeignete Maßnahmen zu treffen, um einen normalen Blutzuckerspiegel wiederherzustellen (z. B. Gabe einer 3. täglichen Glibenclamid-Dosis oder von Insulin)
        • Glucosewerte von < 4 mmol/l (72 mg/dl): ggf. Dosisreduktion
        • wenn keine Besserung zu beobachten ist (unveränderte Insulindosis, ähnliche Blutzuckerkontrolle und keine Verbesserung der Neurologie): Glibenclamid abzusetzen
      • Dosisanpassung
        • Umstellung von Patienten mit neonatalem Diabetes mellitus von der off-label Anwendung von festen peroralen Glibenclamid-Formulierungen auf flüssige perorale Glibenclamid-Formulierung
          • verschreibenden Ärzte sollten berücksichtigen, dass die Dosisanpassung davon abhängig ist, ob vor der flüssigen peroralen Glibenclamid-Formulierung, mikronisiertes oder nicht-mikronisiertes Glibenclamid als feste perorale Formulierung angewendet wurde
            • Bioverfügbarkeit der flüssigen peroralen Glibenclamid-Formulierung ist höher als bei nicht-mikronisierter zerstoßener fester perorale Glibenclamid-Formulierung
            • Bioverfügbarkeit ist nachweislich höher als bei alleiniger Anwendung des (nicht-mikronisierten) Glibenclamid-Referenzarzneimittels.
            • pharmakokinetische Daten aus einem direkten Vergleich nach der Anwendung der flüssigen peroralen Glibenclamid-Formulierung und der festen peroralen mikronisierten Formulierung sind nicht verfügbar
          • wenn das Kind eine stabile Dosis der zerstoßenen oder ganzen festen peroralen nicht-mikronisierten Glibenclamid-Formulierung erhält
            • Reduktion der Anfangsdosis der flüssigen peroralen Glibenclamid-Formulierung mit 0,6 mg / ml um 18 %
          • Kinder, die feste perorale mikronisierte Glibenclamid-Formulierung erhalten
            • es kann keine Dosierungsempfehlung gegeben werden, da dies nicht untersucht wurde
        • möglicherweise ist es notwendig, die Dosis der flüssigen peroralen Glibenclamid-Formulierung bei Patienten anzupassen, bei denen Infektionen, Traumata oder Schock auftreten bzw. die eine Narkose erhalten
          • bei größeren operativen Eingriffen sollte die Behandlung mit der flüssigen peroralen Glibenclamid-Formulierung durch eine Insulintherapie ersetzt werden
          • bei einer Funktionsstörung der Leber oder der Nieren ist u.U. eine Reduzierung der Dosis erforderlich
          • in außergewöhnlichen Belastungssituationen (z. B. Trauma, operativer Eingriff, febrile Infekte) kann sich die Regulierung der Blutglucose verschlechtern, und u.U. ist eine vorübergehende Umstellung auf Insulin notwendig, um eine gute metabolische Kontrolle aufrechtzuerhalten
      • Auslassen von Dosen
        • wenn eine Dosis vergessen wurde, besteht das Risiko einer Hyperglykämie
        • Blutglucosespiegel muss unverzüglich überprüft und die Glibenclamid-Dosis baldmöglichst eingenommen werden
        • wenn der Blutglucosespiegel 16,5 mmol/l überschreitet, muss außerdem überprüft werden, ob eine Ketonurie oder Ketonämie vorliegt
          • wenn Ketonkörper vorliegen, muss rasch eine Insulininjektion gegeben werden, um das metabolische Gleichgewicht wiederherzustellen
          • anschließend ist der behandelnde Facharzt zu kontaktieren
      • Nierenfunktionsstörung
        • leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörung
          • Dosisanpassung erforderlich
          • Behandlung mit der niedrigsten Dosis beginnen, und die Dosierungsmengen strengstens einhalten, um hypoglykämische Reaktionen zu vermeiden
        • schwere Nierenfunktionsstörung
          • kontraindiziert
      • Leberfunktionsstörung
        • leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörung
          • Dosisanpassung erforderlich
          • Behandlung mit der niedrigsten Dosis beginnen, und die Dosierungsmengen strengstens einhalten, um hypoglykämische Reaktionen zu vermeiden
        • schwere Leberfunktionsstörung
          • kontraindiziert
      • Erwachsene und ältere Menschen
        • Sicherheit und Wirksamkeit der flüssigen peroralen Glibenclamid-Formulierung bei älteren Patienten ist nicht erwiesen, da das Arzneimittel bei Kindern angewendet wird
      • Kinder und Jugendliche
        • indiziert bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern zur Behandlung des neonatalen Diabetes mellitus
      • Risikopatienten
        • bei unterernährten Patienten oder bei Patienten, deren allgemeiner Gesundheitszustand sich merklich verändert hat oder Patienten mit unregelmäßiger Kalorienzufuhr sowie bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörung
          • Behandlung mit der niedrigsten Dosis beginnen, und die Dosierungsmengen strengstens einhalten, um hypoglykämische Reaktionen zu vermeiden

Indikation

  • neonataler Diabetes mellitus bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern
    • Sulfonylharnstoffe sind bei Patienten mit Mutationen in der genetischen Codierung für den ATP-sensitiven Kaliumkanal der ß-Zelle und durch das Chromosom 6q24 bedingtem transientem neonatalem Diabetes mellitus wirksam

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Glibenclamid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Glibenclamid
  • Überempfindlichkeit gegenüber anderen Sulfonylharnstoffen, Sulfonamiden, Sulfonamid-Diuretika und Probenecid (Kreuzreaktionen möglich)
  • schwere Leberfunktionsstörung
  • schwere Nierenfunktionsstörung
  • gleichzeitige Behandlung mit Bosentan
  • feste perorale Darreichungsform zusätzlich kontraindiziert bei
    • Stillzeit
    • Schwangerschaft
    • folgenden Fälle des Diabetes mellitus, in denen Insulin erforderlich ist
      • insulinabhängiger Diabetes mellitus Typ 1
      • bei komplettem Sekundärversagen der Glibenclamid-Therapie bei Diabetes mellitus Typ 2
      • bei azidotischer Stoffwechsellage
      • bei Präcoma oder Coma diabeticum
      • Pankreasresektion
  • flüssige perorale Darreichungsform zusätzlich kontraindiziert bei
    • Patienten mit Porphyrie
    • bei Patienten mit Ketoazidose
      • hier ist die kontinuierliche intravenöse Insulininjektion und intravenöse Infusion von physiologischer Kochsalzlösung nach wie vor die bevorzugte Behandlungsmethode

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Bosentan /Glibenclamid
Clozapin /Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW

mittelschwer

BCRP-Substrate /Rolapitant
Padeliporfin /Stoffe mit photosensibilisierenden Effekten
Sulfonylharnstoffe /Chloramphenicol
Antidiabetika /MAO-Hemmer
Sulfonylharnstoffe /Fibrate
CYP3A4-Substrate, diverse /Dabrafenib
Sulfonylharnstoffe /Cyclophosphamid
Photochemotherapeutika /Sulfonylharnstoffe
Sulfonylharnstoffe /Azol-Antimykotika
Sulfonylharnstoffe /Ethanol
CYP3A4-Substrate, diverse /Lumacaftor
BCRP-Substrate /Vismodegib
Antidiabetika /Diazoxid
Antidiabetika /Corticosteroide
an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe /Aktivkohle
Antidiabetika /Estrogene und Gestagene
CYP3A4-Substrate, diverse /Enzalutamid
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential /Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential

geringfügig

CYP3A4-Substrate, diverse /Encorafenib
Antidiabetika /Sulfonamide
Antidiabetika /Neuroleptika, atypisch
BCRP-Substrate /Ritonavir
Glibenclamid /Cotrimoxazol
Antidiabetika /Rifamycine
Antidiabetika, orale /Beta-Blocker
Sulfonylharnstoffe /Histamin-H2-Rezeptorantagonisten
Sulfonylharnstoffe /Omeprazol
Antidiabetika /Schilddrüsenhormone
Sulfonylharnstoffe /Gyrase-Hemmer
Antidiabetika /Clonidin
Antidiabetika /Pentoxifyllin
Antidiabetika, Sulfonylharnstoffe /Ivacaftor
Antidiabetika /Lithium
Glibenclamid /Ceftobiprol
Antidiabetika /Sympathomimetika
OATP1B1/-Substrate / Padeliporfin
OATP1B1-Substrate /Tedizolid
BCRP-Substrate /Leflunomid
OATP1B1-Substrate /Vismodegib
Antidiabetika /Thiazid-Diuretika und Analoga
Antidiabetika /Mecasermin
CYP3A4-Substrate, diverse /Sarilumab
Glibenclamid /Letermovir
BCRP-Substrate /Proteinkinase-Inhibitoren
BCRP-Substrate /Eltrombopag
Sulfonylharnstoffe /Probenecid
Digitalis-Glykoside /Sulfonylharnstoffe
BCRP-Substrate /Cangrelor
OATP1B1/-Substrate / Glecaprevir, Pibrentasvir
BCRP-Substrate /HCV-Inhibitoren
BCRP-Substrate /Tafamidis
Antidiabetika, Sulfonylharnstoffe /Johanniskraut
Antidiabetika /Protease-Inhibitoren
Antidiabetika /Phenothiazine
Ciclosporin /Sulfonylharnstoffe
Antidiabetika /Somatostatin-Analoga
Sulfonylharnstoffe /Makrolid-Antibiotika
Sulfonylharnstoffe /Androgene
Antidiabetika, orale /ACE-Hemmer
Sulfonylharnstoffe /Olaparib
Antidiabetika, orale /Antirheumatika, nicht-steroidale
Antidiabetika /Fluoxetin
Antidiabetika /Isoniazid
CYP3A4-Substrate, diverse /Ledipasvir
Sulfonylharnstoffe /Schleifendiuretika
Sulfonylharnstoffe /SGLT-Hemmer
BCRP-Substrate /Ciclosporin
Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential /Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential /Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
BCRP-Substrate /Lurasidon
Antidiabetika, orale /Valproinsäure
Antidiabetika /Nortriptylin
Sulfonylharnstoffe /Trofosfamid
CYP3A4-Substrate, diverse /Ibrutinib

unbedeutend

Sulfonylharnstoffe /Methyldopa
Sulfonylharnstoffe /Magnesium-Salze
Sulfonylharnstoffe /Hydantoine
BCRP-Substrate /Ledipasvir
BCRP-Substrate /Canaglifozin
Sulfonylharnstoffe /Cholesterin-Synthese-Hemmer

Zusammensetzung

WGlibenclamid0.6 mg
HHyetellose+
HMilchsäure+
HNatrium benzoat5 mg
HNatrium citrat+
HWasser, gereinigt+
HXanthan gummi+
HGesamt Natrium Ion2.8 mg

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
30 Milliliter 2508.72 € Suspension Zum Einnehmen

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
30 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

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