Fachinformation

ATC Code / ATC Name Buspiron
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Tabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 100 Stück: 47.85€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Dosierung richtet sich nach der individuellen Ausgangslage des Patienten.
  • Für Patienten ab dem 18. Lebensjahr gilt folgende Dosierungsempfehlung:
    • Zu Behandlungsbeginn 3-mal täglich 5 mg Buspironhydrochlorid.
    • Bei Bedarf kann die Tagesdosis auf 20 - 30 mg Buspironhydrochlorid, aufgeteilt auf mehrere Einzeldosen, gesteigert werden.
    • Mehr als 60 mg Buspironhydrochlorid pro Tag sollten nicht angewendet werden.
    • Eine Einzeldosis von 30 mg Buspironhydrochlorid sollte nicht überschritten werden.
    • Wird Buspiron zusammen mit einem starken CYP3A4-Inhibitor gegeben, ist eine geringere Anfangsdosis zu wählen, die nur nach einer medizinischen Beurteilung schrittweise gesteigert werden sollte.
    • Grapefruitsaft führt zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen von Buspiron. Patienten, die Buspiron einnehmen, sollten daher keine größeren Mengen Grapefruitsaft trinken.
    • Die Patienten sollten darüber aufgeklärt werden, dass aufgrund des verzögerten Wirkungseintritts kein sofortiger Nutzen zu erwarten ist.
    • Wenn sich die Symptome nicht innerhalb von 4 - 8 Wochen bessern, sollte die Behandlung mit Buspiron neu bewertet werden. Nutzen und Dosierung der Behandlung sind in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.
  • Spezielle Patienten-Gruppen
    • Eingeschränkte Nierenfunktion
      • Nach einer Einmalgabe von Buspiron an Patienten mit mäßig bis moderat eingeschränkter Nierenfunktion (Creatinin-Clearance 20 - 49 ml/min/1,72 m2), wurde ein Anstieg der Buspiron-Blutkonzentration beobachtet. Eine gleichzeitige Erhöhung der Halbwertszeit konnte hierbei nicht beobachtet werden. Bei diesen Patienten sollte Buspiron mit Vorsicht und in einer niedrigen Dosis angewendet werden; zweimal tägliche Einnahme wird angeraten. Vor einer möglichen Dosissteigerung sind Ansprechen und Symptome der Patienten sorgfältig zu beurteilen.
      • Eine Einmalgabe bei anurischen Patienten führte zu einem Anstieg der Blutkonzentration des Metaboliten 1-Pyrimidin/Piperazin (1-PP), wobei eine Dialyse keine Veränderung der Blutkonzentration von Buspiron oder 1-PP bewirkte.
      • Buspiron sollte nicht bei Patienten mit einer Creatinin-Clearance < 20 ml/min/1,72 m2 und insbesondere nicht bei anurischen Patienten angewendet werden, da es zu erhöhten Konzentrationen von Buspiron und dessen Metaboliten kommen kann.
    • Eingeschränkte Leberfunktion
      • Wirkstoffe wie Buspiron zeigen einen verminderten „First-Pass-Effekt", wenn sie bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion angewendet werden. Nach einer Einmalgabe von Buspiron an Patienten mit Leberzirrhose wurden neben einer Erhöhung der Halbwertszeit höhere Konzentrationen an unverstoffwechseltem Buspiron gemessen.
      • Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist Buspiron mit Vorsicht anzuwenden und eine vorsichtige Dosistitration durchzuführen, um die Wahrscheinlichkeit zentraler Nebenwirkungen, die aufgrund hoher Spitzenkonzentrationen von Buspiron auftreten können, zu senken. Dosiserhöhungen sollten vorsichtig und nur nach 4 - 5-tägiger Erfahrung mit der vorangegangenen Dosis erfolgen. Buspiron ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion.
    • Alter und Geschlecht
      • Derzeit liegen keine Daten vor, die eine Änderung des Dosierungsschemas des Patienten aufgrund von Alter oder Geschlecht unterstützen.
    • Kinder und Jugendliche
      • Placebo-kontrollierte Studien an 334 Patienten, denen Buspiron für maximal 6 Wochen in der für Erwachsene empfohlenen Dosierung verabreicht wurde, belegten, dass die Einnahme von Buspiron nicht zur Behandlung der generalisierten Angststörung bei Patienten unter 18 Jahren geeignet ist. Bei paediatrischen Patienten waren die Plasmakonzentrationen von Buspiron höher, als die Plasmakonzentrationen von Erwachsenen, denen die gleichen Dosen verabreicht wurden.
  • Dauer der Anwendung
    • Im Allgemeinen sollten angstlösende Mittel nicht kritiklos über längere Zeit angewendet werden. Eine notwendige Langzeitbehandlung sollte ärztlich intensiv überwacht werden. Die Notwendigkeit dazu muss durch Absetzversuche in größeren Abständen (Monaten) immer wieder überprüft werden.
    • Psycho- und soziotherapeutische Maßnahmen sollten parallel zur Behandlung mit Buspiron nicht vernachlässigt werden. Kontrollierte klinische Studien mit Buspiron wurden nur über einen Zeitraum von 6 Monaten durchgeführt.

Indikation

  • Zur symptomatischen Behandlung von Angstzuständen mit folgender Leitsymptomatik:
    • Angst, innere Unruhe, Spannungszustände
  • Hinweis
    • Nicht alle Angstzustände bedürfen einer medikamentösen Behandlung. Sie können auch Folgeerscheinungen körperlicher oder seelischer Erkrankungen sein und können u. U. durch gezielte Behandlung der Grundkrankheit behoben werden.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Buspiron darf nicht angewendet werden bei
    • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
    • akutem Engwinkelglaukom
    • Myasthenia gravis
    • Epilepsie
    • akuter Alkohol-, Hypnotika-, Analgetika- oder Antipsychotikaintoxikation
    • schwerer Leberinsuffizienz
    • schwerer Niereninsuffizienz (Creatinin-Clearance < 20 ml/min/1,72 m2)

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

mittelschwer

CYP3A4-Substrate, diverse /Dabrafenib
Buspiron /MAO-Hemmer
Buspiron /Barbiturate
Buspiron /HCV-Protease-Inhibitoren
Buspiron /Makrolid-Antibiotika
CYP3A4-Substrate, diverse /Lumacaftor
Buspiron /Diltiazem
Buspiron /Carbamazepin
Buspiron /Phenytoin
Buspiron /Grapefruit
Buspiron /HIV-Protease-Inhibitoren
Buspiron /Verapamil
Buspiron /Azol-Antimykotika
Buspiron /Rifamycine
Buspiron /Cobicistat

geringfügig

Cannabinoide /Buspiron
Buspiron /Johanniskraut
CYP3A4-Substrate, diverse /Enzalutamid
CYP3A4-Substrate, diverse /Sarilumab
CYP3A4-Substrate /Vemurafenib
Buspiron /Fluvoxamin
Buspiron /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
CYP3A4-Substrate, diverse /Ledipasvir
CYP3A4-Substrate, diverse /Ibrutinib

Zusammensetzung

WBuspiron hydrochlorid10 mg
=Buspiron9.136 mg
HCalcium hydrogenphosphat 2-Wasser+
HCarboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A+
HCellulose, mikrokristallin+
HLactose 1-Wasser48 mg
HMagnesium stearat+
HMaisstärke+
HSilicium dioxid, hochdispers+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
50 Stück 28.99 € Tabletten
20 Stück 17.99 € Tabletten
100 Stück 47.85 € Tabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
50 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
20 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

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