Fachinformation

ATC Code / ATC Name Dexamethason
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Injektionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 2X50X2 Milliliter: 94.39€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Höhe der Dosierung ist abhängig von der Art und Schwere der Erkrankung und dem individuellen Ansprechen des Patienten auf die Therapie. Im Allgemeinen werden relativ hohe Initialdosen angewendet, die bei akuten schweren Verlaufsformen deutlich höher sein müssen als bei chronischen Erkrankungen.
  • Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsempfehlungen:
    • Systemische Anwendung
      • Hirnödem
        • Dosis in Abhängigkeit von Ursache und Schweregrad initial 8 - 10 mg (bis 80 mg) i. v., anschließend 16 - 24 mg (bis 48 mg)/Tag verteilt auf 3 - 4 (6) Einzeldosen i. v. über 4 - 8 Tage.
        • Eine längerfristige, niedriger dosierte Gabe von DexaHEXAL® kann während der Bestrahlung sowie bei der konservativen Therapie inoperabler Hirntumoren erforderlich sein.
      • Hirnödem infolge bakterieller Meningitis
        • 0,15 mg/kg Körpergewicht (KG) i. v. alle 6 Stunden über 4 Tage, Kinder 0,4 mg/kg KG alle 12 Stunden über 2 Tage, beginnend vor der ersten Antibiotika-Gabe.
      • Posttraumatischer Schock/Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge
        • Initial 40 - 100 mg (Kinder 40 mg) i. v., Wiederholung der Dosis nach 12 Stunden oder 6-stündlich 16 - 40 mg über 2 - 3 Tage.
      • Anaphylaktischer Schock
        • Primäre Epinephrin-Injektion i. v., danach 40 - 100 mg (Kinder 40 mg) i. v., bei Bedarf wiederholte Injektion.
      • Schwerer akuter Asthmaanfall
        • Erwachsene: So früh wie möglich 8 - 20 mg i. v. oder oral, bei Bedarf wiederholte Injektionen mit 8 mg alle 4 Stunden
        • Kinder: 0,15 - 0,3 mg/kg KG i. v. oder oral, bzw. 1,2 mg/kg KG als Bolus initial, dann 0,3 mg/kg KG alle 4 - 6 Stunden.
        • Aminophyllin und Sekretolytika können zusätzlich verabreicht werden.
      • Akute Hautkrankheiten
        • Je nach Art und Ausmaß der Erkrankung Tagesdosen von 8 - 40 mg i. v., in Einzelfällen bis 100 mg. Anschließend orale Weiterbehandlung in absteigender Dosierung.
      • Aktive Phasen von rheumatischen Systemerkrankungen
        • Systemischer Lupus erythematodes 6 - 16 mg/Tag.
      • Aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform
        • Bei schnell destruierend verlaufenden Formen 12 - 16 mg/Tag, bei extraartikulären Manifestationen 6 - 12 mg/Tag.
      • Rheumatisches Fieber, Kardiologie
        • In Abhängigkeit von der Indikation initial 6 - 10 mg Dexamethason i. v. oder oral, stufenweise Dosisreduktion nach objektiver Befundbesserung.
      • Chronische Polyarthritis und juvenile Arthritiden
        • Initialdosis 4 - 16 mg Dexamethason pro Tag i. v. oder oral. Bei einer im Anschluss an die Behandlung des akuten Schubes für erforderlich gehaltenen Langzeittherapie sollte von Dexamethason auf Prednison oder Prednisolon umgestellt werden.
      • Schwere Infektionskrankheiten, toxische Zustände (z. B. Tuberkulose, Typhus; nur neben entsprechender antiinfektiöser Therapie)
        • 4 - 20 mg/Tag i. v. über einige Tage, in Einzelfällen (z. B. Typhus) initial bis zu 200 mg i. v., dann ausschleichen.
      • Palliativtherapie maligner Tumoren
        • Initial 8 - 16 mg/Tag, bei länger dauernder Therapie 4 - 12 mg/Tag
      • Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata
        • 10 - 20 mg i. v. oder oral vor Beginn der Chemotherapie, danach erforderlichenfalls 2 - 3-mal täglich 4 - 8 mg über 1 - 3 Tage (mäßig emetogene Chemotherapie) bzw. bis zu 6 Tage (hoch emetogene Chemotherapie)
      • Prophylaxe und Therapie von postoperativem Erbrechen
        • Einzeldosis von 8 - 20 mg i. v. vor Beginn der Operation, bei Kindern ab 2 Jahre 0,15 - 0,5 mg/kg KG (maximal 16 mg).
    • Lokale Anwendung
      • Die lokale Infiltrations- und Injektionstherapie führt man meist mit 4 - 8 mg durch, bei der Injektion in kleine Gelenke und bei der subkonjunktivalen Applikation genügen 2 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat.
  • Die Tagesdosis sollte, wenn möglich, als Einzeldosis morgens verabreicht werden. Bei Erkrankungen, die eine Hochdosistherapie erforderlich machen, ist jedoch häufig eine mehrmalige tägliche Gabe nötig, um eine maximale Wirkung zu erzielen.
  • Abruptes Absetzen einer mehr als ca. 10 Tage durchgeführten Medikation kann zu Exazerbation bzw. Rezidiv der Grunderkrankung sowie zum Auftreten einer akuten NNR-Insuffizienz/einem Kortisonentzugssyndrom führen, deshalb ist bei vorgesehenem Absetzen die Dosis langsam zu reduzieren.
  • Die Dauer der Anwendung richtet sich nach der Indikation.
  • Bei Hypothyreose oder bei Leberzirrhose können vergleichsweise niedrige Dosierungen ausreichen bzw. kann eine Dosisreduktion erforderlich sein.

Indikation

  • Systemische Anwendung
    • Hirnödem (nur nach computertomographisch nachgewiesener Hirndrucksymptomatik), ausgelöst durch Hirntumor, Schädel-Hirn-Trauma, neurochirurgische Eingriffe, Hirnabszess, bakterielle Meningitis
    • posttraumatischer Schock, Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge
    • anaphylaktischer Schock (nach primärer Adrenalininjektion)
    • schwerer akuter Asthmaanfall
    • interstitielle Aspirationspneumonie
    • parenterale Anfangsbehandlung ausgedehnter akuter schwerer Hautkrankheiten (Erythrodermie, Pemphigus vulgaris, akute Ekzeme)
    • parenterale Anfangsbehandlung von Autoimmunerkrankungen, wie systemischer Lupus erythematodes (insbesondere viszerale Formen), Panarteriitis nodosa, Dermatomyositis, viszerale Formen von progressiver systemischer Sklerose
    • aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform, z. B. schnell destruierend verlaufende Formen und/oder mit extraartikulären Manifestationen
    • rheumatische Karditis und Endokarditis, Perikarditiden, Löffler-Syndrom, wenn dies durch andere Maßnahmen nicht beherrscht werden kann
    • chronische Polyarthritis (entzündlich hochaktive Phasen und besondere Verlaufsformen, z. B. sehr schnell destruierend verlaufende Formen und/oder viszerale Manifestationen)
    • juvenile Arthritiden in hochaktiven Phasen und bei besonderen Verlaufsformen, z. B. viszerale Manifestationen
    • rheumatisches Fieber, soweit es der Verlauf erfordert
    • schwere Infektionskrankheiten mit toxischen Zuständen (z. B. Tuberkulose, Typhus, Brucellose; nur bei gleichzeitiger antiinfektiöser Therapie)
    • Palliativtherapie maligner Tumoren
    • Prophylaxe und Therapie von postoperativem oder Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata
  • Lokale Anwendung
    • Intraartikuläre Injektionen
      • persistierende Entzündung in einem oder wenigen Gelenken nach Allgemeinbehandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen
      • Arthritis bei Pseudogicht/Chondrokalzinose
      • aktivierte Arthrose
      • akute Formen der Periarthropathia humeroscapularis
    • Wässrige Kortikoid-Lösungen wie DexaHEXAL® auch, sollten bevorzugt zur intraartikulären Therapie kleiner Gelenke angewendet werden. Zur intraartikulären Therapie großer Gelenke sollten Kristallsuspensionen eingesetzt werden. Hierbei können Suspensionen mit geringer Kristallgröße eine bessere lokale Verträglichkeit aufweisen. Arzneimittel mit langer Verweildauer im Gelenk sollten bevorzugt verwendet werden, da sie eine längere lokale Wirksamkeit und eine geringere systemische Wirkung besitzen.
    • Infiltrationstherapie (strenge Indikationsstellung)
      • nichtbakterielle Tendovaginitis und Bursitis
      • Periarthropathien
      • Insertionstendopathien
      • Enthesopathien bei entzündlich-rheumatischen Systemkrankheiten
    • Indiziert ist eine Infiltrationstherapie nur, wenn eine umschriebene, nicht bakterielle, entzündliche Reaktion vorliegt. Zur Infiltrationstherapie sollten bevorzugt wässrige Kortikoid-Lösungen (oder mikrokristalline Substanzen) verwendet werden, um Kristallreaktionen und insbesondere Sehnenschäden und Sehnenruptur zu vermeiden.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Die intraartikuläre Injektion ist kontraindiziert bei:
    • Infektionen innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu behandelnden Gelenks
    • bakteriellen Arthritiden
    • Instabilität des zu behandelnden Gelenks
    • Blutungsneigung (spontan oder durch Antikoagulanzien)
    • periartikulärer Kalzifikation
    • nicht-vaskularisierter Knochennekrose
    • Sehnenruptur
    • Charcot-Gelenk
  • Die Infiltration ohne kausale Zusatzbehandlung ist bei Infektionen im Anwendungsbereich kontraindiziert, ebenso die subkonjunktivale Anwendung bei virus-, bakterien- und mykosebedingten Augenerkrankungen sowie Verletzungen und ulzerösen Prozessen der Hornhaut.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Brivudin /Glucocorticoide
Reverse-Transkriptase-Hemmer, nicht-nukleosidische/Dexamethason
HCV-Protease-Inhibitoren /CYP3A4-Induktoren
Lebend-Impfstoffe /Corticosteroide
Histamin /Corticosteroide
Corticosteroide /HIV-Protease-Inhibitoren
Daclatasvir /Dexamethason, systemisches
Cladribin /Corticosteroide
Saccharomyces cerevisiae (boulardii) /Corticosteroide

mittelschwer

Corticosteroide /Johanniskraut
Corticosteroide /ACE-Hemmer
Digitalis-Glykoside /Glucocorticoide, Mineralcorticoide
Temsirolimus /Corticosteroide
Corticosteroide /Enzalutamid
Corticosteroide /Dabrafenib
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Tramadol
Saxagliptin /CYP3A4-Induktoren, starke
Corticosteroide /Lumacaftor
Everolimus /Corticosteroide
Amifampridin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Asparaginase /Corticosteroide
Aminochinoline /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Talimogen laherparepvec /Immunsuppressiva
Corticosteroide /Barbiturate
Vortioxetin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Loxapin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Interleukine /Corticosteroide
Tacrolimus /Corticosteroide
Antikoagulanzien /Corticosteroide, systemisch
Diuretika, kaliuretische /Corticosteroide
Antidiabetika /Corticosteroide
Corticosteroide /Hydantoine
Mifamurtid /Corticosteroide
Gyrase-Hemmer /Corticosteroide
Corticosteroide /Rifamycine
Corticosteroide /Grapefruit
Cabozantinib /Corticosteroide
Corticosteroide /Azol-Antimykotika
Glucocorticoide /Cobicistat
Bupropion /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Corticosteroide /Aminoglutethimid
Corticosteroide /Carbamazepin
Proteinkinase-Inhibitoren /Dexamethason
Salicylate /Corticosteroide
Antirheumatika, nicht-steroidale /Corticosteroide
Corticosteroide /Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten
GD2-Antikörper /Corticosteroide

geringfügig

Corticosteroide /HCV-Protease-Inhibitoren
Atezolizumab /Corticosteroide
Cholinesterase-Hemmer /Corticosteroide
Beta-Sympathomimetika /Corticosteroide
Domperidon /Corticosteroide
Lomitapid /Corticosteroide
Glycopyrronium /Corticosteroide
Empagliflozin /UGT-Induktoren
Tot- und Toxoid-Impfstoffe /Corticosteroide
Corticosteroide /Harn alkalisierende Mittel
Corticosteroide, oral /Antazida
Bosentan /CYP3A4-Induktoren
Mogamulizumab /Immunmodulatoren
Streptozocin /Immunsuppressiva
Corticosteroide /Deferasirox
Corticosteroide /Idelalisib
Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende /Corticosteroide
Glucocorticoide, Mineralcorticoide /Süßholz
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Sympathomimetika
Glucocorticoide /Wachstumshormone
Corticosteroide /Laxanzien
Corticosteroide /Amphotericin B
Pembrolizumab /Immunsuppressiva
CYP3A4, 2C- bzw. Pgp-Substrate /Cefiderocol
Idecabtagen vicleucel /Corticosteroide, systemisch
Amlodipin /Corticosteroide
Cyclophosphamid /Corticosteroide
Schilddrüsenhormone /Glucocorticoide
Immunsuppressiva /PARP-Inhibitoren
Vitamin D /Glucocorticoide
Opioide /UGT2B7-Induktoren
Phenbutyrat /Corticosteroide
Anti-PD1-Antikörper /Immunsuppressiva
Anti-CD19-transduzierte CD3-positive Zellen, autol/Corticosteroide, systemisch

unbedeutend

Corticosteroide /Ephedrin

Zusammensetzung

WDexamethason dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz8.74 mg
=Dexamethason6.65 mg
=Dexamethason 21-dihydrogenphosphat8 mg
HDinatrium edetat 2-Wasser+
HNatrium hydroxid+
HPropylenglycol40 mg
HWasser, für Injektionszwecke+
HGesamt Natrium Ion23 mg
=Gesamt Natrium Ion+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Natriumspiegel B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
5X2 Milliliter 15.01 € Injektionsloesung
5X2 Milliliter kein gültiger Preis bekannt Injektionsloesung
2X50X2 Milliliter 94.39 € Injektionsloesung
1X2 Milliliter 11.75 € Injektionsloesung
3X2 Milliliter 13.91 € Injektionsloesung
10X2 Milliliter 20.13 € Injektionsloesung
50X2 Milliliter 63.47 € Injektionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
5X2 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb
5X2 Milliliter verkehrsfähig außer Vertrieb
2X50X2 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb
1X2 Milliliter verkehrsfähig außer Vertrieb
3X2 Milliliter verkehrsfähig außer Vertrieb
10X2 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb
50X2 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

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