Fachinformation

ATC Code / ATC Name Dexamethason
Hersteller Panpharma GmbH
Darreichungsform Injektionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 100X1 Milliliter: 61.48€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Ampulle enthält 5 mg Dexamethasondihydrogenphosphat-Dinatrium

  • Höhe der Dosierung abhängig von
    • Art und Schwere der Erkrankung
    • individuellem Ansprechen des Patienten auf Therapie
  • allgemein
    • Anwendung relativ hoher Initialdosen
      • bei akuten schweren Verlaufsformen deutlich höher als bei chronischen Erkrankungen
  • Dosierungsempfehlungen, soweit nicht anders verordnet
    • Neurologie
      • Hirnödem
        • in Abhängigkeit von Ursache und Schweregrad
          • initial
            • 8 - 10 mg Dexamethason
              • bis 80 mg
          • anschliessend
            • 16 - 24 mg Dexamethason (bis 48 mg) / Tag
              • verteilt auf 3 - 4 (-6) Einzeldosen
                • über 4 - 8 Tage
        • eventuell längerfristige, niedriger dosierte Gabe von Dexamethason während Bestrahlung sowie bei konservativer Therapie inoperabler Hirntumoren erforderlich
      • Hirnödem infolge bakterieller Hirnhautentzündung
        • 0,15 mg / kg / 6 Stunden
          • über 4 Tage
        • Kinder
          • 0,4 mg / kg / 12 Stunden
            • über 2 Tage
    • Notfallbehandlung
      • posttraumatischer Schock/Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge
        • initial
          • 40 - 100 mg (Kinder 40 mg)
        • Wiederholung der Dosis nach 12 Stunden
          • oder 16 - 40 mg / 6 Stunden über 2 - 3 Tage
      • anaphylaktischer Schock
        • 40 - 100 mg
          • bei Bedarf Wiederholung
    • Erkrankungen der Lunge und der Atemwege
      • schwerer akuter Asthmaanfall
        • 8 - 20 mg
          • weiterhin 8 mg / 4 Stunden
        • Kinder
          • 0,15 - 0,3 mg / kg, bzw.
            • 1,2 mg / kg als Bolus
            • dann 0,3 mg / kg / 4 - 6 Stunden
      • interstitielle Aspirationspneumonie
        • initial
          • 40 - 100 mg (Kinder 40 mg)
          • Wiederholung der Dosis nach 12 Stunden oder
            • 16 - 40 mg / 6 Stunden über 2 - 3 Tage
    • Dermatologie
      • akute Hautkrankheiten
        • je nach Art und Ausmass der Erkrankung
          • 8 - 40 mg / Tag
            • anschliessend orale Weiterbehandlung in absteigender Dosierung
    • Autoimmunerkrankungen/Rheumatologie
      • aktive Phasen rheumatischer Systemerkrankungen
        • systemischer Lupus erythematodes
          • 6 - 15 mg / Tag
        • aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform
          • z.B. schnell destruierend verlaufende Formen
            • 12 - 15 mg und / oder extraartikulären Manifestationen 6 - 12 mg
      • juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still Syndrom) oder mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis
        • 12 - 15 mg
      • rheumatisches Fieber mit Karditis
        • 12 - 15 mg
    • Infektiologie
      • schwere Infektionskrankheiten, toxische Zustände (z.B. Tuberkulose, Typhus)
        • nur neben entsprechender antiinfektiöser Therapie
          • 4 - 20 mg / Tag
    • Onkologie
      • Palliativtherapie maligner Tumoren
        • initial
          • 8 - 16 mg / Tag
        • länge dauernde Therapie
          • 4 - 12 mg / Tag
    • Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata
  • bei Hypothyreose oder Leberzirrhose
    • evtl. vergleichsweise niedrige Dosierungen ausreichend bzw. Dosisreduktion erforderlich
  • besondere körperliche Stresssituationen (Unfall, Operation, Geburt u.a.) während Behandlung mit Dexamethason
    • evtl. vorübergehende Dosiserhöhung erforderlich
  • Tagesdosis möglichst als Einzeldosis morgens (zwischen 6.00 und 8.00 Uhr) verabreichen (zirkadiane Therapie)
    • Patienten, die Hochdosistherapie benötigen
      • häufig mehrmalige tägliche Gabe erforderlich um maximalen Effekt zu erzielen
      • Möglichkeit zur alternierenden Behandlung in Abhängigkeit vom Krankheitsbild und Ansprechen auf Therapie prüfen
  • je nach Grunderkrankung, klinischer Symptomatik und Ansprechen auf Therapie
    • Dosis kann unterschiedlich schnell reduziert und beendet oder auf möglichst niedrige Erhaltungsdosis eingestellt werden
      • ggf. unter Kontrolle des adrenalen Regelkreises
  • Dosis und Behandlungsdauer so hoch und lang wie nötig aber so gering und kurz wie möglich halten
    • Dosisabbau grundsätzlich stufenweise vornehmen
  • im Anschluss an Initialtherapie für erforderlich gehaltene Langzeittherapie
    • auf Prednison/Prednisolon umstellen
      • geringere Nebennierenrindensuppression
  • langdauernde Anwendung auch geringer Mengen von Dexamethason
    • führt zu erhöhtem Infektionsrisiko
      • auch durch Mikroorganismen, die selten Infektionen verursachen (sog. Opportunistische Infektionen)
  • je nach Dauer und Dosierung der Behandlung muss mit negativem Einfluss auf Calciumstoffwechsel gerechnet werden
    • Osteoporose-Prophylaxe empfohlen
      • vor allem bei gleichzeitig bestehenden Risikofaktoren wie
        • familiäre Veranlagung
        • höheres Lebensalter
        • nach Menopause
        • ungenügende Eiweiss- und Calciumzufuhr
        • starkes Rauchen
        • übermässiger Alkoholgenuss
        • Mangel an körperlicher Aktivität
      • Vorbeugung besteht in ausreichender Calcium- und Vitamin D Zufuhr und körperlicher Aktivität
        • bei bereits bestehender Osteoporose evtl. zusätzliche medikamentöse Therapie
  • Risiken bei Beendigung oder gegebenenfalls Abbruch der Langzeitgabe von Glukokortikoiden
    • Exazerbation bzw. Rezidiv der Grundkrankheit
    • akute NNR-Insuffizienz
    • Cortison-Entzugssyndrom
  • zu rasche Dosisreduktion nach langdauernder Behandlung
    • Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen möglich

Indikation

  • Neurologie
    • Hirnödem
      • nur bei computertomographisch nachgewiesener Hirndrucksymptomatik, ausgelöst durch
        • Hirntumor
        • neurochirurgische Eingriffe
        • Hirnabszess
        • bakterielle Meningitis
  • Notfallbehandlung
    • posttraumatischer Schock/Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge
    • anaphylaktischer Schock
      • nach primärer Epinephrin-Injektion
  • Erkrankungen der Lunge und der Atemwege
    • schwerer akuter Asthmaanfall
    • interstitielle Aspirationspneumonie
  • Dermatologie
    • parenterale Anfangsbehandlung ausgedehnter akuter schwerer Hautkrankheiten wie
      • Erythrodermie
      • Pemphigus vulgaris
      • akute Ekzeme
  • Autoimmunerkrankungen/Rheumatologie
    • parenterale Anfangsbehandlung von Autoimmunerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes
      • insbesondere viszerale Formen
    • aktive Phasen von Systemvaskulitiden wie Panarteriitis nodosa
      • gleichzeitig bestehende pos. Hepatitis B Serologie
        • Behandlungsdauer auf zwei Wochen begrenzen
    • aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform
      • z.B. schnell destruierend verlaufende Formen und / oder extraartikulären Manifestationen
    • juvenile idiopathische Arthritis
      • mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still Syndrom)
      • mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis
    • rheumatisches Fieber mit Karditis
  • Infektiologie
    • schwere Infektionskrankheiten mit toxischen Zuständen (z.B. Tuberkulose, Typhus)
      • nur neben entsprechender antiinfektiöser Therapie
  • Onkologie
    • Palliativtherapie maligner Tumoren
    • Prophylaxe und Therapie von postoperativem und/oder zytostatika-induziertem Erbrechen
      • im Rahmen antiemetischer Schemata

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Dexamethason - invasiv

  • Überempfindlichkeit gegen Dexamethason
  • Infektionen im Anwendungsbereich
  • Blutungsneigung
  • periartikuläre Kalzifikation
  • nicht vaskularisierter Knochennekrose
  • Sehnenruptur
  • Charcot-Gelenk
  • ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen
  • Schwangerschaft
  • intraartikuläre Injektion
    • Infektionen innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu behandelnden Gelenk
    • bakteriellen Gelenkentzündungen
    • Injektionen im Bereich infizierter Haut
    • Injektionen nahe von oder durch Psoriasherde
    • hämorrhagischer Diathese
    • schweren Allgemeininfektionen
    • Instabilität des zu behandelnden Gelenks (z. B. Hüftgelenk besonders bei Coxa valga oder Genu varum)
    • trockenen oder nicht aktivierten Arthrosen
    • Periarthropathien ohne entzündlichen Anteil
    • Weichteilerkrankungen
    • trotz mehrfacher Injektion rezidivierendem Erguss
  • subkonjuktivale Injektion
    • virus-, bakterien- und pilzbedingten Augenerkrankungen
    • Verletzungen des Auges
    • ulzerösen Prozessen der Hornhaut des Auges

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Corticosteroide /HIV-Protease-Inhibitoren
Lebend-Impfstoffe /Corticosteroide
Cladribin /Corticosteroide
Reverse-Transkriptase-Hemmer, nicht-nukleosidische/Dexamethason
Daclatasvir /Dexamethason, systemisches
Saccharomyces cerevisiae (boulardii) /Corticosteroide
HCV-Protease-Inhibitoren /CYP3A4-Induktoren
Histamin /Corticosteroide
Brivudin /Glucocorticoide

mittelschwer

Antirheumatika, nicht-steroidale /Corticosteroide
Interleukine /Corticosteroide
Proteinkinase-Inhibitoren /Corticosteroide
Corticosteroide /ACE-Hemmer
Corticosteroide /Aminoglutethimid
Corticosteroide /Rifamycine
GD2-Antikörper /Corticosteroide
Everolimus /Corticosteroide
Glucocorticoide /Cobicistat
Antidiabetika /Corticosteroide
Corticosteroide /Dabrafenib
Talimogen laherparepvec /Immunsuppressiva
Temsirolimus /Corticosteroide
Asparaginase /Corticosteroide
Cabozantinib /Corticosteroide
Antikoagulanzien /Corticosteroide, systemisch
Corticosteroide /Carbamazepin
Saxagliptin /CYP3A4-Induktoren, starke
Vortioxetin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Mifamurtid /Corticosteroide
Corticosteroide /Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten
Salicylate /Corticosteroide
Bupropion /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Aminochinoline /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Diuretika, kaliuretische /Corticosteroide
Corticosteroide /Enzalutamid
Corticosteroide /Lumacaftor
Corticosteroide /Johanniskraut
Gyrase-Hemmer /Corticosteroide
Loxapin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Corticosteroide /Azol-Antimykotika
Corticosteroide /Grapefruit
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Tramadol
Corticosteroide /Barbiturate
Corticosteroide /Hydantoine
Tacrolimus /Corticosteroide
Amifampridin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Digitalis-Glykoside /Glucocorticoide, Mineralcorticoide

geringfügig

Corticosteroide /HCV-Protease-Inhibitoren
Tot- und Toxoid-Impfstoffe /Corticosteroide
Domperidon /Corticosteroide
Mogamulizumab /Immunmodulatoren
Glycopyrronium /Corticosteroide
Corticosteroide /Deferasirox
Corticosteroide, oral /Antazida
Cholinesterase-Hemmer /Corticosteroide
Streptozocin /Immunsuppressiva
Lomitapid /Corticosteroide
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Sympathomimetika
Atezolizumab /Corticosteroide
Corticosteroide /Harn alkalisierende Mittel
Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende /Corticosteroide
Corticosteroide /Laxanzien
Glucocorticoide, Mineralcorticoide /Süßholz
Beta-Sympathomimetika /Corticosteroide
Bosentan /CYP3A4-Induktoren
Empagliflozin /UGT-Induktoren
Corticosteroide /Idelalisib
Cyclophosphamid /Corticosteroide
Pembrolizumab /Immunsuppressiva
Immunsuppressiva /PARP-Inhibitoren
Opioide /UGT2B7-Induktoren
Schilddrüsenhormone /Glucocorticoide
Anti-PD1-Antikörper /Immunsuppressiva
CYP3A4, 2C- bzw. Pgp-Substrate /Cefiderocol
Amlodipin /Corticosteroide
Phenbutyrat /Corticosteroide
Corticosteroide /Amphotericin B
Vitamin D /Glucocorticoide

unbedeutend

Corticosteroide /Ephedrin

Zusammensetzung

WDexamethason dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz5 mg
=Dexamethason3.8 mg
HCitronensäure 1-Wasser+
HKreatinin+
HMethyl 4-hydroxybenzoat0.9 mg
HNatrium citrat+
HNatrium hydroxid+
HPropyl 4-hydroxybenzoat0.1 mg
HWasser, für Injektionszwecke+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Natriumspiegel B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
10X1 Milliliter 17.99 € Injektionsloesung
5X1 Milliliter 14.7 € Injektionsloesung
100X1 Milliliter 61.48 € Injektionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
10X1 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb
5X1 Milliliter verkehrsfähig außer Vertrieb
100X1 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

Du hast noch 10 kostenlose Suchen!

Kostenlos, Evidenz-basiert und verfügbar für iOS und Android.

Weitere Kapitel

Die weiteren Kapitel findest du in unseren Android und iOS Apps.