Fachinformation

ATC Code / ATC Name Epirubicin
Hersteller STADAPHARM GmbH
Darreichungsform Injektionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 1X1 Stück: 39.47€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Mammakarzinom, fortgeschrittenes Ovarialkarzinom, kleinzelliges Bronchialkarzinom, fortgeschrittenes Magenkarzinom, fortgeschrittenes Weichteilkarzinom
    • Konventionelle Dosierung (Intervall-Therapie)
      • 75 - 90 mg Epirubicinhydrochlorid / m2 Körperoberfläche (KOF) als Einzeldosis jede 3. Woche
    • Dosisintensivierte Behandlung von fortgeschrittenen kleinzelligen Bronchialkarzinomen
      • 120 mg Epirubicinhydrochlorid / m2 KOF als Einzeldosis jede 3. Woche
      • Patienten, deren Knochenmarkfunktion bereits durch vorhergehende Chemotherapie oder Bestrahlung bzw. durch Infiltration von Tumorzellen geschädigt ist
        • Dosisreduktion auf wird eine Dosisreduzierung auf 105 mg Epirubicinhydrochlorid / m2 KOF
    • Dosisintensivierte Behandlung beim Mammakarzinom (gilt nicht als Standardtherapie) zur
      • Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms
        • Monotherapie: 135 mg Epirubicinhydrochlorid / m2 KOF alle 3 - 4 Wochen
        • Kombinationstherapie: 120 mg / m2 Körperoberfläche alle 3 - 4 Wochen
      • adjuvante Therapie bei Patientinnen mit Mammakarzinom im Frühstadium und positivem Lymphknotenstatus
        • 100 - 120 mg / m2 Körperoberfläche alle 3 - 4 Wochen
    • Hinweise
      • sowohl in der adjuvanten Therapie als auch in der Therapie des metastasierten Mammakarzinoms sollten bei der Patientin verstärkt die hämatologischen und kardiologischen Parameter sowie auch die wichtigen Organfunktionen überwacht werden
      • eine sorgfältige hämatologische Kontrolle ist notwendig, da eine Knochenmarkdepression bei dosisintensivierter Behandlung häufig auftritt
      • eine schwere Neutropenie (neutrophile Granulozyten < 500 / µl über max. 7 Tage) wurde meist nur während 10 - 14 Tagen nach Beginn der Behandlung beobachtet und ist vorübergehend
      • im Allgemeinen hat sich das Knochenmark bis zum 21. Tag wieder erholt
      • aufgrund dieser kurzen Dauer bedürfen gewöhnlich nur wenige Patienten der Aufnahme in eine Klinik oder besonderer Maßnahmen zur Behandlung schwerer Infektionen
      • eine Thrombopenie (Plättchenzahl < 100000 / µl) tritt nur bei wenigen Patienten auf und ist selten schwer
    • Polychemotherapie
      • bei Kombinationsschemata mit anderen Zytostatika: Dosis der Toxizität der anderen Zytostatika anpassen
      • sehr alte Patienten, Patienten mit neoplastischer Knochenmarksinfiltration, Patienten, deren Knochenmarkfunktion durch vorangegangene Chemo- oder Strahlentherapie bereits geschädigt wurde
        • ggf. Dosisreduktion (60 - 75 mg / m2 bzw. 105 - 120 mg / m2 bei dosisintensivierten Schemata)
        • oder Intervallverlängerung zwischen Behandlungszyklen
      • palliatives Behandlungskonzept zur Verringerung der Nebenwirkungen oder bei Patienten, bei denen Epirubicinhydrochlorid aus medizinischen Gründen nicht in der oben genannten Dosierung verabreicht werden kann
        • 20 - 30 mg / m2 KOF / Woche
    • Leberinsuffizienz oder Gallenabflussstörungen
      • Dosisreduktion
      • Empfehlungen richten sich nach Plasma-Bilirubinspiegeln
        • Bilirubinspiegel 1,2 - 3,0 mg / 100 ml: Dosisreduktion um 50 %
        • Bilirubinspiegel 3,1 - 5,0 mg / 100 ml: Dosisreduktion um 75 %
    • Niereninsuffizienz
      • keine ausreichende Datenlage
      • glomeruläre Filtrationsrate < 10 ml / Min. oder Serumkreatinin > 5 mg / dl
        • im Einzelfall initiale Dosissenkung auf 75 % erwägen
    • Dauer
      • richtet sich nach Behandlungsprotokoll
      • zeitliche Begrenzung nicht vorgesehen
    • kumulative Maximaldosis:
      • 900 mg / m2 KOF
      • Überschreitung nur nach strenger Nutzen/Risiko-Abwägung

 

 

 

Indikation

  • Mammakarzinom
  • fortgeschrittenes Ovarialkarzinom
  • fortgeschrittenes Magenkarzinom
  • kleinzelliges Bronchialkarzinom
  • fortgeschrittenes Weichteilsarkom

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Epirubicin - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Epirubicin, Anthracycline oder Anthracendione
  • ausgeprägte Knochenmarkdepression
    • z.B. nach erfolgter Vorbehandlung mit Chemo- und/oder Strahlentherapie
  • ausgeprägte Entzündungen der Schleimhäute im Mund- und/oder Magen-Darm-Bereich
  • akute systemische Infektionen
  • ausgeprägte Beeinträchtigung der Leberfunktion
  • starke Einschränkung der Herzfunktion, wie
    • muskuläre Herzinsuffizienz Grad IV (Ruheinsuffizienz)
    • akuter/kürzlicher Myokardinfarkt
    • vorausgegangender Myokardinfarkt, der zur muskulären Herzinsuffizienz Grad III und IV geführt hat
    • Kardiomyopathie
    • akute entzündliche Herzerkrankungen
    • instabile Angina pectoris
    • ausgeprägte Rhythmusstörungen mit gravierenden hämodynamischen Auswirkungen, auch in der Vorgeschichte
    • Patienten mit anderen Stadien der angeführten Herzerkrankungen und / oder einer Vorbehandlung mit anderen Anthracyclinen bedürfen einer individuellen therapeutischen Entscheidung, einschl. der folgenden Verlaufskontrolle
  • vorausgegangene Behandlung mit Epirubicin, anderen Anthracyclinen oder Anthracendionen bis zur max. kumulativen Dosis
  • orale, subkutane, intramuskuläre oder intrathekale Verabreichung
  • Stillzeit

Hinweise

  • Patienten mit vorangegangener, gleichzeitiger oder geplanter Radiotherapie
    • besondere Vorsicht geboten
    • diese haben bei der Anwendung von Epirubicin ein erhöhtes Risiko von Lokalreaktionen im Bestrahlungsfeld (Recall-Phänomen)
    • eine vorangegangene Bestrahlung des Mediastinums erhöht die Kardiotoxizität von Epirubicin
    • kardiales Monitoring
      • empfohlen bei Epirubicin-Dosen > 450 mg / m2 Körperoberfläche (KOF)
      • max. kumulative Dosis sollte 900 mg / m2 KOF nicht überschreiten
  • vor Beginn der Behandlung mit Epirubicin sollte sich der Patient von den toxischen Auswirkungen einer vorhergegangenen zytotoxischen Behandlung erholt haben, wie z. B.
    • Stomatitis
    • Neutropenie
    • Thrombozytopenie
    • generalisierte Infektionen
  • Impfungen
    • eine Impfung mit Lebendvakzinen sollte im zeitlichen Zusammenhang mit einer Epirubicin-Therapie nicht durchgeführt werden
    • der Kontakt des Patienten mit Polio-Impflingen sollte vermieden werden

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Natalizumab /Immunsuppressiva
Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Anthracycline /Daunorubicin, liposomal - Cytarabin, liposomal
Clozapin /Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
Antineoplastische Mittel /PARP-Inhibitoren
Ocrelizumab /Immunsuppressiva
Saccharomyces cerevisiae (boulardii) /Immunsuppressiva
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential /Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential
Brivudin /Immunsuppressiva
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential /Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential
Anthracycline /Tasonermin
Antineoplastische Mittel /S1P-Modulatoren
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Lebend-Impfstoffe /Immunsuppressiva

mittelschwer

Dimethylfumarat /Immunsuppressiva
Hydantoine /Antineoplastische Mittel
Ranolazin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Abatacept /Immunsuppressiva
Stoffe, mit hepatotoxischen UAW /Stoffe, mit hepatotoxischen UAW
Tot- und Toxoid-Impfstoffe /Immunsuppressiva
Anthracycline /Ciclosporin
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential /Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Stoffe, mit hepatotoxischen UAW /Stoffe, mit hepatotoxischen UAW
Immunsuppressiva /Imiquimod
HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können

geringfügig

Streptozocin /Immunsuppressiva
Tamoxifen /Antineoplastische Mittel
Atezolizumab /Immunsuppressiva
Epirubicin /Paclitaxel
Anthracycline /Verapamil
Dekongestiva /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können

Zusammensetzung

WEpirubicin hydrochlorid10 mg
=Epirubicin9.37 mg
HNatrium chlorid+
HNatrium lactat Lösung 50%+
HSalzsäure, konzentriert+
HWasser, für Injektionszwecke+
HGesamt Natrium Ion23 mg
=Gesamt Natrium Ion+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
1X1 Stück 39.47 € Injektionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
1X1 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

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