Fachinformation

ATC Code / ATC Name Erythromycin
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Granulat zur Herstellung Einer Suspension Zum Einnehmen
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 20 Stück: 21.43€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Dosierung richtet sich nach der Empfindlichkeit der Erreger und der Schwere der Erkrankung. Die folgenden Angaben dienen dabei als Richtwerte:
    • Kinder bis zu 8 Jahren
      • Die Tagesdosis beträgt für Säuglinge und Kinder bis zu 8 Jahren (bis 30 kg Körpergewicht) 30 (- 50) mg Erythromycin pro kg Körpergewicht (KG), aufgeteilt in 3 oder 4 Einzelgaben.
    • Kinder von 8 bis 14 Jahren
      • Die Tagesdosis für Kinder von 8 bis 14 Jahren (von 30 kg bis 50 kg KG) beträgt 1 - 2 g Erythromycin, aufgeteilt in 3 oder 4 Einzelgaben.
      • Für die zuvor genannten Altersgruppen stehen niedriger dosierte Darreichungsformen, wie z. B. EryHEXAL® Saft oder EryHEXAL® forte Saft, zur Verfügung.
    • Jugendliche über 14 Jahre und Erwachsene mit einem KG über 50 kg
      • Die Tagesdosis beträgt 1,5 - 2 g Erythromycin, aufgeteilt in 3 oder 4 Einzelgaben.
      • Auch für diese Dosierungen stehen niedriger dosierte Darreichungsformen, wie z. B. EryHEXAL® Saft oder EryHEXAL® forte Saft, zur Verfügung.
      • Bei schweren Infektionen oder mäßig empfindlichen Keimen kann die Tagesdosis bis auf das Doppelte erhöht werden.
      • Die Tagesdosis beträgt dann maximal 4 g Erythromycin, aufgeteilt in 4 Einzelgaben, entsprechend 4-mal täglich 1 Beutel EryHEXAL®.
  • Spezielle Dosierungsempfehlungen
    • Syphilis (Lues) im primären Stadium
      • Die Tagesdosis beträgt mindestens 3 g Erythromycin, entsprechend 3 Beutel EryHEXAL®, aufgeteilt in 3 Einzelgaben, über einen Zeitraum von 15 Tagen. Die Gesamtdosis sollte 45 g, entsprechend 3 g Erythromycin pro Tag, nicht unterschreiten.
      • Sie kann bis auf 60 g, entsprechend 4 g Erythromycin pro Tag, erhöht werden.
    • Urethritis, verursacht durch Chlamydia trachomatis oder Ureaplasma urealyticum
      • Die Tagesdosis beträgt 2,5 - 3 g Erythromycin, entsprechend 3 Beutel EryHEXAL®, aufgeteilt in 3 Einzelgaben, über einen Zeitraum von 7 Tagen.
    • Hinweise zur Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
      • Bei mäßig bis stark eingeschränkter Nierenfunktion (ab einer Serumkreatinin-Konzentration von 2,0 mg/dl bis zum Nierenversagen mit Anurie) beträgt die maximale Tagesdosis für Jugendliche über 14 Jahre und Erwachsene (mit einem Körpergewicht über 50 kg) 2 g Erythromycin.
      • Erythromycin ist nicht hämodialysierbar. Bei Patienten, die regelmäßig dialysiert werden, ist eine zusätzliche Dosis daher nicht erforderlich.
  • Dauer der Anwendung
    • Bei bakteriellen Infektionskrankheiten richtet sich die Therapiedauer nach dem Verlauf und der Schwere der Infektion.
    • Normalerweise ist eine Therapiedauer von 7 - 8 Tagen ausreichend. Im Interesse eines nachhaltigen Therapieerfolges sollte auch nach Abklingen der Krankheitssymptome EryHEXAL® unbedingt noch 2 - 3 Tage lang eingenommen werden.
    • Bei der Therapie von Infektionen mit Streptococcus pyogenes ist eine Mindesttherapiedauer von 10 Tagen angezeigt, um Spätkomplikationen (z. B. rheumatisches Fieber, rheumatische Karditis, Glomerulonephritis) vorzubeugen.
    • Eine länger dauernde Therapie mit Erythromycin oder Wiederholungstherapien sollten nur nach strenger Indikationsstellung und unter fortlaufender Überwachung erfolgen.

Indikation

  • Zur Therapie folgender Infektionen, die durch Erythromycin-empfindliche Krankheitserreger verursacht werden und einer oralen Therapie zugänglich sind:
    • Infektionen der tiefen Atemwege:
      • akute bakterielle Exazerbation der chronischen Bronchitis
      • Pneumonien, insbesondere durch atypische Erreger wie Legionellen und Mykoplasmen
      • Keuchhusten und Keuchhustenprophylaxe
    • Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereichs: akute bakterielle Otitis media (adäquat diagnostiziert), akute bakterielle Sinusitis (adäquat diagnostiziert), Pharyngitis (als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie), Tonsillitis (als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie)
    • schwere Formen der Acne vulgaris
    • Erysipel, als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie
    • Scharlach, als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie
    • Einschlusskörperchen-Konjunktivitis und Trachom, verursacht durch Chlamydia trachomatis
    • Diphtherie (auch zur Sanierung von Diphtheriebakterienträgern oder -ausscheidern)
    • Urethritis, verursacht durch Chlamydia trachomatis oder Ureaplasma urealyticum
    • Syphilis (Lues) im primären Stadium, wenn andere, besser wirksame Antibiotika nicht gegeben werden können (z. B. Alternative bei Penicillinallergie)
  • Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von EryHEXAL® zu berücksichtigen.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteile
  • Überempfindlichkeit gegen Makrolid-Antibiotika
  • schwere Leberinsuffizienz
  • gleichzeitige Einnahme von Ergotamin oder Dihydroergotamin
  • angeborene oder erworbene QT-Intervallverlängerung
  • Störungen des Elektrolythaushaltes (besonders Hypokaliämie und Hypomagnesiämie)
  • klinisch relevante Herzrhythmusstörungen (z. B. ventrikulären Arrhythmien) oder schwere dekompensierte Herzinsuffizienz (NYHA IV)
  • gleichzeitige Einnahme mit bestimmten Antihistaminika wie Terfenadin sowie Astemizol oder auch Wirkstoffen wie Cisaprid oder Pimozid, da es zu QT-Intervallverlängerungen im EKG und unter Umständen zu lebensbedrohlichen ventrikulären Arrhythmien (Torsade de pointes) kommen kann
  • gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln, die ebenfalls zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen können, wie z. B. Antiarrhythmika der Klassen IA und III, bestimmte Neuroleptika, tri- und tetrazyklische Antidepressiva, Arsentrioxid, Methadon und Budipin, bestimmte Fluorchinolone, Imidazol-Antimykotika und Antimalariamittel sowie Pentamidin i.v.
  • gleichzeitige Einnahme von Simvastatin, Lovastatin oder Atorvastatin. Die Behandlung mit diesen Arzneimitteln muss während der Einnahme von Erythromycin unterbrochen werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Toremifen /Makrolid-Antibiotika
Cariprazin /CYP3A4-Inhibitoren
Irinotecan /Makrolid-Antibiotika
Antikoagulanzien /Makrolid-Antibiotika
Mutterkorn-Alkaloide /Makrolid-Antibiotika
Antiarrhythmika /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /Diltiazem
Quetiapin /Makrolid-Antibiotika
Neuroleptika /Makrolid-Antibiotika
Colchicin /Makrolid-Antibiotika
Aminochinoline /Makrolid-Antibiotika
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Venetoclax /Makrolid-Antibiotika
Domperidon /Makrolid-Antibiotika
Amifampridin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Cholesterin-Synthese-Hemmer /Makrolid-Antibiotika
Cisaprid /Makrolid-Antibiotika
Antidepressiva, tri- und tetrazyklische /Makrolid-Antibiotika
Ivabradin /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Phosphodiesterase-5-Hemmer /Makrolid-Antibiotika
H1-Antihistaminika, nicht-sedierende /Makrolid-Antibiotika
Guanfacin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Eliglustat /Makrolid-Antibiotika
Lomitapid /Makrolid-Antibiotika
Carbamazepin /Makrolid-Antibiotika
Makrolid- und verwandte Antibiotika /Gyrase-Hemmer
Fluconazol /Erythromycin

mittelschwer

Verapamil /Makrolid-Antibiotika
Dapoxetin /Erythromycin
Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine /Makrolid-Antibiotika
Brentuximab /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /Idelalisib
Daclatasvir /Makrolid-Antibiotika
Cabozantinib /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Vasopressin und Analoge /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Makrolid-Antibiotika /Grapefruit
Proteinkinase-Inhibitoren /Makrolid-Antibiotika
Ranolazin /Erythromycin
Reboxetin /Makrolid-Antibiotika
Vinflunin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Olaparib /Makrolid-Antibiotika
Nintedanib /P-Glykoprotein-Inhibitoren, starke
Tenofovir alafenamid /Makrolid-Antibiotika
Tamsulosin /Makrolid-Antibiotika
Taxane /Makrolid-Antibiotika
Afatinib /Makrolid-Antibiotika
Edoxaban /Erythromycin
Rilpivirin /Makrolid-Antibiotika
Erythromycin /Lincosamide
Digitalis-Glykoside /Makrolid-Antibiotika
Trabectedin /Makrolid-Antibiotika
Ciclosporin /Makrolid-Antibiotika
Buspiron /Makrolid-Antibiotika
Repaglinid /Makrolid-Antibiotika
Benzodiazepine, oxidativer Metabolismus /Makrolid-Antibiotika
Asenapin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Makrolid- und verwandte Antibiotika /Rifamycine
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Makrolid-Antibiotika
Pitolisant /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Guanfacin /Makrolid-Antibiotika
Stoffe, mit hepatotoxischen UAW /Stoffe, mit hepatotoxischen UAW
Stoffe, mit hepatotoxischen UAW /Stoffe, mit hepatotoxischen UAW
Mirtazapin /Makrolid-Antibiotika
CDK4/-Inhibitoren / Makrolid-Antibiotika
Cilostazol /Makrolid-Antibiotika
Serotonin-5HT1-Agonisten /Makrolid- und verwandte Antibiotika
Immunsuppressiva /Makrolid-Antibiotika
Vinca-Alkaloide /Makrolid-Antibiotika
Tolvaptan /Makrolid-Antibiotika
Delamanid /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Encorafenib /CYP3A4-Inhibitoren
Naloxegol /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Panobinostat /Makrolid-Antibiotika
Ivacaftor /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Corticosteroide /Makrolid-Antibiotika
HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Desfesoterodin /Makrolid-Antibiotika
HIV-Protease-Inhibitoren /Makrolid-Antibiotika
Perampanel /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Mertansin /Makrolid-Antibiotika
Alitretinoin /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten /Makrolid-Antibiotika
Azol-Antimykotika /Makrolid-Antibiotika
Cannabinoide /Makrolid-Antibiotika
Midazolam /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /Cobicistat
Theophyllin und Derivate /Makrolid-Antibiotika

geringfügig

Opioide /Makrolid-Antibiotika
Ospemifen /CYP3A4-Inhibitoren
Alectinib /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /Hydantoine
Vilanterol /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Roflumilast /Makrolid-Antibiotika
Kontrazeptiva, hormonelle /Makrolid-Antibiotika
Lidocain /Makrolid-Antibiotika
Ticagrelor /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Paritaprevir /Erythromycin
Makrolid- und verwandte Antibiotika /Enzalutamid
Makrolid-Antibiotika /Barbiturate
Erythromycin /Lumacaftor
Tasimelteon /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Bedaquilin /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /HCV-Protease-Inhibitoren
Cinacalcet /Makrolid-Antibiotika
Sitagliptin /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Loperamid /Makrolid-Antibiotika
Valproinsäure /Erythromycin
Faktor Xa-Inhibitoren, orale /Makrolid-Antibiotika
CYP3A4-Substrate /Vemurafenib
Fidaxomicin /Makrolid-Antibiotika
Makrolid- und verwandte Antibiotika /Dabrafenib
Hypnotika /Makrolid-Antibiotika
Ivermectin /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Makrolid-Antibiotika /Johanniskraut
Erythromycin /Nahrung, allgemein
Clopidogrel /Makrolid-Antibiotika
Renin-Inhibitoren /Makrolid-Antibiotika
Pasireotid /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Bosentan /Makrolid-Antibiotika
Dalbavancin /Makrolid-Antibiotika
Clindamycin /CYP3A4-Inhibitoren
Cholinesterase-Hemmer /Makrolid-Antibiotika
Vortioxetin /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Bictegravir /Makrolid-Antibiotika
Clozapin /Erythromycin
Vismodegib /Makrolid-Antibiotika
Regorafenib /Antibiotika
Mirabegron /Makrolid-Antibiotika

unbedeutend

Penicilline /Erythromycin
Erythromycin /Antazida
Granisetron /Makrolid-Antibiotika

Zusammensetzung

WErythromycin ethylsuccinat1176.27 mg
=Erythromycin1000 mg
HGrenadine Aroma+
HIsomalt+
HNatrium citrat+
HPolyoxyethylen (40) monostearat+
HSaccharin, Natriumsalz+
HGesamt Natrium Ion6.6 mmol
=Gesamt Natrium Ion151 mg

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Verlängerung der QT-Zeit B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
20 Stück 21.43 € Granulat zur Herstellung Einer Suspension Zum Einnehmen
12 Stück 17.54 € Granulat zur Herstellung Einer Suspension Zum Einnehmen

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
20 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
12 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

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