Fachinformation

ATC Code / ATC Name Erythromycin
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Filmtabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 30 Stück: 18.11€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Dosierung richtet sich nach der Empfindlichkeit der Erreger und der Schwere der Erkrankung. Die folgenden Angaben dienen dabei als Richtwerte.
  • Soweit nicht anders verordnet gelten nachfolgende Dosierungen:
    • Kinder von 8 bis 14 Jahren
      • Die Tagesdosis für Kinder von 8 - 14 Jahren (von 30 kg bis 50 kg Körpergewicht) beträgt 1* - 2 g Erythromycin, aufgeteilt in 3 oder 4 Einzelgaben, entsprechend 3- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette EryHEXAL®.
      • * Für diese Dosierung stehen niedriger dosierte Darreichungsformen zur Verfügung.
    • Jugendliche über 14 Jahre und Erwachsene mit einem Körpergewicht über 50 kg
      • Die Tagesdosis beträgt 1,5 - 2 g Erythromycin pro Tag, aufgeteilt in 3 oder 4 Einzelgaben, entsprechend 3- bis 4-mal täglich 1 Filmtablette EryHEXAL®.
      • Bei schweren Infektionen oder mäßig empfindlichen Keimen kann die Tagesdosis bis auf das Doppelte erhöht werden.
      • Die Tagesdosis beträgt dann maximal 4 g Erythromycin, aufgeteilt in 3 oder 4 Einzelgaben, entsprechend 4-mal täglich 2 Filmtabletten EryHEXAL®.
  • Spezielle Dosierungsempfehlungen
    • Syphilis (Lues) im primären Stadium
      • Die Tagesdosis beträgt mindestens 3 g Erythromycin, entsprechend 6 Filmtabletten EryHEXAL® pro Tag, aufgeteilt in 3 Einzelgaben, über einen Zeitraum von 15 Tagen. Die Gesamtdosis sollte 45 g, entsprechend 3 g Erythromycin pro Tag, nicht unterschreiten. Sie kann bis auf 60 g, entsprechend 4 g Erythromycin pro Tag, erhöht werden.
    • Urethritis, verursacht durch Chlamydia trachomatis oder Ureaplasma urealyticum
      • Die Tagesdosis beträgt 2,5 - 3 g Erythromycin, entsprechend 5 - 6 Filmtabletten EryHEXAL® pro Tag, aufgeteilt in 3 Einzelgaben, über einen Zeitraum von 7 Tagen.
    • Hinweise zur Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
      • Bei mäßig bis stark eingeschränkter Nierenfunktion (ab einer Serumkreatinin-Konzentration von 2,0 mg/dl bis zum Nierenversagen mit Anurie) beträgt die maximale Tagesdosis für Jugendliche über 14 Jahre und Erwachsene (mit einem Körpergewicht über 50 kg) 2 g Erythromycin, entsprechend 4 Filmtabletten EryHEXAL® pro Tag. Diese Tagesdosis sollte nicht überschritten werden.
      • Erythromycin ist nicht hämodialysierbar.
      • Bei Patienten, die regelmäßig dialysiert werden, ist eine zusätzliche Dosis daher nicht erforderlich.
  • Dauer der Anwendung
    • Bei bakteriellen Infektionskrankheiten richtet sich die Therapiedauer nach dem Verlauf und der Schwere der Infektion.
    • Normalerweise ist eine Therapiedauer von 7 - 8 Tagen ausreichend. Im Interesse eines nachhaltigen Therapieerfolges sollte auch nach Abklingen der Krankheitssymptome EryHEXAL® unbedingt noch 2 - 3 Tage lang eingenommen werden.
    • Bei der Therapie von Infektionen mit Streptococcus pyogenes ist eine Mindesttherapiedauer von 10 Tagen angezeigt, um Spätkomplikationen (z. B. rheumatisches Fieber, rheumatische Karditis, Glomerulonephritis) vorzubeugen.
    • Eine länger dauernde Therapie mit Erythromycin oder Wiederholungstherapien sollten nur nach strenger Indikationsstellung und unter fortlaufender Überwachung erfolgen.

Indikation

  • Zur Therapie folgender Infektionen, die durch Erythromycin-empfindliche Krankheitserreger verursacht werden und einer oralen Therapie zugänglich sind:
    • Infektionen der tiefen Atemwege:
      • akute bakterielle Exazerbation der chronischen Bronchitis
      • Pneumonien, insbesondere durch atypische Erreger wie Legionellen und Mykoplasmen
      • Keuchhusten und Keuchhustenprophylaxe
    • Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereichs: akute bakterielle Otitis media (adäquat diagnostiziert), akute bakterielle Sinusitis (adäquat diagnostiziert), Pharyngitis (als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie), Tonsillitis (als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie)
    • schwere Formen der Acne vulgaris
    • Erysipel, als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie
    • Scharlach, als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie
    • Einschlusskörperchen-Konjunktivitis und Trachom, verursacht durch Chlamydia trachomatis
    • Diphtherie (auch zur Sanierung von Diphtheriebakterienträgern oder -ausscheidern)
    • Urethritis, verursacht durch Chlamydia trachomatis oder Ureaplasma urealyticum
    • Syphilis (Lues) im primären Stadium, wenn andere, besser wirksame Antibiotika nicht gegeben werden können (z. B. Alternative bei Penicillinallergie)
  • Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von EryHEXAL® zu berücksichtigen.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Überempfindlichkeit gegen Makrolid-Antibiotika
  • schwerer Leberinsuffizienz
  • gleichzeitiger Einnahme von Ergotamin oder Dihydroergotamin
  • angeborener oder erworbener QT-Intervallverlängerung
  • Störungen des Elektrolythaushaltes (besonders bei einer Hypokaliämie und Hypomagnesiämie)
  • klinisch relevanten Herzrhythmusstörungen (z. B. ventrikulären Arrhythmien) oder bei schwerer dekompensierter Herzinsuffizienz (NYHA IV)
  • gleichzeitiger Einnahme mit bestimmten Antihistaminika wie Terfenadin sowie Astemizol oder auch Wirkstoffen wie Cisaprid oder Pimozid, da es zu QT-Intervallverlängerungen im EKG und unter Umständen zu lebensbedrohlichen ventrikulären Arrhythmien (Torsade de pointes) kommen kann
  • gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die ebenfalls zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen können, wie z. B. Antiarrhythmika der Klassen IA und III, bestimmte Neuroleptika, tri- und tetrazyklische Antidepressiva, Arsentrioxid, Methadon und Budipin, bestimmte Fluorchinolone, Imidazol-Antimykotika und Antimalariamittel sowie Pentamidin i. v.
  • gleichzeitiger Einnahme von Simvastatin, Lovastatin oder Atorvastatin. Die Behandlung mit diesen Arzneimitteln muss während der Einnahme von Erythromycin unterbrochen werden.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Ivabradin /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Antidepressiva, tri- und tetrazyklische /Makrolid-Antibiotika
Phosphodiesterase-5-Hemmer /Makrolid-Antibiotika
H1-Antihistaminika, nicht-sedierende /Makrolid-Antibiotika
Guanfacin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Eliglustat /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /Grapefruit
Carbamazepin /Makrolid-Antibiotika
Makrolid- und verwandte Antibiotika /Gyrase-Hemmer
Lomitapid /Makrolid-Antibiotika
Fluconazol /Erythromycin
Verapamil /Makrolid-Antibiotika
Makrolid- und verwandte Antibiotika /Diltiazem
Colchicin /Makrolid-Antibiotika
Neuroleptika /Makrolid-Antibiotika
Quetiapin /Makrolid-Antibiotika
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Aminochinoline /Makrolid-Antibiotika
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Venetoclax /Makrolid-Antibiotika
Domperidon /Makrolid-Antibiotika
Cisaprid /Makrolid-Antibiotika
Cholesterin-Synthese-Hemmer /Makrolid-Antibiotika
Amifampridin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Toremifen /Makrolid-Antibiotika
Irinotecan /Makrolid-Antibiotika
Antiarrhythmika /Makrolid-Antibiotika
Antikoagulanzien /Makrolid-Antibiotika
Mutterkorn-Alkaloide /Makrolid-Antibiotika

mittelschwer

Fesoterodin /Makrolid-Antibiotika
Mertansin /Makrolid-Antibiotika
HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Azol-Antimykotika /Makrolid-Antibiotika
Cannabinoide /Makrolid-Antibiotika
Alitretinoin /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten /Makrolid-Antibiotika
Perampanel /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Midazolam /Makrolid-Antibiotika
Theophyllin und Derivate /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /Cobicistat
Cilostazol /Makrolid-Antibiotika
Serotonin-5HT1-Agonisten /Makrolid- und verwandte Antibiotika
Immunsuppressiva /Makrolid-Antibiotika
Tolvaptan /Makrolid-Antibiotika
Vinca-Alkaloide /Makrolid-Antibiotika
Delamanid /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Naloxegol /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Panobinostat /Makrolid-Antibiotika
Ivacaftor /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Corticosteroide /Makrolid-Antibiotika
Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine /Makrolid-Antibiotika
Brentuximab /Makrolid-Antibiotika
Cabozantinib /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Makrolid-Antibiotika /Idelalisib
Daclatasvir /Makrolid-Antibiotika
Dapoxetin /Erythromycin
Reboxetin /Makrolid-Antibiotika
Vinflunin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Vasopressin und Analoge /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Ranolazin /Erythromycin
Proteinkinase-Inhibitoren /Makrolid-Antibiotika
Olaparib /Makrolid-Antibiotika
Nintedanib /P-Glykoprotein-Inhibitoren, starke
Tamsulosin /Makrolid-Antibiotika
Tenofovir alafenamid /Makrolid-Antibiotika
Edoxaban /Erythromycin
Rilpivirin /Makrolid-Antibiotika
Erythromycin /Lincosamide
Taxane /Makrolid-Antibiotika
Afatinib /Makrolid-Antibiotika
Trabectedin /Makrolid-Antibiotika
Repaglinid /Makrolid-Antibiotika
Ciclosporin /Makrolid-Antibiotika
Digitalis-Glykoside /Makrolid-Antibiotika
Buspiron /Makrolid-Antibiotika
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Makrolid-Antibiotika
Benzodiazepine, oxidativer Metabolismus /Makrolid-Antibiotika
Makrolid- und verwandte Antibiotika /Rifamycine
Asenapin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Stoffe, mit hepatotoxischen UAW /Stoffe, mit hepatotoxischen UAW
Stoffe, mit hepatotoxischen UAW /Stoffe, mit hepatotoxischen UAW
Mirtazapin /Makrolid-Antibiotika
Pitolisant /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Guanfacin /Makrolid-Antibiotika
Palbociclib /Makrolid-Antibiotika

geringfügig

Loperamid /Makrolid-Antibiotika
Abirateron /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Faktor Xa-Inhibitoren, orale /Makrolid-Antibiotika
CYP3A4-Substrate /Vemurafenib
Valproinsäure /Erythromycin
Fidaxomicin /Makrolid-Antibiotika
Makrolid- und verwandte Antibiotika /Dabrafenib
Hypnotika /Makrolid-Antibiotika
Erythromycin /Nahrung, allgemein
Clopidogrel /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /Johanniskraut
Ivermectin /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Bosentan /Makrolid-Antibiotika
Renin-Inhibitoren /Makrolid-Antibiotika
Pasireotid /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Lidocain /Makrolid-Antibiotika
Ticagrelor /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Makrolid- und verwandte Antibiotika /Enzalutamid
Kontrazeptiva, hormonelle /Makrolid-Antibiotika
Paritaprevir /Erythromycin
Makrolid-Antibiotika /Barbiturate
Tasimelteon /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Bedaquilin /Makrolid-Antibiotika
Erythromycin /Lumacaftor
Cinacalcet /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /HCV-Protease-Inhibitoren
Opioide /Makrolid-Antibiotika
Ospemifen /CYP3A4-Inhibitoren
Vilanterol /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Alectinib /Makrolid-Antibiotika
Makrolid-Antibiotika /Hydantoine
Roflumilast /Makrolid-Antibiotika
HIV-Protease-Inhibitoren /Makrolid-Antibiotika
Mirabegron /Makrolid-Antibiotika
Regorafenib /Antibiotika
Cholinesterase-Hemmer /Makrolid-Antibiotika
Clindamycin /CYP3A4-Inhibitoren
Dalbavancin /Makrolid-Antibiotika
Vortioxetin /CYP3A4-Inhibitoren, starke
Clozapin /Erythromycin
Vismodegib /Makrolid-Antibiotika

unbedeutend

Granisetron /Makrolid-Antibiotika
Erythromycin /Antazida
Erythromycin /Ethanol
Penicilline /Erythromycin

Zusammensetzung

WErythromycin stearat694 mg
=Erythromycin+
HCarboxymethylstärke, Natriumsalz+
HCellulose, mikrokristallin+
HHypromellose+
HMacrogol 6000+
HMagnesium hydroxid+
HMagnesium oxid, schwer+
HMagnesium stearat+
HNatrium dodecylsulfat+
HPolacrilin+
HPolacrilin, Kaliumsalz+
HPovidon K30+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HTalkum+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Verlängerung der QT-Zeit B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
20 Stück 15.68 € Filmtabletten
10 Stück 12.83 € Filmtabletten
30 Stück 18.11 € Filmtabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
20 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb
10 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb
30 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb

Weitere Kapitel

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