Fachinformation

ATC Code / ATC Name Furosemid
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Infusionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis kein gültiger Preis bekannt Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden. Es ist stets die niedrigste Dosis anzuwenden, mit der der gewünschte Effekt erzielt wird.
  • Dosierung bei Erwachsenen
    • Akutes Nierenversagen
      • Bei Patienten mit Schock sind vor Beginn der Behandlung durch geeignete Maßnahmen die Hypovolämie und die Hypotonie zu beseitigen. Ebenso ist eine deutlich ausgeprägte Störung der Serumelektrolyte und des Säure-Basen-Gleichgewichtes zu korrigieren. Führt eine Testdosis von 40 mg Furosemid, langsam intravenös injiziert, nicht zu einer vermehrten Flüssigkeitsausscheidung, so kann die Behandlung mit Furorese® 250 mg/25 ml Infusionslösung begonnen werden. Mittels eines Perfusors können über den Tag pro Stunde 50 - 100 mg Furosemid appliziert werden. Die Tagesdosis richtet sich nach einer ausreichenden Diurese, wobei die Maximaldosis nicht höher als 1.500 mg Furosemid pro Tag sein sollte.
    • Chronische Niereninsuffizienz im prädialytischen Stadium mit Flüssigkeitsretention und Hochdruck, nephrotisches Syndrom
      • Da die natriuretische Antwort von zahlreichen Variablen abhängt, z. B. Grad der Niereninsuffizienz, Natriumbilanz usw., und daher prinzipiell im Einzelfall nicht präzise vorhergesagt werden kann, sollte die korrekte Dosis am besten durch stufenweise Erhöhung der Dosis ermittelt werden. Wegen des raschen Wirkungseintrittes kann die Dosis in halbstündlichem bis stündlichem Abstand gesteigert werden. Die empfohlene Anfangsdosis sollte 0,1 mg pro Minute als Infusion betragen. Da bei den chronisch niereninsuffizienten Patienten die Ausschwemmung langsam erfolgen sollte, ist die Dosis so zu wählen, dass der Patient in der Bilanz pro Tag etwa 1 kg Gewicht (140 mmol Na+) verliert.
      • Beim nephrotischen Syndrom muss wegen der Gefahr vermehrt auftretender Nebenwirkungen vorsichtig dosiert werden.
  • Anwendung bei Kindern
    • Säuglingen und Kindern unter 15 Jahren sollte Furorese® 250 mg/25 ml Infusionslösung parenteral nur ausnahmsweise bei bedrohlichen Zuständen gegeben werden. Die mittlere Tagesdosis beträgt 0,5 mg Furosemid/kg Körpergewicht. Ausnahmsweise können bis zu 1 mg Furosemid/kg Körpergewicht i.v. verabreicht werden.
  • Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.

Indikation

  • Die Anwendung der hochdosierten Zubereitung Furorese® 250 mg/25 ml Infusionslösung ist ausschließlich bei Patienten mit stark verminderter Glomerulumfiltration (Glomerulumfiltratwerte kleiner als 20 ml/min) angezeigt.
    • drohendes und bereits eingetretenes akutes Nierenversagen (zur Aufrechterhaltung der Flüssigkeitsausscheidung und zur Erleichterung der parenteralen Ernährung, solange noch eine Restfiltration vorhanden ist)
    • chronische Niereninsuffizienz im prädialytischen Stadium mit Flüssigkeitsretention und Hochdruck
    • terminale Niereninsuffizienz: zur Aufrechterhaltung einer Restdiurese
    • nephrotisches Syndrom bei Patienten, die auf eine orale Dosis von 120 mg Furosemid/Tag nicht ansprechen (im Vordergrund steht hier die Therapie der Grunderkrankung)

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Furorese® darf nicht angewendet werden bei:
    • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Sulfonamide (mögliche Kreuzallergie mit Furosemid) oder einen der sonstigen Bestandteile,
    • Nierenversagen mit Anurie, das auf eine Furosemid-Therapie nicht anspricht,
    • Coma und Praecoma hepaticum im Zusammenhang mit einer hepatischen Enzephalopathie,
    • schwerer Hypokaliämie,
    • schwerer Hyponatriämie,
    • Hypovolämie oder Dehydratation,
    • stillenden Frauen.
  • Zusätzlich für Furorese® 250 mg/25 ml Infusionslösung
    • normaler Nierenleistung sowie eingeschränkter Nierenfunktion mit Glomerulumfiltratwerten größer als 20 ml/min, da in diesen Fällen die Gefahr eines zu starken Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes besteht
    • Furorese® 250 mg/25 ml Infusionslösung darf nicht zur Bolusinjektion verwendet werden. Es muss unter Kontrolle des Infusionsvolumens bzw. der Infusionsgeschwindigkeit infundiert werden, um das Risiko versehentlicher Überdosierung zu verringern.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Streptozocin /Stoffe mit potentiell nephrotoxischen UAW
Antiarrhythmika /Diuretika, kaliuretische
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Clozapin /Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW

mittelschwer

HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Lithium /Schleifendiuretika
Furosemid /HCV-Inhibitoren
Schleifendiuretika /Antirheumatika, nicht-steroidale
an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe /Aktivkohle
Teicoplanin /Furosemid
Schleifendiuretika /Gallensäure-bindende Mittel
Ivabradin /Diuretika, kaliuretisch
Aminoglykosid-Antibiotika /Schleifendiuretika
Chloralhydrat /Furosemid
Schleifendiuretika /Cephalosporine
Padeliporfin /Stoffe mit photosensibilisierenden Effekten
Diuretika, kaliuretische /Antidepressiva, tri- und tetrazyklische
Terlipressin /Diuretika, kaliuretische
Diuretika, kaliuretische /Corticosteroide
Kaliumbromid /Diuretika
Schleifendiuretika /Platin-Verbindungen
Ranolazin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Digitalis-Glykoside /Diuretika, kaliuretisch

geringfügig

Vitamin-K-Antagonisten /Diuretika
Diuretika, kaliuretische /Laxanzien
Diuretika, kaliuretische /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Diuretika /SGLT2-Hemmer
ACE-Hemmer /Diuretika
Schleifendiuretika /Probenecid
Schleifendiuretika /Ataluren
Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende /Schleifendiuretika
Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten /Diuretika
Zoledronsäure /Diuretika
Diuretika, kaliuretische /Amphotericin B
Domperidon /Diuretika, kaliuretische
Schleifendiuretika /Aliskiren
Beta-Sympathomimetika /Diuretika, kaliuretische
Diuretika /Asenapin
Biguanide /Schleifendiuretika
Inotersen /Diuretika
Muskelrelaxanzien, zentrale /Diuretika
OAT1/-, OCT1/2-, OATP1B1/3-, BCRP-, P-gp-Substrate / En
Insulin /Schleifendiuretika
OAT3-Substrate /Binimetinib
Diuretika, kaliuretische /Ciclosporin
Diuretika, kaliuretische /Antidepressiva, andere
Dimethylfumarat /Diuretika
Diuretika, kaliuretisch /Harn alkalisierende Mittel
Gyrase-Hemmer /Schleifendiuretika
Amifostin /Diuretika
Furosemid /Phenytoin
OAT1/-Substrate / HIV-Integrase-Inhibitoren
Furosemid /Leflunomid
Schilddrüsenhormone /Furosemid
Sympathomimetika /Schleifendiuretika
Dekongestiva /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Furosemid /Teriflunomid
Sulfonylharnstoffe /Schleifendiuretika
Diuretika /Tolvaptan
OAT3-Substrate /Brivaracetam

unbedeutend

Carbamazepin /Diuretika
Theophyllin und Derivate /Schleifendiuretika
Tetracycline /Diuretika
Beta-Blocker /Schleifendiuretika
Schleifendiuretika /Thiazid-Diuretika

Zusammensetzung

WFurosemid250 mg
HMannitol+
HNatrium hydroxid+
HWasser, für Injektionszwecke+
HGesamt Natrium Ion36.6 mg

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Natriumspiegel B
Kaliumspiegel B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
5 Stück kein gültiger Preis bekannt Infusionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
5 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

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