Fachinformation

ATC Code / ATC Name Lamotrigin
Hersteller AbZ Pharma GmbH
Darreichungsform Tabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 200 Stück: 36.45€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Epilepsie, bipolare Störungen
    • für Behandlungsbeginn und anschließende Dosissteigerung empfohlene Dosen nicht überschreiten (Risiko von Hautausschlägen minimieren)
    • Epilepsie
      • Monotherapie
        • Erwachsene und Kinder (>= 13 Jahre)
          • Anfangsdosis
            • 1. und 2. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / Tag
            • 3. und 4. Woche: 50 mg Lamotrigin 1mal / Tag
          • ab 5. Woche
            • Dosiserhöhung der Tagesdosis alle 1 - 2 Wochen um max. 50 - 100 mg Lamotrigin (bis gewünschter Effekt erreicht)
            • übliche Erhaltungsdosis: 100 - 200 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
            • in Einzelfällen bis 500 mg Lamotrigin / Tag erforderlich
        • Kinder und Jugendliche (2 - 12 Jahre) (Monotherapie: Therapie typischer Absencen)
          • Einnahme der Tagesdosis als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
          • Anfangsdosis
            • 1. und 2. Woche: 0,3 mg Lamotrigin / kg KG / Tag
            • 3. und 4. Woche: 0,6 mg Lamotrigin / kg KG / Tag
          • ab 5. Woche
            • Dosiserhöhung der Tagesdosis alle 1 - 2 Wochen um max. 0,6 mg Lamotrigin / kg KG (bis gewünschter Effekt erreicht)
            • übliche Erhaltungsdosis: 1 - 15 mg Lamotrigin / kg KG / Tag als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
            • Kinder (2 - 6 Jahre)
              • Erhaltungsdosis im oberen Bereich der Dosierungsempfehlung
            • max. Erhaltungsdosis der Zusatztherapie: 200 mg Lamotrigin / Tag
      • Zusatztherapie MIT Valproat (Hemmer der Glucuronidierung von Lamotrigin) oder zu Arzneimitteln, deren pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Lamotrigin derzeit nicht bekannt sind
        • Erwachsene und Kinder (>= 13 Jahre)
          • Anfangsdosis
            • 1. und 2. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / 2 Tage
            • 3. und 4. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / Tag
          • ab 5. Woche
            • Dosiserhöhung der Tagesdosis alle 1 - 2 Wochen um max. 25 - 50 mg Lamotrigin (bis gewünschter Effekt erreicht)
            • übliche Erhaltungsdosis: 100 - 200 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
        • Kinder und Jugendliche (2 - 12 Jahre)
          • Anfangsdosis
            • 1. und 2. Woche: 0,15 mg Lamotrigin / kg KG 1mal / Tag
            • 3. und 4. Woche: 0,3 mg Lamotrigin / kg KG 1mal / Tag
          • ab 5. Woche
            • Dosiserhöhung der Tagesdosis alle 1 - 2 Wochen um max. 0,3 mg Lamotrigin / kg KG (bis gewünschter Effekt erreicht)
            • übliche Erhaltungsdosis: 1 - 5 mg Lamotrigin / kg KG / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
            • Kinder (2 - 6 Jahre)
              • Erhaltungsdosis im oberen Bereich der Dosierungsempfehlung
            • max. Erhaltungsdosis: 200 mg Lamotrigin / Tag
      • Zusatztherapie OHNE Valproat und MIT Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin, z.B.
        • Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir/ Ritonavir
          • Erwachsene und Kinder (>= 13 Jahre)
            • Anfangsdosis
              • 1. und 2. Woche: 50 mg Lamotrigin 1mal / Tag
              • 3. und 4. Woche: 50 mg Lamotrigin 2mal / Tag
            • ab 5. Woche
              • Dosiserhöhung der Tagesdosis alle 1 - 2 Wochen um max. 100 mg Lamotrigin (bis gewünschter Effekt erreicht)
              • übliche Erhaltungsdosis: 200 - 400 mg Lamotrigin / Tag, aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
              • in Einzelfällen bis 700 mg Lamotrigin / Tag erforderlich
          • Kinder und Jugendliche (2 - 12 Jahre)
            • Einnahme der Tagesdosis aufgeteilt auf 2 Einzeldosen morgens und abends
            • Anfangsdosis
              • 1. und 2. Woche: 0,6 mg Lamotrigin / kg KG / Tag
              • 3. und 4. Woche: 1,2 mg Lamotrigin / kg KG / Tag
            • ab 5. Woche
              • Dosiserhöhung der Tagesdosis alle 1 - 2 Wochen um max. 1,2 mg Lamotrigin / kg KG (bis gewünschter Effekt erreicht)
              • übliche Erhaltungsdosis: 5 - 15 mg Lamotrigin / kg KG / Tag
              • Kinder (2 - 6 Jahre)
                • Erhaltungsdosis im oberen Bereich der Dosierungsempfehlung
            • max. Erhaltungsdosis: 400 mg Lamotrigin / Tag
      • Zusatztherapie OHNE Valproat und OHNE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
        • Erwachsene und Kinder (>= 13 Jahre)
          • Anfangsdosis
            • 1. und 2. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / Tag
            • 3. und 4. Woche: 50 mg Lamotrigin 1mal / Tag
          • ab 5. Woche
            • Dosiserhöhung der Tagesdosis alle 1 - 2 Wochen um max. 50 - 100 mg Lamotrigin (bis gewünschter Effekt erreicht)
            • übliche Erhaltungsdosis: 100 - 200 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
        • Kinder und Jugendliche (2 - 12 Jahre)
          • Einnahme der Tagesdosis als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
          • Anfangsdosis
            • 1. und 2. Woche: 0,3 mg Lamotrigin / kg KG / Tag
            • 3. und 4. Woche: 0,6 mg Lamotrigin / kg KG / Tag
          • ab 5. Woche
            • Dosiserhöhung der Tagesdosis alle 1 - 2 Wochen um max. 0,6 mg Lamotrigin / kg KG (bis gewünschter Effekt erreicht)
            • übliche Erhaltungsdosis: 1 - 10 mg Lamotrigin / kg KG / Tag als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
            • Kinder (2 - 6 Jahre)
              • Erhaltungsdosis im oberen Bereich der Dosierungsempfehlung
            • max. Erhaltungsdosis der Zusatztherapie: 200 mg Lamotrigin / Tag
      • wenn mit Zusatztherapie die Epilepsie unter Kontrolle gebracht wurde, können gleichzeitig verabreichte Antiepileptika möglicherweise abgesetzt und Patienten mit Lamotrigin als Monotherapie weiterbehandelt werden
      • Kinder und Jugendliche (2 - 12 Jahre)
        • Gewicht überwachen und bei Gewichtsänderungen ggfs Dosisanpassung (Erhaltungsdosis gewährleisten)
        • empfohlenes Dosierungsschema kann möglicherweise nicht mit den zur Verfügung stehenden Stärken der Tabletten erreicht werden
      • Kinder (1 Monat - 2 Jahre) (Zusatztherapie partieller Anfälle)
        • Anwendung nicht empfohlen (begrenzte Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit)
      • Kinder (< 1 Monat)
        • Anwendung nicht empfohlen (keine Daten vorliegend)
    • bipolare Störungen (Erwachsene (>= 18 Jahre))
      • Monotherapie; Zusatztherapie OHNE Valproat und OHNE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
        • 1. und 2. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / Tag
        • 3. und 4. Woche: 50 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
        • 5. Woche: 100 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
        • ab 6. Woche: Zieldosis, abhängig von klin. Wirksamkeit
          • 200 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
          • in klin. Studien: 100 - 400 mg Lamotrigin / Tag
        • nach Absetzen von Arzneimitteln, die die Glucuronidierung von Lamotrigin NICHT signifikant hemmen oder induzieren
          • Erhaltung der bei der Dosissteigerung erreichten Zieldosis (100 mg Lamotrigin 2mal / Tag)
          • Dosisbereich: 100 - 400 mg Lamotrigin / Tag)
      • Zusatztherapie MIT Valproat (Hemmer der Glucuronidierung von Lamotrigin) oder zu Arzneimitteln, deren pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Lamotrigin derzeit nicht bekannt sind
        • 1. und 2. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / 2 Tage
        • 3. und 4. Woche: 25 mg Lamotrigin 1mal / Tag
        • 5. Woche: 50 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
        • ab 6. Woche: Zieldosis, abhängig von klin. Wirksamkeit
          • 100 mg Lamotrigin / Tag, als Einmalgabe oder aufgeteilt auf 2 Einzeldosen
          • max. Erhaltungsdosis: 200 mg Lamotrigin / Tag
        • nach Absetzen von Valproat (Hemmer der Glucuronidierung von Lamotrigin)
          • Verdopplung der stabilisierenden Lamotrigin-Dosis, jedoch um max. 100 mg Lamotrigin / Woche
          • z.B. Dosiserhöhung bei gegenwärtiger stabilisierender Lamotrigin-Dosis (vor dem Absetzen) von
            • 100 mg Lamotrigin / Tag
              • 1. und 2. Woche: 100 mg Lamotrigin 2mal / Tag
              • ab 3. Woche: Erhaltungsdosis: 200 mg Lamotrigin 2mal / Tag
            • 200 mg Lamotrigin / Tag
              • 1. Woche: 150 mg Lamotrigin 2mal / Tag
              • ab 2. Woche: Erhaltungsdosis: 200 mg Lamotrigin 2mal / Tag
      • Zusatztherapie OHNE Valproat und MIT Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin, z.B.
        • Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir/ Ritonavir
        • 1. und 2. Woche: 50 mg Lamotrigin 1mal / Tag
        • 3. und 4. Woche: 50 mg Lamotrigin 2mal / Tag
        • 5. Woche: 100 mg Lamotrigin 2mal / Tag
        • 6. Woche: 150 mg Lamotrigin 2mal / Tag
        • ab 7. Woche: Zieldosis, abhängig von klin. Wirksamkeit
          • 200 mg Lamotrigin 2mal / Tag
        • nach Absetzen von Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin
          • stufenweise Dosisreduktion abhängig von ursprünglicher Dosis über 3 Wochen
          • 1. Woche (derzeitige Dosis): 400 mg, 300 mg oder 200 mg Lamotrigin / Tag
          • 2. Woche: Reduktion auf 300 mg, 225 mg oder 150 mg Lamotrigin / Tag
          • ab 3. Woche: Reduktion auf 200 mg, 150 mg oder 100 mg Lamotrigin / Tag
      • Anpassung der täglichen Lamotrigin-Dosis nach Zugabe anderer Arzneimittel
        • Zugabe von Arzneimitteln, die die Glucuronidierung von Lamotrigin NICHT signifikant hemmen oder induzieren
          • Erhaltung der bei der Dosissteigerung erreichten Zieldosis (100 mg Lamotrigin 2mal / Tag)
          • Dosisbereich: 100 - 400 mg Lamotrigin / Tag)
        • Zugabe von Valproat (Hemmer der Glucuronidierung von Lamotrigin) oder von Arzneimitteln, deren pharmakokinetische Wechselwirkungen mit Lamotrigin derzeit nicht bekannt sind, in Abhängigkeit von der ursprünglichen Lamotrigin-Dosis
          • ursprüngliche Dosis: 200 mg , 300 mg oder 400 mg Lamotrigin / Tag
          • angepasste Dosis ab 1. Woche: 100 mg , 150 mg oder 200 mg Lamotrigin / Tag
        • Zugabe von Arzneimitteln, die die Glucuronidierung von Lamotrigin induzieren, bei Patienten, die NICHT Valproat einnehmen, in Abhängigkeit von der ursprünglichen Lamotrigin-Dosis, z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon, Rifampicin, Lopinavir/ Ritonavir
          • ursprüngliche Dosis: 200 mg, 150 mg oder 100 mg Lamotrigin / Tag
          • angepasste Dosis
            • 1. Woche: 200 mg, 150 mg oder 100 mg Lamotrigin / Tag
            • 2. Woche: 300 mg, 225 mg oder 150 mg Lamotrigin / Tag
            • ab 3. Woche: 400 mg, 300 mg oder 200 mg Lamotrigin / Tag
      • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
        • Anwendung nicht empfohlen (fehlende Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit)
      • Behandlungsdauer
        • Absetzen ohne schrittweise Reduktion der Dosis (in klin. Studien nach abruptem Absetzen kein Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrades oder der Art von Nebenwirkungen)
    • Wiederaufnahme der Therapie
      • Abwägen, ob erneut bis zur Erhaltungsdosis aufdosiert werden sollte (Risiko eines Hautausschlages im Zusammenhang mit hohen Anfangsdosen von Lamotrigin und Überschreiten der empfohlenen Dosissteigerungen)
      • je größer zeitlicher Abstand zur vorherigen Dosis, desto eher Dosissteigerung bis zur Erhaltungsdosis in Betracht ziehen
      • zeitlicher Abstand seit Absetzen von Lamotrigin > 5 HWZ: Aufdosierung gemäß entsprechendem Dosierungsschema bis Erreichen der Erhaltungsdosis
      • bei früherem Behandlungsabbruch auf Grund eines Hautausschlages Behandlungswiederaufnahme nur wenn möglicher Nutzen klar die Risiken überwiegt

Dosisanpassung

  • ältere Patienten (> 65 Jahre)
    • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Pharmakokinetik unterscheidet sich nicht signifikant von der einer Population jüngerer Erwachsener
  • Leberfunktionsstörungen
    • mittelschwer, Child-Pugh Grad B: Initial-, Steigerungs- und Erhaltungsdosen um ca. 50% reduzieren
    • schwer, Child-Pugh Grad C: Initial-, Steigerungs- und Erhaltungsdosen um ca. 75% reduzieren
    • Steigerungs- und Erhaltungsdosen dem klin. Ansprechen anpassen
  • Nierenfunktionsstörungen
    • Anwendung mit Vorsicht
    • terminale Niereninsuffizienz
      • Anpassung der Lamotrigin-Anfangsdosen an Begleitmedikation
    • signifikante Nierenfunktionsstörung
      • reduzierte Erhaltungsdosis kann wirksam sein
  • Einnahme hormoneller Kontrazeptiva bei Frauen
    • gleichzeitige Anwendung einer Kombination aus 30 µg Ethinylestradiol und 150 µg Levonorgestrel mit Lamotrigin erhöht Clearance von Lamotrigin um ca. das 2fache (Abnahme der Lamotriginspiegel)
    • nach Aufdosierung daher höhere Erhaltungsdosen erforderlich, um max. therapeutisches Ansprechen zu erzielen
    • dosisabhängige Nebenwirkungen nicht auszuschließen (während pillenfreier Woche 2fache Zunahme der Lamotriginspiegel)
    • Anwendung einer Kontrazeption ohne pillenfreie Woche als Therapie der ersten Wahl erwägen, z.B. kontinuierliche hormonelle Kontrazeptiva oder nicht-hormonelle Methoden
    • Beginn der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva bei Patientinnen, die bereits Erhaltungsdosen von Lamotrigin und KEINE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin einnehmen
      • Erhaltungsdosis von Lamotrigin muss in den meisten Fällen bis auf das Zweifache erhöht werden
      • es wird empfohlen, ab dem Beginn der Einnahme des hormonellen Kontrazeptivums die Lamotrigin-Dosis jede Woche je nach dem individuellen klinischen Ansprechen um 50 bis 100 mg/Tag zu erhöhen
      • die Dosissteigerungen sollten dieses Maß nicht übersteigen, es sei denn, das klinische Ansprechen verlangt größere Steigerungen
      • Messungen der Serumkonzentrationen von Lamotrigin vor und nach Beginn der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva können als Bestätigung für die Aufrechterhaltung der Ausgangskonzentration von Lamotrigin in Betracht gezogen werden
      • falls erforderlich, sollte die Dosis angepasst werden
      • bei Frauen, die ein hormonelles Kontrazeptivum nehmen, bei dem eine Woche aus einer inaktiven Behandlung besteht („pillenfreie Woche")
        • Überwachung der Serumspiegel von Lamotrigin in Woche 3 der aktiven Behandlung, d. h. an den Tagen 15 bis 21 des Pillenzyklus
        • deshalb sollte die Anwendung einer Kontrazeption ohne pillenfreie Woche als Therapie der ersten Wahl erwogen werden (zum Beispiel kontinuierliche hormonelle Kontrazeptiva oder nicht-hormonelle Methoden)
    • Beendigung der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva bei Patientinnen, die bereits Erhaltungsdosen von Lamotrigin und KEINE Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin einnehmen
      • Erhaltungsdosis von Lamotrigin muss in den meisten Fällen umbis zu 50%reduziert werden
      • es wird empfohlen, die tägliche Dosis von Lamotrigin schrittweise jede Woche um 50 - 100 mg (wobei pro Woche 25% der gesamten Tagesdosis nicht überschritten werden sollten) über einen Zeitraum von 3 Wochen zu reduzieren, sofern das klinische Ansprechen nichts anderes erfordert
      • Messungen der Serumkonzentrationen von Lamotrigin vor und nach Beendigung der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva können als Bestätigung für die Aufrechterhaltung der Ausgangskonzentration von Lamotrigin in Betracht gezogen werden
      • bei Frauen, die die Anwendung eines hormonellen Kontrazeptivums beenden möchten, bei dem eine Woche des Zyklus aus einer inaktiven Behandlung besteht („pillenfreie Woche"), sollte die Überwachung der Serumspiegel von Lamotrigin in Woche 3 der aktiven Behandlung, d. h. an den Tagen 15 bis 21 des Pillenzyklus erfolgen
      • Blutproben zur Beurteilung der Lamotriginspiegel nach dauerhafter Beendigung der Anwendung des hormonellen Kontrazeptivums sollten nicht in der ersten Woche nach Absetzen der Pille entnommen werden
    • Beginn der Behandlung mit Lamotrigin bei Patientinnen, die bereits hormonelle Kontrazeptiva anwenden
      • Dosissteigerung entsprechend den in den Tabellen angegebenen üblichen Dosierungsempfehlungen
    • Beginn und Beendigung der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva bei Patientinnen, die bereits Erhaltungsdosen von Lamotrigin MIT Induktoren der Glucuronidierung von Lamotrigin einnehmen
      • Anpassung der empfohlenen Erhaltungsdosis von Lamotrigin ist möglicherweise nicht erforderlich
  • Gleichzeitige Einnahme von Atazanavir/Ritonavir
    • keine Anpassungen an die empfohlene Dosissteigerung von Lamotrigin notwendig, wenn Lamotrigin zu einer bestehenden Behandlung mit Atazanavir/Ritonavir hinzugefügt wird
    • Patienten, die schon Erhaltungsdosen von Lamotrigin und keine Induktoren der Glucuronidierung einnehmen:
      • Lamotrigin-Dosis muss möglicherweise erhöht werden, wenn Atazanavir/Ritonavir zusätzlich eingenommen wird, oder verringert werden, wenn Atazanavir/Ritonavir abgesetzt wird
    • Plasmaspiegel von Lamotrigin sollten vor und innerhalb von 2 Wochen nach dem Beginn der Einnahme oder dem Absetzen von Atazanavir/Ritonavir durchgeführt werden, um zu sehen, ob eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis notwendig ist
  • Gleichzeitige Einnahme von Lopinavir/Ritonavir
    • keine Anpassungen an die empfohlene Dosissteigerung von Lamotrigin notwendig, wenn Lamotrigin zu einer bestehenden Behandlung mit Lopinavir/Ritonavir hinzugefügt wird
    • Patienten, die schon Erhaltungsdosen von Lamotrigin und keine Induktoren der Glucuronidierung einnehmen:
      • Lamotrigin-Dosis muss möglicherweise erhöht werden, wenn Lopinavir/Ritonavir zusätzlich eingenommen wird, oder verringert werden, wenn Lopinavir/Ritonavir abgesetzt wird
      • Plasmaspiegel von Lamotrigin sollten vor und innerhalb von 2 Wochen nach dem Beginn der Einnahme oder dem Absetzen von Lopinavir/Ritonavir durchgeführt werden, um zu sehen, ob eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis notwendig ist

Indikation

  • Epilepsie
    • Erwachsene und Jugendliche (>= 13 Jahre)
      • Zusatz- oder Monotherapie partieller und generalisierter Anfälle einschließl. tonisch-klonischer Anfälle
      • Anfälle in Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom
        • als Zusatztherapie oder auch als initiales Antiepileptikum, um die Behandlung des Lennox-Gastaut-Syndroms zu beginnen
    • Kinder und Jugendliche (2 - 12 Jahre)
      • Zusatztherapie bei
        • partiellen und generalisierten Anfällen einschließl. tonisch-klonischer Anfälle
        • Anfällen in Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom
      • Monotherapie typischer Absencen
  • bipolare Störung
    • Erwachsene (>= 18 Jahre)
      • Prävention depressiver Episoden bei Patienten mit Bipolar-I-Störung und überwiegend depressiven Episoden
    • Hinweis
      • nicht für Akuttherapie manischer oder depressiver Episoden

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Lamotrigin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Lamotrigin
  • Akuttherapie manischer Episoden
  • Akuttherapie depressiver Episoden

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Clozapin /Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW

mittelschwer

Lamotrigin /Succinimid-Derivate
Lamotrigin /Kontrazeptiva, orale
Antiepileptika /Orlistat
Lamotrigin /Carbamazepin
Vasopressin und Analoge /Antiepileptika
Lamotrigin /Valproinsäure
Lamotrigin /Rifamycine

geringfügig

Lamotrigin /Paracetamol
Antiepileptika /Dabrafenib
Clozapin /Lamotrigin
Lamotrigin /Cannabidiol
Lamotrigin /Gestagene
Risperidon /Lamotrigin
Lamotrigin /Sertralin
Antiepileptika /Hydroxyzin
Lamotrigin /HIV-Protease-Inhibitoren
Lamotrigin /Oxcarbazepin
Lamotrigin /Eslicarbazepin
Antiepileptika /Antiandrogene

Zusammensetzung

WLamotrigin50 mg
HCalcium carbonat+
HCellulose, mikrokristallin, silifiziert+
=Silicium dioxid, hochdispers+
=Cellulose, mikrokristallin+
HCrospovidon+
HMaisstärke+
HNatrium stearylfumarat+
HSaccharin, Natriumsalz+
HSchwarze Johannisbeer Aroma, C406092, Givaudan+
=Maltodextrin+
=Maisstärke, modifiziert+
=Aromastoffe, natürlich und naturidentisch+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HSorbitol5.84 mg
HTalkum+
HGesamt Natrium Ion1 mmol
=Gesamt Natrium Ion+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
200 Stück 36.45 € Tabletten
50 Stück 14.22 € Tabletten
100 Stück 20.18 € Tabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
200 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
50 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

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