Fachinformation

ATC Code / ATC Name Lansoprazol
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Magensaftresistente Hartkapseln
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 98 Stück: 22.24€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Behandlung des Ulcus duodeni
    • Die empfohlene Dosis beträgt 1-mal täglich 30 mg über 2 Wochen. Bei Patienten, die innerhalb dieses Zeitraums nicht vollständig geheilt sind, wird die Behandlung mit der gleichen Dosis für weitere 2 Wochen fortgesetzt.
  • Behandlung des Ulcus ventriculi
    • Die empfohlene Dosis beträgt 1-mal täglich 30 mg über 4 Wochen. Der Ulcus heilt normalerweise innerhalb von 4 Wochen ab. Bei Patienten, die innerhalb dieses Zeitraums nicht vollständig geheilt sind, kann die Medikation jedoch bei gleicher Dosis für weitere 4 Wochen fortgesetzt werden.
  • Behandlung der Refluxösophagitis
    • Die empfohlene Dosis beträgt 1-mal täglich 30 mg über 4 Wochen. Bei Patienten, die innerhalb dieses Zeitraums nicht vollständig geheilt sind, kann die Behandlung bei gleicher Dosis für weitere 4 Wochen fortgesetzt werden.
  • Prophylaxe der Refluxösophagitis
    • 1-mal täglich 15 mg. Wenn erforderlich, kann die Dosis auf bis zu 30 mg täglich erhöht werden.
  • Eradikation von Helicobacter pylori
    • Bei der Auswahl der geeigneten Kombinationstherapie sollten bezüglich bakterieller Resistenzen, Therapiedauer (in der Mehrzahl der Fälle 7 Tage, jedoch teilweise bis zu 14 Tage) und sachgemäßer Anwendung der antibakteriellen Wirkstoffe offizielle lokale Leitlinien berücksichtigt werden.
    • Die empfohlene Dosis beträgt 2-mal täglich 30 mg Lansoprazol HEXAL® über 7 Tage in Kombination mit einer der folgenden Alternativen:
      • 2-mal täglich 250 - 500 mg Clarithromycin + 2-mal täglich 1 g Amoxicillin
      • 2-mal täglich 250 mg Clarithromycin + 2-mal täglich 400 - 500 mg Metronidazol
    • Eradikationsraten von H. pylori von bis zu 90% wurden erzielt, bei Kombination von Clarithromycin mit Lansoprazol und Amoxicillin oder Metronidazol.
    • 6 Monate nach erfolgreicher Eradikationsbehandlung ist das Risiko für eine Reinfektion gering und das Auftreten eines Rezidivs daher unwahrscheinlich.
    • Die Verwendung eines Therapieregimes bestehend aus 2-mal täglich 30 mg Lansoprazol, 2-mal täglich 1 g Amoxicillin und 2-mal täglich 400 - 500 mg Metronidazol wurde ebenfalls untersucht. Unter Verwendung dieser Kombination wurden niedrigere Eradikationsraten beobachtet als bei Therapieregimen mit Clarithromycin. Die Behandlung kann bei Personen geeignet sein, die Clarithromycin als Bestandteil einer Eradikationsbehandlung nicht einnehmen können, sofern die örtlichen Resistenzraten gegenüber Metronidazol niedrig sind.
  • Behandlung von NSAR-assoziiertem gutartigen Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni bei Patienten, die eine Langzeittherapie mit NSAR benötigen
    • 1-mal täglich 30 mg über 4 Wochen. Bei nicht vollständig geheilten Patienten kann die Behandlung für weitere 4 Wochen fortgeführt werden. Bei Risikopatienten bzw. Patienten mit schlecht heilenden Ulzera sollte wahrscheinlich eine längere Behandlungsdauer und/oder eine höhere Dosis verwendet werden.
  • Prophylaxe von NSAR-assoziiertem Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni bei Risikopatienten (wie zum Beispiel Alter > 65 Jahre oder Ulcus ventriculi bzw. Ulcus duodeni in der Anamnese), die eine Langzeittherapie mit NSAR benötigen
    • 1-mal täglich 15 mg. Bei mangelndem Ansprechen auf die Behandlung sollte als Dosis 1-mal täglich 30 mg verwendet werden.
  • Symptomatische gastroösophageale Refluxerkrankung
    • Die empfohlene Dosis beträgt täglich 15 mg oder 30 mg. Eine Symptomlinderung wird rasch erreicht.
    • Die Dosierung sollte individuell angepasst werden. Falls sich die Symptome innerhalb von 4 Wochen unter einer Tagesdosis von 30 mg nicht gebessert haben, werden weiterführende Untersuchungen empfohlen.
  • Zollinger-Ellison-Syndrom
    • Die empfohlene Initialdosis beträgt 1-mal täglich 60 mg. Die Dosierung sollte individuell angepasst und solange wie erforderlich fortgesetzt werden. Es sind Tagesdosen von bis zu 180 mg verwendet worden.
    • Falls die erforderliche Tagesdosis mehr als 120 mg beträgt, sollte die Tagesdosis auf eine 2-mal tägliche Gabe aufgeteilt werden.
  • Eingeschränkte Nierenfunktion
    • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.
  • Eingeschränkte Leberfunktion
    • Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Lebererkrankung sollten regelmäßig überwacht werden und es wird eine Reduktion der Tagesdosis um 50% empfohlen.
  • Ältere Patienten
    • Aufgrund der reduzierten Elimination von Lansoprazol bei älteren Patienten kann eine individuelle Dosisanpassung erforderlich sein. Eine Tagesdosis von 30 mg sollte bei älteren Patienten außer bei zwingenden klinischen Indikationen nicht überschritten werden.
  • Kinder
    • Da nur begrenzt klinische Daten vorliegen, wird die Anwendung von Lansoprazol HEXAL® bei Kindern nicht empfohlen.
    • Die Behandlung von kleinen Kindern unter 1 Jahr sollte vermieden werden, da die verfügbaren Daten keine günstigen Effekte bei der Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit gezeigt haben.

Indikation

  • Erwachsene
    • Behandlung von Ulcus duodeni und Ulcus ventriculi
    • Behandlung der Refluxösophagitis
    • Prophylaxe der Refluxösophagitis
    • Eradikation von Helicobacter pylori (H. pylori) in Kombination mit einer geeigneten antibiotischen Therapie zur Behandlung von H. pylori bedingten Ulzera
    • Behandlung von NSAR-assoziiertem gutartigen Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni bei Patienten, die eine Langzeittherapie mit NSAR benötigen
    • Prophylaxe von NSAR-assoziiertem Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni bei Risikopatienten, die eine Langzeittherapie mit NSAR benötigen
    • Symptomatische gastroösophageale Refluxkrankheit
    • Zollinger-Ellison-Syndrom

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Rilpivirin /Protonenpumpen-Hemmer
Clozapin /Protonenpumpen-Hemmer
Colchicin /P-Glykoprotein-Inhibitoren
Amifampridin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Methylphenidat, pH-abhängige Wirktofffreisetzung /Stoffe, die den intragastralen pH-Wert erhöhen
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Guanfacin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
HIV-Protease-Inhibitoren /Protonenpumpen-Hemmer

mittelschwer

Ranolazin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Digoxin und Derivate /Protonenpumpen-Hemmer
Vasopressin und Analoge /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Vinflunin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Cilostazol /Protonenpumpen-Hemmer
Pitolisant /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Ledipasvir /Protonenpumpen-Hemmer
Asenapin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Methotrexat /Protonenpumpen-Hemmer
Azol-Antimykotika /Protonenpumpen-Hemmer
Saquinavir /Protonenpumpen-Hemmer
Coffein /Protonenpumpen-Hemmer
HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Protonenpumpen-Hemmer /Tipranavir
Cephalosporine /Protonenpumpen-Hemmer
HCV-Inhibitoren /Protonenpumpen-Hemmer
Proteinkinase-Inhibitoren /Protonenpumpen-Hemmer
Protonenpumpen-Hemmer /Makrolid-Antibiotika

geringfügig

Protonenpumpen-Hemmer /Fluvoxamin
Tacrolimus /Protonenpumpen-Hemmer
Protonenpumpen-Hemmer /Azol-Antimykotika
Riociguat /Protonenpumpen-Hemmer
Ceftriaxon /Lansoprazol
Vitamin-K-Antagonisten /Protonenpumpen-Hemmer
Protonenpumpen-Hemmer /Piperaquin
Protonenpumpen-Hemmer /Johanniskraut
Calcium-Salze /Protonenpumpen-Hemmer
Protonenpumpen-Hemmer /Antazida
Protonenpumpen-Hemmer /Antiandrogene
Mycophenolat /Protonenpumpen-Hemmer
Protonenpumpen-Hemmer /Lumacaftor
Pasireotid /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Protonenpumpen-Hemmer /Rifamycine
Protonenpumpen-Hemmer /Brivaracetam
Theophyllin und Derivate /Lansoprazol
Protonenpumpen-Hemmer /Proteinkinase-Inhibitoren
Vitamin B12 /Protonenpumpen-Hemmer
Metformin /Protonenpumpen-Hemmer

unbedeutend

Linaclotid /Protonenpumpen-Hemmer
Protonenpumpen-Hemmer /Ginkgo biloba
Vismodegib /Protonenpumpen-Hemmer
Ulipristal /Protonenpumpen-Hemmer

Zusammensetzung

WLansoprazol15 mg
HChinolingelb+
HEudragit L 30 D-55+
HGelatine+
HHypromellose+
HMacrogol 6000+
HMannitol+
HMeglumin+
HNatrium dodecylsulfat+
HPolysorbat 80+
HTalkum+
HTitan dioxid+
HZucker-Stärke-Pellets+
=Maisstärke+
=Saccharose100.474 mg

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
56 Stück 16.84 € Magensaftresistente Hartkapseln
98 Stück 22.24 € Magensaftresistente Hartkapseln

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
56 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb
98 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

Die weiteren Kapitel findest du in unseren Android und iOS Apps.

Außerdem kannst du die weiteren Kapitel der offiziellen Fachinformation (als PDF) entnehmen.