Fachinformation

ATC Code / ATC Name Levodopa und Decarboxylasehemmer
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Retard-Tabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 100 Stück: 37.41€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Levodopa Carbidopa Sandoz® 100/25 mg Retardtabletten und Levodopa Carbidopa Sandoz® 200/50 mg Retardtabletten enthalten Carbidopa und Levodopa im Verhältnis 1 : 4 (25 mg Carbidopa und 100 mg Levodopa bzw. 50 mg Carbidopa und 200 mg Levodopa).
  • Die Tagesdosis muss sorgfältig durch schrittweise Dosisanpassung (Dosistitration) ermittelt werden. Abhängig vom Therapieerfolg kann die Dosis schrittweise titriert werden. Eine um bis zu 30% höhere Levodopa-Dosis kann erforderlich werden. Dabei ist auf das Auftreten oder die Zunahme von Übelkeit oder unwillkürlichen Bewegungen wie Dyskinesien, Chorea und Dystonie zu achten. Bei stärkeren gastrointestinalen Beschwerden, besonders beim Auftreten zu Beginn der Behandlung, können Antiemetika wie Domperidon gelegentlich verabreicht werden (keine Metoclopramid-haltigen Präparate!).
  • Die Dosierungshöhe und -abstände müssen individuell nach sorgfältiger Prüfung vom Arzt bestimmt werden.
  • Behandlungsbeginn
    • Patienten, die bisher mit nicht retardierten Levodopa/Decarboxylasehemmer-Präparaten behandelt wurden, sollten zu Beginn der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten täglich etwa 10% mehr Levodopa erhalten als bisher. Eine um bis zu 30% höhere Levodopa-Dosis kann erforderlich werden.
    • Die Dosisabstände sollten verlängert werden und 4 - 12 Stunden betragen.
  • Dosisanpassung
    • Entsprechend dem klinischen Ansprechen können die Dosen und Dosisabstände erhöht oder verringert werden. Die meisten Patienten sprechen ausreichend an auf 2 - 8 Retardtabletten Levodopa Carbidopa Sandoz® 200/50 mg pro Tag, gegeben in Abständen von 4 - 12 Stunden tagsüber, verteilt auf Einzeldosen.
    • Bei Dosen unterschiedlicher Stärken sollte die niedrigere Dosis am Ende des Tages gegeben werden.
    • Es wird ein Intervall von mindestens 3 Tagen für weitere Dosistitrationen empfohlen.
  • Erhaltungstherapie
    • Levodopa/Carbidopa-Retardtabletten werden in der Regel über einen längeren Zeitraum eingenommen (Substitutionstherapie). Die Dauer der Anwendung ist bei guter Verträglichkeit nicht begrenzt.
  • Kombination mit anderen Antiparkinsonmitteln
    • Erfahrungen in der Kombinationsbehandlung mit Anticholinergika, Dopaminagonisten und Amantadin sind beschränkt.
    • Wird eine solche Kombinationsbehandlung angestrebt, kann eine Dosisreduktion der anderen Substanzen bzw. von Levodopa Carbidopa Sandoz® Retardtabletten notwendig werden.
  • Behandlungsende oder -unterbrechung
    • Patienten sollten sorgfältig beobachtet werden, wenn die Gabe von Levodopa Carbidopa Sandoz® Retardtabletten abrupt reduziert oder beendet wird, insbesondere bei Komedikation mit antipsychotisch wirkenden Arzneimitteln.
    • Die pharmakokinetischen Eigenschaften der Retardtabletten können sich verändern, wenn die Tabletten zerbrochen oder zerkaut werden. Daher müssen die Tabletten als Ganzes geschluckt werden.

Indikation

  • Idiopathische Parkinson-Krankheit, insbesondere zur Verkürzung der „Off"-Phase bei Patienten, die zuvor mit schnellfreisetzenden Levodopa/Decarboxylasehemmern oder nur mit Levodopa behandelt wurden und motorische Fluktuationen aufwiesen.
  • Die Erfahrungen mit Levodopa/Carbidopa Retardtabletten bei zuvor nicht mit Levodopa behandelten Patienten sind begrenzt.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Levodopa Carbidopa Sandoz® Retardtabletten dürfen nicht gegeben werden bei
    • Überempfindlichkeit gegen Levodopa, Carbidopa oder einen der sonstigen Bestandteile
    • gleichzeitiger Gabe von nichtselektiven MAO-Hemmern. Diese MAO-Hemmer müssen spätestens zwei Wochen vor Beginn der Therapie mit Levodopa Carbidopa Sandoz® Retardtabletten abgesetzt werden. Levodopa Carbidopa Sandoz® Retardtabletten können gleichzeitig mit selektiven MAO-B-Hemmern (z. B. Selegilin) in der empfohlenen Dosierung angewendet werden.
    • verdächtigen, nicht diagnostizierten Hautveränderungen oder einem anamnestisch bekannten Melanom, da Levodopa ein malignes Melanom aktivieren kann
    • Engwinkelglaukom
  • Levodopa Carbidopa Sandoz® Retardtabletten sind nicht bestimmt für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Levodopa /MAO-Hemmer

mittelschwer

Levodopa /Pyridoxin
Levodopa /Furazolidon
Sympathomimetika /Stoffe, die die Dopaminwirkung verstärken
Levodopa /Isoniazid
Levodopa /Eisen-Salze

geringfügig

Levodopa /Methionin
Levodopa /Aminosäuren
Brivudin /Stoffe, die die Dopaminwirkung verstärken
Levodopa /Clonidin
Levodopa /Penicillamin
Levodopa /Neuroleptika
Levodopa /Metoclopramid
Levodopa /Antidepressiva, trizyklische
Levodopa /Bupropion
Levodopa /Antazida
Levodopa /Hydantoine
Levodopa /Sapropterin
Levodopa /Papaverin
Levodopa und Dopa-Decarboxylase-Hemmer /Baclofen
Methyldopa /Levodopa
Levodopa /Nahrung

unbedeutend

Levodopa /Benzodiazepine
Levodopa /Anticholinergika

Zusammensetzung

WCarbidopa 1-Wasser27 mg
=Carbidopa25 mg
WLevodopa100 mg
HChinolingelb+
HEisen (III) hydroxid oxid x-Wasser+
HEisen (III) oxid+
HFumarsäure+
HHypromellose+
HMacrogol 6000+
HNatrium stearylfumarat+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HTitan dioxid+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
100 Stück 37.41 € Retard-Tabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
100 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb

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