Fachinformation

ATC Code / ATC Name Metoprolol
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Retard-Tabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 100 Stück: 14.77€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Dosierung sollte gemäß folgender Richtlinien angepasst werden:
    • Stabile chronische gering bis mäßig ausgeprägte Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion
      • Die Dosierung von Metoprololsuccinat muss für Patienten mit stabiler symptomatischer Herzinsuffizienz, die wegen ihrer Herzinsuffizienz eine andere Therapie erhalten, individuell angepasst werden. Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit einer Herzinsuffizienz der Klasse NYHA III beträgt während der 1. Woche 1-mal täglich 11,88 mg. Die Dosis kann während der 2. Woche auf täglich 23,75 mg erhöht werden. Die empfohlene Anfangsdosis für Patienten mit einer Herzinsuffizienz der Klasse NYHA II beträgt während der ersten 2 Wochen 1-mal täglich 23,75 mg. Nach den ersten 2 Wochen wird eine Verdoppelung der Dosis empfohlen. Die Dosis wird jede 2. Woche auf bis zu 190 mg täglich oder bis zur höchsten vom Patienten tolerierten Dosis verdoppelt. Für die Langzeitbehandlung sollte eine tägliche Dosis von 190 mg oder die höchste vom Patienten tolerierte Dosis angestrebt werden. Der behandelnde Arzt sollte Erfahrung in der Behandlung einer stabilen symptomatischen Herzinsuffizienz haben. Nach jeder Dosiserhöhung sollte der Zustand des Patienten sorgfältig überwacht werden. Bei einem Blutdruckabfall kann eine Reduktion der Begleitmedikation erforderlich sein. Ein Blutdruckabfall ist nicht notwendigerweise ein Hindernis für eine Langzeitbehandlung mit Metoprolol, aber die Dosis sollte bis zur Stabilisierung des Patienten reduziert werden.
    • Eingeschränkte Nierenfunktion
      • Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
    • Eingeschränkte Leberfunktion
      • Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz, z. B. bei der Behandlung von Patienten mit portokavalem Shunt, sollte eine Dosisreduktion in Erwägung gezogen werden.
    • Ältere Patienten
      • Es gibt keine Hinweise darauf, dass bei ansonsten gesunden älteren Patienten andere Dosierungen erforderlich sind. Bei älteren Patienten ist jedoch Vorsicht geboten, da es durch zu starke Senkung des Blutdruckes oder der Herzfrequenz zu ungenügender Blutversorgung lebenswichtiger Organe kommen kann. Es liegen unzureichende Daten bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Indikation

  • Stabile chronische gering bis mäßig ausgeprägte Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion (Ejektionsfraktion </= 40%) - zusätzlich zur üblichen Standardtherapie mit ACE-Hemmern und Diuretika und bei Bedarf Herzglykosiden.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Metoprolol darf nicht angewendet werden bei:
    • bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Metoprolol und verwandten Derivaten oder einen der sonstigen Bestandteile; Überempfindlichkeit gegenüber anderen Betarezeptorenblockern (eine Kreuzallergie zwischen Betarezeptorenblockern kann auftreten)
    • AV-Block II. oder III. Grades
    • unbehandelter Herzinsuffizienz (Lungenödem, beeinträchtigter Blutfluss oder Hypotonie) und kontinuierlicher oder intermittierender Behandlung, die zu einer Erhöhung der Kontraktilität des Herzmuskels führt (Betarezeptoren-Agonismus)
    • klinisch signifikanter Sinusbradykardie (Herzfrequenz < 45 Schläge/min)
    • Sick-Sinus-Syndrom
    • kardiogenem Schock
    • schweren peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen
    • Hypotonie (systolischer Blutdruck < 90 mmHg)
    • metabolischer Azidose
    • schwerer Form von Asthma bronchiale oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung
    • unbehandeltem Phäochromozytom oder ein Phäochromozytom, das nicht mit Alphablockern behandelt wird
    • gleichzeitiger Anwendung von MAO-Inhibitoren (Ausnahme MAO-B-Inhibitoren)
  • Metoprolol darf nicht angewendet werden bei Patienten mit einem Myokardinfarkt und einer Herzfrequenz < 45 Schläge/min, einem PQ-Intervall > 0,24 Sekunden, einem systolischen Blutdruck < 100 mmHg und/oder schwerer Herzinsuffizienz.
  • Die gleichzeitige intravenöse Anwendung von Kalziumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) ist kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin).

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

CYP2D6-Substrate /Artemether, Lumefantrin
Allergenextrakte /Beta-Blocker
Beta-Blocker /MAO-Hemmer
Beta-Blocker /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge

mittelschwer

Beta-Blocker /Cimetidin
Beta-Blocker /COX-2-Hemmer
Beta-Blocker /Diphenhydramin
CYP3A4-Substrate, diverse /Enzalutamid
CYP2D6-Substrate /Hydroxyzin
Insulin /Beta-Blocker, kardioselektive
Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten /Beta-Blocker
Beta-Blocker /Thyreostatika
Beta-Blocker /Cobicistat
CYP2D6-Substrate /Mirabegron
Beta-Blocker /Panobinostat
Beta-Blocker /Hydralazin
Beta-Blocker /Rifamycine
Beta-Blocker /Somatostatin-Analoga
Beta-Blocker /Darunavir
Ajmalin /Beta-Blocker
Disopyramid /Beta-Blocker
Mutterkorn-Alkaloide /Beta-Blocker
Beta-Sympathomimetika /Beta-Blocker
Beta-Blocker /ZNS-Stimulanzien
Digitalis-Glykoside /Beta-Blocker
Beta-Blocker /Antirheumatika, nicht-steroidale
CYP3A4-Substrate, diverse /Lumacaftor
Theophyllin und Derivate /Beta-Blocker, kardioselektive
Beta-Blocker /Flecainid
Beta-Blocker /Barbiturate

geringfügig

Beta-Blocker /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Beta-Blocker /Sulfinpyrazon
Beta-Blocker /Gefitinib
Beta-Blocker /Antiarrhythmika
Cholinesterase-Hemmer /Beta-Blocker
Beta-Blocker /Ranolazin
Amifostin /Beta-Blocker
Glucagon /Beta-Blocker
Lidocain /Beta-Blocker
Beta-Blocker /Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine
Beta-Blocker /Proteinkinase-Inhibitoren
Beta-Blocker /Fluvoxamin
Beta-Blocker /Hydroxychloroquin
CYP3A4-Substrate, diverse /Sarilumab
CYP2D6-Substrate/Rolapitant
Epinephrin /Metoprolol
Beta-Blocker /Asenapin
Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende /Beta-Blocker
Beta-Blocker /Salicylate
Beta-Blocker /Fingolimod
CYP2D6-Substrate /Abirateron
Beta-Blocker /Chinidin
Alpha-2-Rezeptoragonisten /Beta-Blocker
Beta-Blocker /Kontrazeptiva, orale
Beta-Blocker /Bupropion
Phenformin /Beta-Blocker
Metoprolol /Eliglustat
Beta-Blocker /Gyrase-Hemmer
Beta-Blocker /Propafenon
Beta-Blocker /Cinacalcet
Antidepressiva, trizyklische /Beta-Blocker
Antidiabetika, orale /Beta-Blocker
Beta-Blocker /Muskelrelaxanzien, zentrale
Beta-Blocker /Schilddrüsenhormone
Beta-Blocker /Aluminium-Salze
Beta-Blocker /Terbinafin
Dexmedetomidin /Beta-Blocker
Tasimelteon /Beta-Blocker

unbedeutend

Beta-Blocker /Ranitidin
Beta-Blocker /Ethanol
Benzodiazepine /Beta-Blocker

Zusammensetzung

WMetoprolol succinat23.75 mg
=Metoprolol19.45 mg
=Metoprolol tartrat25 mg
HCellulose, mikrokristallin+
HCrospovidon+
HGlucose+
HHypromellose+
HLactose 1-Wasser+
HMacrogol 4000+
HMagnesium stearat+
HMaisstärke+
HPolyacryl Harz+
HSaccharose+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HTalkum+
HTitan dioxid+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
100 Stück kein gültiger Preis bekannt Retard-Tabletten
30 Stück 12.5 € Retard-Tabletten
50 Stück 13.22 € Retard-Tabletten
100 Stück 14.77 € Retard-Tabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
30 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
50 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

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