Fachinformation

ATC Code / ATC Name Primidon
Hersteller Teva GmbH
Darreichungsform Tabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 200 Stück: 31.96€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • epileptische Anfälle, besonders Grandmal-Anfälle, fokale Anfälle, myoklonische Anfälle des Jugendalters; bei Absencen und anderen kindlichen Petit-mal-Epilepsien als Grandmal-Prophylaxe
    • Therapie einschleichend bis zur optimal wirksamen Dosis aufbauen
    • initial: 60 - 125 mg Primidon / Tag
    • individuelle Dosissteigerung um im Mittel 125 mg Primidon
    • Erhaltungsdosis
      • Gabe üblicherweise in 2 - 3 Einzeldosen
      • Kinder: 20 mg Primidon / kg KG / Tag
        • Tagesgesamtdosis
          • < 2 Jahre: 250 - 500 mg Primidon
          • 2 - 5 Jahre: 500 - 750 mg Primidon
          • 6 - 9 Jahre: 750 - 1000 mg Primidon
          • >= 9 Jahre: 750 - 1500 mg Primidon
      • Erwachsene: 15 mg Primidon / kg KG / Tag
        • Tagesgesamtdosis: 750 - 1500 mg Primidon
    • soweit nicht anders verordnet: folgende Dosierung für nicht vorbehandelte Patienten empfohlen
      • tägliche Gesamtdosis
        • Kinder (2 - 5 Jahre)
          • Hinweis: Säuglinge und Kleinkinder ggf. mit geeigneteren Darreichungsformen behandeln
          • 1. - 3. Tag: 1/4 Tablette abends
          • 4. - 7. Tag: 1/2 Tablette abends
          • 2. Woche: 1/4 Tablette morgens und 1/2 Tablette abends
          • 3. Woche: 1/2 Tablette morgens und 1 Tablette abends
          • ab 4. Woche: 1 Tablette morgens und 1 Tablette abends
          • durchschnittliche Erhaltungsdosis: 2 - 3 Tabletten (500 - 750 mg Primidon) / Tag
        • Kinder (6 - 9 Jahre)
          • 1. - 3. Tag: 1/4 Tablette morgens und 1/4 Tablette abends
          • 4. - 7. Tag: 1/4 Tablette morgens und 1/2 Tablette abends
          • 2. Woche: 1/2 Tablette morgens und 1 Tablette abends
          • 3. Woche: 1 Tablette morgens und 1 Tablette abends
          • ab 4. Woche: 1 Tablette morgens und 2 Tabletten abends
          • durchschnittliche Erhaltungsdosis: 3 - 4 Tabletten (750 - 1000 mg Primidon) / Tag
        • Kinder (> 9 Jahre und Erwachsene)
          • 1. - 3. Tag: 1/4 Tablette morgens und 1/4 Tablette abends
          • 4. - 7. Tag: 1/2 Tablette morgens und 1/2 Tablette abends
          • 2. Woche: 1 Tablette morgens und 1 Tablette abends
          • 3. Woche: 1 1/2 Tabletten morgens und 1 1/2 Tabletten abends
          • ab 4. Woche: 1 1/2 Tabletten morgens und 1 1/2 Tabletten abends
          • durchschnittliche Erhaltungsdosis: 3 - 6 Tabletten (750 - 1500 mg Primidon) / Tag
    • bei einigen Patienten kann es ratsam sein, dann eine höhere Dosis zu geben, wenn die Anfallhäufigkeit am größten ist, z. B.
      • bei vorwiegend nächtlichen Anfällen: höhere oder sogar gesamte Dosis abends einnehmen
      • bei Anfällen, die mit bestimmten Ereignissen einhergehen, z. B. mit der Regelblutung: Dosis zur entsprechenden Zeit erhöhen
    • wenn Behandlung mit einem anderen Antikonvulsivum allein nicht ausreicht oder ein anderes Arzneimittel durch Primidon ersetzt werden soll (z. B. wegen störender Nebenwirkungen)
      • 1. - 3. Tag
        • 1/2 - 1 Tablette (125 - 250 mg Primidon) abends zur bereits bestehenden Behandlung
      • Dosissteigerung: in Abständen von 3 Tagen kann um gleiche Menge gesteigert werden bis etwa Hälfte der als notwendig angesehenen Gesamtdosis erreicht ist
      • dann innerhalb von 2 Wochen
        • bisheriges Arzneimittel schrittweise absetzen und Steigerung der Primidon-Dosis fortsetzen
        • zu schnelles Absetzen des zuvor verabreichten Arzneimittels: eine Reihe epileptischer Anfälle (Status epilepticus) kann ausgelöst werden
          • Ausnahme Barbiturate: das Absetzen und der Ersatz durch Primidon soll rascher erfolgen, weil Primidon zu einem Barbiturat abgebaut wird
            • durch übermäßige Benommenheit des Patienten wird Festlegung der bestwirksamen Primidon-Dosis sonst erschwert
    • Einstellung und Überwachung der Therapie unter Kontrolle der Plasmakonzentration
      • generell akzeptierter therapeutischer Bereich
        • Primidon: 3 - 12 mg / l
        • Phenobarbital: 10 - 30 mg / l
        • PEMA: kein therapeutischer Bereich angegeben
    • regelmäßige Kontrolluntersuchungen des Blutbildes und der Leberenzymaktivitäten sind insbesondere in Anfangsphase und bei Langzeittherapie angezeigt
    • Behandlungsdauer
      • antiepileptische Therapie ist grundsätzlich Langzeittherapie
      • Einstellung, Behandlungsdauer und Absetzen richtet sich nach Krankheitsbild
      • im Einzelfall vom Facharzt (Neurologe, Neuropädiater) zu entscheiden
      • im Allgemeinen sind Dosisreduktion und Absetzen frühestens nach 2- bis 3-jähriger Anfallsfreiheit zu erwägen
        • Absetzen: in schrittweiser Dosisreduktion über 1 - 2 Jahre
        • Kinder können der Dosis / kg KG entwachsen anstelle altersgemäßer Dosisanpassung (wobei sich EEG-Befund nicht verschlechtern sollte)

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • Dosis unter Kontrolle der Plasmakonzentration entsprechend Serumkreatinin-Spiegel verringern
    • > 8,0 mg Primidon / dl: max. 1 Tablette (250 mg Primidon)
  • schlechter Allgemeinzustand, Leberinsuffizienz, eingeschränkte Atemfunktion, ältere Patienten
    • evtl. Dosisreduktion erforderlich

Indikation

  • epileptische Anfälle
    • besonders Grand-mal-Anfälle
    • fokale Anfälle (Jackson-Anfälle, Adversivkrämpfe, psychomotorische Anfälle u. a.)
    • myoklonische Anfälle des Jugendalters (Impulsiv-petit-mal)
  • bei Absencen und anderen kindlichen Petit-mal-Epilepsien ist Primidon bei entsprechenden EEG-Anzeichen als Grandmal-Prophylaxe indiziert

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Primidon - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Primidon oder Barbiturate
  • akute Vergiftung mit zentraldämpfend wirksamen Pharmaka (z.B. Schlafmittel, Analgetika, Psychopharmaka) und Alkohol
  • akute hepatische Porphyrie
  • schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • schwere Myokardschäden

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Elvitegravir /Barbiturate
Daclatasvir /Antikonvulsiva, CYP3A4-induzierende
Azol-Antimykotika /Barbiturate
Lurasidon /Barbiturate
Ethanol /Barbiturate
Proteinkinase-Inhibitoren /Barbiturate
HCV-Protease-Inhibitoren /CYP3A4-Induktoren
Darunavir /Antiepileptika, enzyminduzierende
Clozapin /Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW
HCV-Inhibitoren /Antikonvulsiva
Cariprazin /CYP3A4-Induktoren
Natriumoxybat /Barbiturate
Cobicistat /Barbiturate

mittelschwer

Rufinamid /Barbiturate
Saxagliptin /CYP3A4-Induktoren, starke
Hypnotika /Antiepileptika
Antiepileptika /Hydroxyzin
Immunsuppressiva /Barbiturate
Cabozantinib /Barbiturate
Vinca-Alkaloide /Antiepileptika, enzyminduzierende
CFTR-Modulatoren /CYP3A4-Induktoren, starke
an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe /Aktivkohle
Osimertinib /Barbiturate
Ixazomib /Antiepileptika, enzyminduzierende
Primidon /Carbamazepin
Clozapin /Barbiturate
Dexmedetomidin /Anästhetika, Barbiturate
Irinotecan /Antiepileptika, enzyminduzierende
Relugolix /Antiepileptika
Perampanel /Antiepileptika, enzyminduzierende
Antiepileptika, enzyminduzierende /Folate
Lomustin /Antiepileptika, enzyminduzierende
Faktor Xa-Inhibitoren, orale /Barbiturate
Corticosteroide /Barbiturate
Opioid-Antagonisten /CYP3A4-Induktoren, starke
Primidon /Succinimid-Derivate
Cabazitaxel /Barbiturate
Roflumilast /Barbiturate
Primidon /Hydantoine
Riociguat /Barbiturate
Chinidin /Barbiturate
Methoxyfluran /Barbiturate
Guanfacin /Barbiturate
Doxycyclin /Barbiturate
Clindamycin /CYP3A4-Induktoren
Ranolazin /Barbiturate
Beta-Blocker /Barbiturate
Eliglustat /Barbiturate
Antiepileptika /Stiripentol
Glasdegib /CYP3A4-Induktoren, starke
Estrogene und Gestagene /Barbiturate
Tolvaptan /Barbiturate
Ulipristal /Barbiturate
Vandetanib /CYP3A4-Induktoren, starke
Barbiturate /Opioide
Barbiturate /Valproinsäure
Buspiron /Barbiturate
Sonidegib /CYP3A4-Induktoren, starke
Calcium-Antagonisten, Dihydropyridine /Barbiturate
Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten /Barbiturate
Dronedaron /Barbiturate
Cannabinoide /Barbiturate
Abirateron /CYP3A4-Induktoren
Vitamin-K-Antagonisten /Barbiturate
Exemestan /Barbiturate
Ivabradin /CYP3A4-Induktoren
Trabectedin /Barbiturate
Desfesoterodin /Barbiturate
Panobinostat /Barbiturate
Opioide /Antiepileptika, enzyminduzierende
Dolutegravir /Antiepileptika, enzyminduzierende
Venetoclax /Antiepileptika, enzyminduzierende
Antiepileptika /Terbinafin
Fostamatinib /Antiepileptika, enzyminduzierende
Vemurafenib /Enzyminduktoren
Stoffe mit schwerem myelotoxischem Potential /Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
HIV-Protease-Inhibitoren /Barbiturate
Theophyllin und Derivate /Barbiturate

geringfügig

Barbiturate /Felbamat
Barbiturate /Cenobamat
Barbiturate /Brimonidin
Makrolid-Antibiotika /Barbiturate
Ticagrelor /CYP3A4-Induktoren, starke
Muskelrelaxanzien, zentrale /Barbiturate
Haloperidol /Barbiturate
Amifampridin /Barbiturate
Toremifen /Barbiturate
Canagliflozin /Barbiturate
Empagliflozin /UGT-Induktoren
Antiepileptika /Dabrafenib
Aminochinoline /Barbiturate
Encorafenib /CYP3A4-Induktoren
Teriflunomid /Barbiturate
Primidon /Carboanhydrase-Hemmer
Nitisinon /CYP3A4-Induktoren
Alectinib /Antiepileptika, enzyminduzierende
Barbiturate /Osilodrostat
Antiepileptika /ZNS-Stimulanzien
Doxorubicin /Barbiturate
Phosphodiesterase-5-Hemmer /Barbiturate
Celecoxib /Barbiturate
Griseofulvin /Barbiturate
Ospemifen /CYP-Induktoren, starke
Aripiprazol /Barbiturate
Interferon alpha /Narkotika, Hypnotika und Sedativa
Montelukast /CYP3A4-Induktoren
Verapamil /Barbiturate
Primidon /Nicotinamid
Bosentan /CYP3A4-Induktoren
Hydantoine /Barbiturate
Polatuzumab Vedotin /CYP3A4- Induktoren, starke
Barbiturate /Trimethoprim
Cenobamat /Stoffe, die das QT-Intervall verkürzen können
Primidon /Isoniazid
Siponimod /CYP3A4-Induktoren, starke
Apremilast /Barbiturate
Olaparib /Barbiturate
Benzodiazepine /Barbiturate
Schilddrüsenhormone /Barbiturate
Paracetamol /Barbiturate
Ciclosporin /Barbiturate
Barbiturate /Methylphenidat
Antiepileptika /Antiandrogene
Lacosamid /Barbiturate
Cyclophosphamid /Barbiturate
Benzimidazol-Anthelminthika /Antiepileptika, enzyminduzierende
Hypnotika und Sedativa /Tizanidin
Lomitapid /Barbiturate
Delamanid /Barbiturate
Vitamin D /Antiepileptika, enzyminduzierende
Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential /Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential
Carbamazepin /Barbiturate
CYP3A4, 2C- bzw. Pgp-Substrate /Cefiderocol
Methyldopa /Barbiturate
Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential /Stoffe, leicht-mäßig myelotoxisches Potential

unbedeutend

Barbiturate /Rifamycine
Fenoprofen /Barbiturate
Rucaparib /CYP3A4-Induktoren, starke
Antiepileptika /Ephedrin
Ruxolitinib /Barbiturate
Antidepressiva, tri-und tetrazyklische /Barbiturate
Barbiturate /Pyridoxin
Phenothiazine /Barbiturate
Granisetron, intravenös /Barbiturate

Zusammensetzung

WPrimidon250 mg
HCarmellose, Calciumsalz+
HGelatine+
HMagnesium stearat+
HPovidon K29-32+
HStearinsäure+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
100 Stück 21.86 € Tabletten
50 Stück 16.62 € Tabletten
200 Stück 31.96 € Tabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
50 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
200 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Du hast noch 10 kostenlose Suchen!

Kostenlos, Evidenz-basiert und verfügbar für iOS und Android.

Weitere Kapitel

Die weiteren Kapitel findest du in unseren Android und iOS Apps.

Außerdem kannst du die weiteren Kapitel der offiziellen Fachinformation (als PDF) entnehmen.