Fachinformation

ATC Code / ATC Name Tramadol
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Tabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 50 Stück: 15.41€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Dosierung sollte an die Stärke der Schmerzen und der individuellen Empfindlichkeit des Patienten angepasst werden. Generell sollte die niedrigste zur Schmerzstillung ausreichende Dosis gewählt werden. Tagesdosen von 400 mg Wirkstoff sollten nicht überschritten werden, es sei denn, es liegen besondere medizinische Umstände (z. B. bei Tumorschmerzen und starken Schmerzen nach Operationen) dafür vor.
  • Soweit nicht anders verordnet, soll Tramadolor® tabs wie folgt dosiert werden:
    • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre
      • Bei mäßig starken Schmerzen 1 Tablette Tramadolor® tabs (entsprechend 50 mg Tramadolhydrochlorid).
      • Tritt innerhalb 30 - 60 Minuten keine Schmerzbefreiung ein, kann eine zweite Tablette eingenommen werden.
      • Ist bei starken Schmerzen ein höherer Bedarf zu erwarten, werden als Einzeldosis 2 Tabletten Tramadolor® tabs (entsprechend 100 mg Tramadolhydrochlorid) eingenommen.
      • Die Wirkung hält je nach Schmerzen 4 - 8 Stunden an. Zur Behandlung starker Schmerzen nach Operationen können im On-Demand-Verfahren in den ersten Stunden auch höhere Dosen erforderlich sein. Der Bedarf über 24 Stunden liegt im Allgemeinen nicht höher als bei üblicher Anwendung.
    • Kinder
      • Tramadolor® tabs ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 25 kg Körpergewicht bestimmt und lässt in der Regel für Kinder unter 12 Jahren keine individuelle Dosierung zu. Daher sollte auf geeignetere Darreichungsformen ausgewichen werden.
    • Ältere Patienten
      • Bei akuten Schmerzen wird Tramadolor® tabs nur einmal oder wenige Male eingenommen, sodass eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist. Bei chronischen Schmerzen ist im Regelfall ist eine Dosisanpassung bei Patienten bis zu 75 Jahren ohne klinisch manifeste Leber- oder Niereninsuffizienz nicht erforderlich. Bei älteren Patienten über 75 Jahren kann es zu einer verlängerten Elimination kommen. Daher muss, falls notwendig das Dosierungsintervall entsprechend dem Bedarf des Patienten verlängert werden.
    • Leber- und Niereninsuffizienz/Dialyse
      • Bei Patienten mit Leber- und/oder Niereninsuffizienz ist die Elimination von Tramadol verzögert. Bei diesen Patienten sollte eine Verlängerung des Dosierungsintervalls entsprechend dem individuellen Bedarf in Betracht gezogen werden.
      • Bei Patienten mit schwerer Nieren- und/oder schwerer Leberinsuffizienz wird Tramadol nicht empfohlen.
    • Hinweis
      • Die empfohlenen Dosierungen sind Anhaltswerte. Grundsätzlich sollte die kleinste analgetisch wirksame Dosis gewählt werden. Bei der Therapie chronischer Schmerzen ist der Dosierung nach einem festen Zeitplan der Vorzug zu geben.
  • Dauer der Anwendung
    • Tramadolor® tabs sollte auf keinen Fall länger als therapeutisch unbedingt notwendig eingenommen werden. Wenn entsprechend Art und Schwere der Erkrankung eine länger dauernde Schmerzbehandlung mit Tramadolor® tabs erforderlich erscheint, sollte eine sorgfältige und in kurzen Abständen regelmäßige Überprüfung erfolgen (gegebenenfalls durch Einlegen von Anwendungspausen), ob und inwieweit ein medizinisches Erfordernis weiter besteht.

Indikation

  • Behandlung von mäßig starken bis starken Schmerzen

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Tramadolor® tabs darf nicht eingenommen werden:
    • bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
    • bei akuten Vergiftungen mit Alkohol, Schlafmitteln, Analgetika, Opioiden und Psychopharmaka
    • von Patienten, die MAO-Hemmer erhalten oder innerhalb der letzten 14 Tage angewendet haben
    • bei Epilepsie, die durch Behandlung nicht ausreichend kontrolliert werden kann
    • zur Drogensubstitution.
  • Tramadolor® tabs ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 25 kg Körpergewicht bestimmt (siehe auch Dosierungsanleitung).

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Opioid-Agonisten, reine /Opioid-Agonisten/-Antagonisten
Opioide /MAO-Hemmer
Guanfacin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
CYP2D6-Substrate /Artemether, Lumefantrin
Sibutramin /Opioide
Amifampridin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Natriumoxybat /Opioide
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern

mittelschwer

Cyclobenzaprin /Tramadol
Loxapin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Opioide /Benzodiazepine
CYP2D6-Substrate /Hydroxyzin
Opioide /Rifamycine
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Tramadol
Opioide /Antiepileptika, enzyminduzierende
Aminochinoline /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Antidepressiva, trizyklische /Tramadol
Opioide /Phenothiazine
Vortioxetin /Tramadol
Amifampridin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Opioide /Sarilumab
Opioid-Agonisten /Leteremovir
CYP2D6-Substrate /Dacomitinib
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Tramadol
Opioide /Inhalations-Narkotika, halogenierte
CYP2D6-Substrate /Mirabegron
HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Opioide /Azol-Antimykotika
Opioide /Neuroleptika
Opioide /Ethanol
Vinflunin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Vasopressin und Analoge /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Dexmedetomidin /Opioide
Bupropion /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Ranolazin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Opioide /HIV-Protease-Inhibitoren
Barbiturate /Opioide
Asenapin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Vitamin-K-Antagonisten /Opioide
Pitolisant /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern

geringfügig

Muskelrelaxanzien, zentrale /Opioide
Opioide /Enzalutamid
Tramadol /Serotonin-5HT3-Antagonisten
Pasireotid /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Cannabinoide /Opioide
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Sympathomimetika
CYP2D6-Substrate /Abirateron
Amifampridin /Tramadol
Opioide /Tizanidin
Methoxyfluran /Opioide
Opioide /CYP2D6-Inhibitoren
Opioide /Brimonidin
Opioide /Antitussiva, opioide
Dekongestiva /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können

Zusammensetzung

WTramadol hydrochlorid50 mg
=Tramadol43.92 mg
HCellulose, mikrokristallin+
HCrospovidon+
HErdbeer Aroma+
HLactose 1-Wasser+
HMacrogol 4000+
HMagnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]+
HSaccharin, Natriumsalz+
HSilicium dioxid, hochdispers+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Obstipation B
Risiko für Krampfanfälle B
Anticholinerger Effekt B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
10 Stück 11.77 € Tabletten
50 Stück 15.41 € Tabletten
30 Stück 13.52 € Tabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
10 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
50 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
30 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

Die weiteren Kapitel findest du in unseren Android und iOS Apps.

Außerdem kannst du die weiteren Kapitel der offiziellen Fachinformation (als PDF) entnehmen.