Fachinformation

ATC Code / ATC Name Verapamil
Hersteller 1 A Pharma GmbH
Darreichungsform Filmtabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 100 Stück: 18.25€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Verapamilhydrochlorid, der Wirkstoff von Verapamil 1A-Pharma® ist individuell, dem Schweregrad der Erkrankung angepasst, zu dosieren. Nach langjähriger klinischer Erfahrung liegt die durchschnittliche Dosis bei fast allen Indikationen zwischen 240 mg und 360 mg pro Tag.
  • Eine Tagesdosis von 480 mg sollte als Dauertherapie nicht überschritten werden; eine kurzfristige Erhöhung ist möglich.
  • Soweit nicht anders verordnet gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
    • Erwachsene und Jugendliche über 50 kg Körpergewicht
      • Koronare Herzkrankheit
        • Empfohlene Dosierung:1,2 (120) - 240 - 480 mg
        • Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 - 4 Einzeldosen
      • Hypertonie
        • Empfohlene Dosierung:1,2 (120) - 240 - 360 mg
        • Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 Einzeldosen
      • Paroxysmale, supraventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern/Vorhofflattern
        • Empfohlene Dosierung:1,2 (120) - 240 - 480 mg
        • Verapamilhydrochlorid pro Tag in 3 - 4 Einzeldosen
    • Kinder (Nur bei Störungen der Herzschlagfolge)
      • Ältere Vorschulkinder bis 6 Jahre
        • Empfohlene Dosierung: 80 - 120 mg
        • Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 - 3 Einzeldosen
      • Schulkinder 6 - 14 Jahre
        • Empfohlene Dosierung:3 80 - 360 mg
        • Verapamilhydrochlorid pro Tag in 2 - 4 Einzeldosen
    • 1 Die Anwendung von Verapamil 40 - 1A-Pharma® ist angezeigt bei Patienten, bei denen eine ausreichende Wirksamkeit bereits nach niedrigen Dosen erwartet werden kann (z. B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder älteren Patienten).
    • 2 Verapamil 120 - 1A-Pharma® wird angewendet, sofern mit niedrigeren Dosen (z. B. 240 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
    • 3 Verapamil 80 - 1A-Pharma®/ Verapamil 120 - 1A-Pharma® wird bei Schulkindern angewendet, sofern mit niedrigeren Dosen (z. B. 80 - 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag) keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit von Verapamil Retardtabletten bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
  • Für alle Darreichungsformen:
    • Eingeschränkte Nierenfunktion
      • Die derzeit verfügbaren Informationen werden im Abschnitt "Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen" beschrieben.
      • Verapamilhydrochlorid sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht und unter engmaschiger Beobachtung angewendet werden.
    • Eingeschränkte Leberfunktion
      • Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird in Abhängigkeit vom Schweregrad wegen eines verlangsamten Arzneimittelabbaus die Wirkung von Verapamilhydrochlorid verstärkt und verlängert. Deshalb sollte in derartigen Fällen die Dosierung mit besonderer Sorgfalt eingestellt und mit niedrigen Dosen begonnen werden (z. B. bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen zunächst 2 bis 3-mal täglich 40 mg Verapamilhydrochlorid, entsprechend 80 - 120 mg Verapamilhydrochlorid pro Tag).
  • Verapamilhydrochlorid darf bei Patienten mit Angina pectoris nach Myokardinfarkt erst 7 Tage nach dem akuten Infarktereignis eingesetzt werden.
  • Die Dauer der Anwendung ist nicht begrenzt.
  • Nach einer längeren Therapie sollte Verapamil - 1A-Pharma® grundsätzlich nicht plötzlich, sondern ausschleichend abgesetzt werden.

Indikation

  • Symptomatische koronare Herzkrankheit:
    • chronisch stabile Angina pectoris (Belastungsangina)
    • instabile Angina pectoris (Crescendoangina, Ruheangina)
    • vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina)
    • Angina pectoris bei Zustand nach Myokardinfarkt bei Patienten ohne Herzinsuffizienz, wenn Betarezeptorenblocker nicht angezeigt sind.
  • Störungen der Herzschlagfolge bei:
    • paroxysmaler supraventrikulärer Tachykardie
    • Vorhofflimmern/Vorhofflattern mit schneller AV-Überleitung (außer bei WPW-Syndrom oder Lown-Ganong-Levine-Syndrom).
    • Hypertonie.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Verapamil - 1A-Pharma® darf nicht eingenommen werden bei:
    • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Verapamilhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile
    • Herz-Kreislauf-Schock
    • ausgeprägten Reizleitungsstörungen (wie z. B. SA- bzw. AV-Block II. und III. Grades; außer bei Patienten mit Herzschrittmacher)
    • Sinusknotensyndrom (außer bei Patienten mit Herzschrittmacher)
    • Herzinsuffizienz mit einer reduzierten Auswurffraktion von weniger als 35% und/oder einem Verschlussdruck von mehr als 20 mmHg (sofern nicht Folge einer supraventrikulären Tachykardie, die auf Verapamil anspricht)
    • Vorhofflimmern/-flattern und gleichzeitigem Vorliegen akzessorischer Leitungsbahnen (z. B. WPW- oder Lown-Ganong-Levine-Syndrom). Bei diesen Patienten besteht bei Verapamilgabe ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Kammertachykardie, einschließlich Kammerflimmern.
    • Kombination mit Ivabradin
  • Die gleichzeitige intravenöse Applikation von Betarezeptorenblockern darf bei Patienten während der Behandlung mit Verapamil - 1A-Pharma® nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin).

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Dabigatran /P-Glykoprotein-Inhibitoren
Calcium-Antagonisten /Grapefruit
Dofetilid /Verapamil
Sertindol /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Ivabradin /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Lomitapid /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Cariprazin /CYP3A4-Inhibitoren
Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge /S1P-Modulatoren
Beta-Blocker /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Calcium-Antagonisten /Dantrolen

mittelschwer

Flecainid /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Carbamazepin /Verapamil
Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge /Clonidin
Renin-Inhibitoren /Verapamil
Cholesterin-Synthese-Hemmer /Verapamil
Ciclosporin /Calcium-Antagonisten
Eliglustat /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten /Verapamil
P-Glykoprotein-Substrate /Dabrafenib
Levosimendan /Vasodilatatoren, intravenöse
Ranolazin /Verapamil
CFTR-Modulatoren /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Calcium-Antagonisten /Johanniskraut
Phosphodiesterase-5-Hemmer /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Dapoxetin /Verapamil
CYP3A4-Substrate, diverse /Enzalutamid
Verapamil /Makrolid-Antibiotika
Talazoparib /P-Glykoprotein-Inhibitoren, starke
Dronedaron /Verapamil, Diltiazem
Naloxegol /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Colchicin /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
CYP1A2-Substrate /Givosiran
Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge /Somatostatin-Analoga
Panobinostat /P-Glykoprotein-Inhibitoren
Immunsuppressiva /Calcium-Antagonisten
Relugolix /P-Glykoprotein-Inhibitoren, orale
Tolvaptan /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Verapamil /Rifampicin
Proteinkinase-Inhibitoren /Calcium-Antagonisten
Calcium-Antagonisten /Idelalisib
Calcium-Antagonisten /Imatinib
Haloperidol /Verapamil
Trabectedin /Verapamil
an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe /Aktivkohle
CYP3A4-Substrate, diverse /Lumacaftor
Buspiron /Verapamil
Venetoclax /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Domperidon /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Verapamil /Calcium-Salze
Encorafenib /CYP3A4-Inhibitoren
Chinidin /Verapamil
Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende /Verapamil
Siponimod /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Benzodiazepine, oxidativer Metabolismus /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
CYP3A4-Substrate, diverse /Dabrafenib
Calcium-Antagonisten /HIV-Protease-Inhibitoren
Digitalis-Glykoside /Calcium-Antagonisten
Guanfacin /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Irinotecan /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge

geringfügig

CYP1A2-Substrate /Rucaparib
Daclatasvir /Calcium-Antagonisten
Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge /Ozanimod
Verapamil /Barbiturate
Calcium-Antagonisten /Muskelrelaxanzien, zentrale
Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge /Crizotinib
CYP3A4-Substrate, diverse /Encorafenib
Nitisinon /CYP3A4-Inhibitoren
Verapamil /Cyclophosphamid
CYP1A2-Substrate /Niraparib
Rifaximin /P-Glykoprotein-Inhibitoren
Lurasidon /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Paritaprevir /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
CYP1A2-Substrate /Cannabidiol
Calcium-Antagonisten /Efavirenz
P-Glykoprotein-Substrate /Glecaprevir, Pibrentasvir
Anthracycline /Verapamil
CYP1A2-Substrate /Obeticholsäure
CYP1A2-Substrate /Interferon alpha
Calcium-Antagonisten /Cobicistat
Ospemifen /CYP3A4-Inhibitoren
CYP3A4-Substrate, diverse /Sarilumab
CYP3A4-, OATP1B1-, OATP1B3-Substrate /Remdesivir
Enfortumab Vedotin /CYP3A4-Inhibitoren
Trametinib /P-Glykoprotein-Inhibitoren, starke
Ziprasidon /Verapamil
Amifostin /Calcium-Antagonisten
Amlodipin /Verapamil
Calcium-Antagonisten /Nitrate
CYP1A2-Substrate /Proteinkinase-Inhibitoren
Naldemedin /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Cobimetinib /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Serotonin-5HT1-Agonisten /Verapamil
Desfesoterodin /Verapamil
Lithium /Verapamil
Theophyllin und Derivate /Verapamil
Verapamil /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Ethanol /Verapamil
Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge /Phenytoin
Verapamil /Sulfinpyrazon
Fentanyl und Derivate /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Etomidat /Verapamil
Calcium-Antagonisten /Cilostazol
Antidepressiva, trizyklische /Verapamil
Risperidon /Verapamil
Fidaxomicin /Verapamil
Ticagrelor /CYP3A4-Inhibitoren, mittelstarke
Bictegravir /Verapamil
Tezacaftor /P-Glykoprotein-Inhibitoren
CYP3A4-Substrate, diverse /Ledipasvir
Verapamil /Cimetidin
Dalbavancin /Verapamil
Faktor Xa-Inhibitoren, orale /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Edoxaban /Verapamil
CYP3A4, 2C- bzw. Pgp-Substrate /Cefiderocol
Clindamycin /CYP3A4-Inhibitoren
P-Glykoprotein-Substrate /Ulipristal
CYP1A2-Substrate /Abrocitinib
Ruxolitinib /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge

unbedeutend

Fexofenadin /Verapamil

Zusammensetzung

WVerapamil hydrochlorid120 mg
=Verapamil111.09 mg
HCarboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A+
HCellulose, mikrokristallin+
HHypromellose+
HLactose 1-Wasser+
HMacrogol 4000+
HMagnesium stearat+
HMaisstärke+
HPovidon K25+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HTitan dioxid+
HGesamt Natrium Ion23 mg
=Gesamt Natrium Ion+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Obstipation B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
100 Stück 18.25 € Filmtabletten
50 Stück 15.71 € Filmtabletten
30 Stück 14.11 € Filmtabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
50 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb
30 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb

Weitere Kapitel

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