Fachinformation

ATC Code / ATC Name Risperidon
Hersteller 1 A Pharma GmbH
Darreichungsform Filmtabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 100 Stück: 15.53€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Schizophrenie
    • Tagesdosis verteilt auf 1 - 2 Einzelgaben
    • Initialdosis (Tag 1): 2 mg Risperidon / Tag
    • 2. Tag: Dosiserhöhung auf 4 mg Risperidon / Tag möglich
    • anschließend Beibehalten der Dosis oder individuelle Dosisanpassung
    • übliche Erhaltungsdosis: 4 - 6 mg / Tag
    • in einigen Fällen langsamere Titration sowie eine niedrigere Anfangs- und Erhaltungsdosis sinnvoll
    • Dosen > 10 mg / Tag ohne größere Wirksamkeit, aber möglicherweise mit erhöhter Inzidenz an extrapyramidalen Symptomen
    • maximale Tagesdosis: 16 mg / Tag
    • ältere Patienten
      • Initialdosis: 0,5 mg Risperidon 2mal / Tag
      • Dosiserhöhung, individuell, in Schritten von je 0,5 mg Risperidon 2mal / Tag bis auf 1 - 2 mg 2mal / Tag
      • Maximaldosis: 2 mg Risperidon; morgens und abends
    • Kinder < 18 Jahre
      • Anwendung aufgrund fehlender Daten zur Wirksamkeit nicht empfohlen
  • Manie im Rahme bipolarer Störungen
    • Initialdosis: 2 mg Risperidon 1mal / Tag
    • Dosiserhöhung, in Intervallen von mind. 24 Stunden, um 1 mg Risperidon / Tag
    • flexibler Dosisbereich: 1 - 6 mg / Tag
    • Maximaldosis: 6 mg Risperidon / Tag
    • Behandlungsdauer:
      • kontinuierliche Anwendung von Risperidon muss fortwährend beurteilt und begründet werden
    • ältere Patienten
      • Initialdosis: 0,5 mg Risperidon 2mal / Tag
      • Dosiserhöhung, individuell, in Schritten von je 0,5 mg Risperidon 2mal / Tag bis auf 1 - 2 mg 2mal / Tag
      • umsichtig vorgehen (klinische Erfahrung bei älteren Patienten limitiert)
    • Kinder < 18 Jahre
      • Anwendung aufgrund fehlender Daten zur Wirksamkeit nicht empfohlen
  • anhaltende Aggression bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Alzheimer-Demenz
    • Initialdosis: 0,25 mg Risperidon 2mal / Tag
    • Dosiserhöhung, optional, nicht häufiger als alle 2 Tage, um 0,25 mg Risperidon 2mal / Tag
    • übliche Erhaltungsdosis: 0,5 mg Risperidon 2mal / Tag
    • einige Patienten profitieren auch von Dosen bis 1mg 2mal / Tag
    • Behandlungsdauer:
      • nicht länger als 6 Wochen
      • während der Behandlung häufig und regelmäßig den Bedarf einer kontinuierlichen Behandlung neu bewerten
  • Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen (zwischen 5 und 18 Jahre)
    • Patienten < 50 kg KG
      • initial: 0,25 mg Risperidon 1mal / Tag
      • Dosiserhöhung, optional, je nach klinischem Bild frühestens jeden 2. Tag um zusätzlich 0,25 mg 1mal / Tag
      • übliche Erhaltungsdosis: 0,5 mg Risperidon 1mal / Tag
      • in einigen Fällen Dosen von 0,25 mg Risperidon 1mal / Tag ausreichend oder Dosen von 0,75 mg Risperidon 1mal / Tag erforderlich
    • Patienten >= 50 kg KG
      • initial: 0,5 mg Risperidon 1mal / Tag
      • Dosiserhöhung, optional, je nach klinischem Bild frühestens jeden 2. Tag um zusätzlich 0,5 mg 1mal / Tag
      • übliche Erhaltungsdosis: 1 mg Risperidon 1mal / Tag
      • in einigen Fällen Dosen von 0,5 mg Risperidon 1mal / Tag ausreichend oder Dosen von 1,5 mg Risperidon 1mal / Tag erforderlich
    • Kinder < 5 Jahre
      • keine Anwendung (keine Untersuchung vorhanden)
    • Anwendungsdauer:
      • vom Arzt zu bestimmen
      • Langzeitbehandlung sollte fortwährend beurteilt und begründet werden
  • Absetzen der Risperidon-Behandlung
    • ausschleichend
    • akute Absetzsymptome (einschl. Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Schlaflosigkeit) wurden sehr selten nach einer abrupten Beendigung einer hochdosierten antipsychotischen Medikation beschrieben
    • erneutes Auftreten der psychotischen Symptome sowie unwillkürlicher Bewegungsstörungen (z. B. Akathisie, Dystonie, Dyskinesie) möglich

Dosisanpassung

  • Nieren- und Lebererkrankungen
    • Halbierung der Anfangs- und Erhaltungsdosis sowie langsamere Aufdosierung
    • Anwendung mit Vorsicht
  • Umstellung von anderen Antipsychotika auf Risperidon:
    • Wenn möglich, allmähliches Ausschleichen der Vormedikation überlappend mit der Einstellung auf Risperidon
    • beim Umstellen von Depot-Antipsychotika auf Risperidon:
      • anstelle der nächsten planmäßigen Injektion die Behandlung mit Risperidon einleiten
      • Notwendigkeit einer Fortführung der vorbestehenden Begleitmedikation mit Anti-Parkinsonmitteln in regelmäßigen Abständen überprüfen

Indikation

  • Behandlung der Schizophrenie
  • Behandlung mäßiger bis schwerer manischer Episoden assoziiert mit bipolaren Störungen
  • Kurzzeitbehandlung (bis zu 6 Wochen) von anhaltender Aggression bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Alzheimer-Demenz
    • die auf nicht-pharmakologische Methoden nicht ansprechen
    • und wenn ein Risiko für Eigen- und Fremdgefährdung besteht
  • symptomatische Kurzzeitbehandlung (bis zu 6 Wochen) von anhaltender Aggression bei Verhaltensstörung bei Kindern im Alter ab 5 Jahren und Jugendlichen mit unterdurchschnittlicher intellektueller Funktion oder mentaler Retardierung
    • die gemäß der DSM-IV-Kriterien diagnostiziert wurden
    • bei denen der Schweregrad der aggressiven oder anderen störenden Verhaltensweisen eine pharmakologische Behandlung erfordert
    • die pharmakologische Behandlung sollte ein integraler Bestandteil eines umfassenden Behandlungsprogramms sein, welches psychosoziale und erzieherische Maßnahmen beinhaltet
    • es wird empfohlen, dass Risperidon von einem Spezialisten für Kinderneurologie, für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder von einem Arzt, der mit der Behandlung von Verhaltensstörung bei Kindern und Jugendlichen gut vertraut ist, verordnet wird

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Risperidon - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Risperidon

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Neuroleptika /HCV-Protease-Inhibitoren
Amifampridin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Neuroleptika /Makrolid-Antibiotika
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
H1-Antihistaminika /Neuroleptika
Gonadotropin-Releasing-Hormon-Antagonisten /Neuroleptika
Guanfacin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Neuroleptika /Antiprotozoenmittel
Neuroleptika /Gyrase-Hemmer
Antiarrhythmika /Neuroleptika
Neuroleptika /HIV-Protease-Inhibitoren
Antidepressiva, tri- und tetrazyklische /Neuroleptika
Risperidon /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Neuroleptika /Cobicistat
Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
CYP2D6-Substrate /Artemether, Lumefantrin
Toremifen /Neuroleptika
Clozapin /Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW

mittelschwer

Vortioxetin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Vasopressin und Analoge /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Vinflunin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Risperidon /Azol-Antimykotika
Opioide /Neuroleptika
Asenapin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Ethanol /Neuroleptika
Neuroleptika, atypisch /Idelalisib
Neuroleptika /Bupropion
Pitolisant /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Neuroleptika /Tetrabenazin
Amifampridin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
CYP2D6-Substrate /Mirabegron
Histamin /Neuroleptika
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Tramadol
Loxapin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
CYP2D6-Substrate /Hydroxyzin
Neuroleptika /Anticholinergika
Aminochinoline /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können

geringfügig

Risperidon /Rifamycine
Neuroleptika /COX-2-Hemmer
CYP2D6-Substrate /Abirateron
Risperidon /Verapamil
Valproinsäure /Risperidon
Risperidon /Lamotrigin
Neuroleptika /Tizanidin
Cholesterin-Synthese-Hemmer /Neuroleptika
Angiotensin-II-Antagonisten /Neuroleptika
Neuroleptika /Enzalutamid
Thiazid-Diuretika /Neuroleptika
Risperidon /Phenothiazine
Dopamin-Agonisten /Neuroleptika
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Sympathomimetika
Risperidon /Carbamazepin
Clozapin /Risperidon
Levodopa /Neuroleptika
ACE-Hemmer /Neuroleptika, atypisch
Pasireotid /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Methylphenidat /Neuroleptika

Zusammensetzung

WRisperidon0.5 mg
HCellulose, mikrokristallin+
HCroscarmellose, Natriumsalz+
HEisen (III) oxid+
HHypromellose+
HLactose 1-Wasser+
=Lactose23.8 mg
HMagnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HStearinsäure+
HTitan dioxid+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Orthostase-Syndrom C
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
20 Stück 11.82 € Filmtabletten
100 Stück 15.53 € Filmtabletten
50 Stück 13.16 € Filmtabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
20 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
50 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

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