Fachinformation

ATC Code / ATC Name Articain, Kombinationen
Hersteller Merz Dental GmbH
Darreichungsform Injektionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 100X1.7 Milliliter: 83.86€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1ml Injektionslösung enthält 40 mg Articainhydrochlorid und 0,006 mg Epinephrinhydrochlorid
(entsprechend 0,005 mg Epinephrin)

  • Infiltrations- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde
    • kleinste Volumen an Lösung verwenden, das zu einer wirksamen Anästhesie führt
    • Extraktion von Oberkieferzähnen
      • 1,7 ml Artinestol 1:200.000 / Zahn, dabei kann auf die schmerzhaften palatinalen Injektionen verzichtet werden
      • bei Reihenextraktionen benachbarter Zähne Reduzierung der Injektionsmenge möglich
    • Schnitt oder Naht am Gaumen
      • palatinale Injektion von ca. 0,1 ml / Einstich
    • bei glatten Extraktionen von Unterkiefer-Prämolaren
      • Infiltrationsanästhesie von 1,7 ml Artinestol 1:200.000 / Zahn
        • vereinzelt ist eine bukkale Nachinjektion von 1- 1,7 ml erforderlich
        • ggf. in seltenen Fällen Injektion am Foramen mandibulare
    • Kavitätenpräparationen und Kronenstumpfbeschleifungen
      • Vestibuläre Injektionen von 0,5 - 1,7 ml Artinestol 1:200.000 / Zahn
    • Behandlung von Unterkiefer-Prämolaren
      • die Leitungsanästhesie anwenden
    • bei chirurgischen Eingriffen
      • individuelle Dosierung, je nach Schwere und Dauer des Eingriffes und der beim Patienten gegebenen Voraussetzungen
    • bei Anwendung in der Mundhöhe
      • Maximaldosis: 500 mg Articain (entspr. 12,5ml Injektionslösung)
      • für den gesunden Erwachsenen bis zu 7mg Articain / kg KG

Dosisanpassung

  • Kinder
    • individuell unter Berücksichtigung von Alter und Gewicht des Kindes
    • Maximaldosis: 2 - 3 mg Articain / kg KG
      • z. B. bei Kindern mit 20 - 30 kg KG: 1,5 ml Artinestol 1:200.000
  • ältere Patienten
    • ggf. erhöhte Plasmaspiegel von Articain und Epinephrin, insbesondere bei wiederholter Anwendung (z.B. Nachinjektion) nimmt das Risiko einer Kumulation von Articain zu
    • niedrigeren Dosisbereich anwenden (Mindestmenge für ausreichende Anästhesietiefe)
  • Niereninsuffizienz
    • niedrigeren Dosisbereich anwenden (Mindestmenge für ausreichende Anästhesietiefe)
  • Leberinsuffizienz
    • niedrigeren Dosisbereich anwenden (Mindestmenge für ausreichende Anästhesietiefe)
  • bei Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen, wie Arteriosklerose, Angina pectoris
    • Dosisreduktion

 

Indikation

  • Infiltrations- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde, insbesondere bei Routineeingriffen

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Articain, Kombinationen - invasiv

Articain plus Epinephrin (Adrenalin)

  • Kontraindikationen wegen Articain-Anteil
    • Überempfindlichkeit gegen Articain oder andere Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ
    • schwere Störungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems am Herzen (z.B. AV-Block II. und III.Grades, ausgeprägte Bradykardie)
    • akute dekompensierte Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung)
    • schwere Hypotonie
    • intravenöse Anwendung
  • Kontraindikation wegen Epinephrin-Anteil:
    • Überempfindlichkeit gegen Epinephrin (Adrenalin)
    • Engwinkelglaukom
    • Schilddrüsenüberfunktion
    • paroxysmale Tachykardie oder hochfrequente absolute Arrhythmien
    • Myokardinfarkt innerhalb der letzten 3 - 6 Monate
    • Koronararterien-Bypass innerhalb der letzten 3 Monate
    • Patienten, die nicht kardioselektive Betablocker (z.B. Propranolol) einnehmen
      • Gefahr einer hypertensiven Krise oder schweren Bradykardie
    • Phäochromozytom
    • schwere Hypertonie
    • gleichzeitige Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva oder MAO-Hemmern
      • da diese Wirkstoffe die Herz-Kreislauf- Wirkungen von Epinephrin verstärken können; kann bis zu 14 Tage nach Beendigung einer Behandlung mit MAO-Hemmern zutreffen
    • nicht indiziert für Anästhesie der Endglieder von Extremitäten, z.B. Finger und Zehen
      • Risiko einer Ischämie

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Darvadstrocel /Lokalanästhetika
Sympathomimetika /MAO-Hemmer

mittelschwer

Loxapin /Epinephrin
Epinephrin und Derivate /Beta-Blocker, nicht-kardioselektive
Guanethidin /Sympathomimetika
Antiadiposita, zentral wirksam /Sympathomimetika
Sympathomimetika, direkte /Antidepressiva, tri- und tetrazyklische
Sympathomimetika, direkte /Noradrenalin-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, sele
Sympathomimetika /Rauwolfia-Alkaloide
Sympathomimetika /Stoffe, die die Dopaminwirkung verstärken

geringfügig

Lokalanästhetika /Oxytocin
Muskelrelaxanzien, periphere /Lokalanästhetika
ZNS-Stimulanzien /Sympathomimetika
Antidiabetika /Sympathomimetika
Epinephrin /Metoprolol
Sympathomimetika /Schilddrüsenhormone
Alprostadil /Sympathomimetika
ACE-Hemmer /Sympathomimetika
Sympathomimetika /Oxytocin-Derivate
Epinephrin /Phenothiazine

unbedeutend

Sympathomimetika /Lithium

Zusammensetzung

WArticain hydrochlorid68 mg
=Articain60.27 mg
WEpinephrin hydrochlorid0.01 mg
=Epinephrin0.0085 mg
HDinatrium sulfit1.122 mg
=Schwefel dioxid+
HNatrium chlorid+
HNatrium hydroxid+
HSalzsäure, konzentriert+
HWasser, für Injektionszwecke+
HGesamt Natrium Ion1 mmol
=Gesamt Natrium Ion+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
100X1.7 Milliliter 83.86 € Injektionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
100X1.7 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

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