Fachinformation

ATC Code / ATC Name Gadopentetsäure
Hersteller Bayer Vital GmbH GB Pharma
Darreichungsform Injektionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 20 Milliliter: 95.0€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 1,88 mg Gadopentetat-Dimeglumin (entspricht 0,002 mmol Gadopentetat-Dimeglumin, entsprechend 0,32 mg Gadolinium)

  • Diagnostikum zur Kontrastverstärkung bei der direkten Magnetresonanz-Arthrographie
    • Erwachsene und Jugendliche
      • allgemein
        • Dosierung richtet sich nach Größe des zu untersuchenden Gelenks und ist im Einzelfall vom Arzt festzulegen
        • Empfehlungen für die Anwendung beziehen sich auf eine Feldstärke zwischen 0,2 - 1,5 Tesla
        • geringstmögliche Dosis verwenden, mit der eine für diagnostische Zwecke ausreichende Kontrastverstärkung erzielt wird
        • injiziertes Volumen soll eine geringfügige Ausdehnung der Gelenkkapsel bewirken
          • solange injizieren, bis ein leichter Widerstand zu fühlen ist und / oder der Patient ein leichtes Druckgefühl in dem betroffenen Gelenk verspürt
          • damit ist sichergestellt, dass die Gelenkkapsel eine genügende aber nicht übermäßige Distension erfährt
      • Dosierungsvorschläge
        • Schultergelenk: 5 - 25 ml Injektionslösung
        • Ellbogengelenk: 4 - 10 ml Injektionslösung
        • Kniegelenk: 20 - 40 ml Injektionslösung
        • Handgelenk: 3 - 9 ml Injektionslösung
        • Hüftgelenk: 5 - 25 ml Injektionslösung
        • Sprunggelenk: 4 - 19 ml Injektionslösung
      • Hinweise für die Handhabung
        • Infektionen
          • zur Vermeidung einer Infektion: strikt aseptische Technik erforderlich (Hautdesinfektion, Abdecken mit einem sterilen Tuch, Verwenden steriler Handschuhe, Verwenden eines Mundschutzes während der Punktion und Injektion)
          • bei Anzeichen einer Infektion des betroffenen Gelenkes: Patient darüber aufklären, dass er den behandelnden Arzt aufsucht
        • Vermeidung einer übermäßigen Kontrastmittelverdünnung
          • nach dem Platzieren der Nadel in dem Gelenk kann vor der Injektion des Arzneimittels durch vorsichtiges Aspirieren vorhandene Gelenkflüssigkeit entfernt werden
          • besonders bei kleinen Gelenken: möglichst geringe Mengen von Lokalanästhetika und / oder jodhaltigem Kontrastmittel zur Kontrolle der Nadelposition injizieren
        • zu starke Verdünnung des Arzneimittels
          • durch Gelenkflüssigkeit, Lokalanästhetikum und jodhaltigem Kontrastmittel
            • darf nicht größer als 1 : 5, da ansonsten mit einer nicht hinreichenden Signalverstärkung zu rechnen ist
          • Untersuchung direkt im Anschluss an die Kontrastmittelgabe durchführen
          • bei Fehlen einer Signalverstärkung durch den T1-Effekt: auf Sequenzen zurückgreifen, die zumindest die Gelenkdistension ausnutzen (Flüssigkeitgewichtete Sequenzen (T2), Fett-supprimierte Sequenzen)
        • Anwendung in großen Gelenken mit Dosierungen >/= 20 ml
          • Anwendung einer 2. Spritze erforderlich: Injektionsnadel am ursprünglichen Injektionsort belassen, nicht aus dem Gelenk entfernen

Dosisanpassung

  • Kinder
    • keine klinischen Erfahrungen vorhanden
    • Anwendung nicht empfohlen

Indikation

  • Diagnostikum
    • Kontrastverstärkung bei der direkten Magnetresonanz-Arthrographie für die Diagnostik folgender Gelenke
      • Schultergelenk
        • Teilrupturen der Rotatorenmanschette
        • Abriss des Labrum glenoidale
        • Verletzungen des Labrum-Bizepssehnen-Komplexes
        • Verletzungen der Bizepssehne in ihrem intraartikulären Verlauf
      • Ellbogengelenk
        • Bandrupturen
      • Handgelenk
        • Beurteilung von Bändern und ulnokarpalen Komplexen
      • Hüftgelenk
        • Labrumrupturen
        • freie Gelenkkörper
        • Knorpelläsionen
      • Kniegelenk
        • Nachweis residualer oder rekurrierender Meniskusrupturen
        • freie Gelenkkörper
        • Plicae synoviales
        • Stabilität osteochondraler Defekte
      • Sprunggelenk
        • Schädigungen des Bandapparates
        • freie Gelenkkörper
      • allgemein bei allen Gelenken
        • Nachweis osteochondraler Gelenkkörper
        • Beurteilung des Gelenkknorpels
        • Diagnostik eines Impingement-Syndroms
    • Hinweise
      • durch das direkte Einbringen des Kontrastmittels werden die Gelenkinnenräume gedehnt, so dass sich die intraartikulären Strukturen sowie die Gelenkkapselpathologien besser darstellen lassen
      • Arzneimittel nur dann anwenden, wenn die diagnostische Information notwendig ist und mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden kann und kein anderes zugelassenes Arzneimittel angewendet werden kann

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Gadopentetsäure - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Gadopentetsäure
  • terminale Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml / Min. / 1,73m2)
  • Darreichungsform zur Applikation mittels Injektomaten
    • Säuglinge und Kleinkinder < 2 Jahren

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

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Zusammensetzung

WGadopentetsäure, Dimegluminsalz37.6 mg
=Gadolinium (III) Ion6.4 mg
=Gadopentetsäure, Dimegluminsalz0.04 mmol
HMeglumin+
HNatrium chlorid+
HPentetsäure+
HWasser, für Injektionszwecke+
HGesamt Natrium Ion67.6 mg

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
20 Milliliter 95.0 € Injektionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
20 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

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