Fachinformation

ATC Code / ATC Name Dexamethason
Hersteller acis Arzneimittel GmbH
Darreichungsform Injektionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 3X1 Milliliter: 12.7€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Ampulle enthält in 1 ml Injektionslösung 4,37 mg Dexamethasondihydrogenphosphat-Dinatrium (4 mg Dexamethason-21-dihydrogenphosphat).

  • systemische Anwendung: Hirnödem; polytraumatischer Schock; Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge; schwerer akuter Asthmaanfall; ausgedehnte akute schwere Hautkrankheiten; Autoimmunerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes; aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform; schwere Infektionskrankheiten mit toxischen Zuständen (nur bei gleichzeitiger antiinfektiöser Therapie); Palliativtherapie maligner Tumoren; postoperatives oder Zytostatika-induziertes Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata
    • Dosierung abhängig von Art und Schwere der Erkrankung und vom individuellen Ansprechen
    • i.A. Anwendung relativ hoher Initialdosen; bei akuten schweren Verlaufsformen deutlich höher als bei chron. Erkrankungen
    • Therapieende:
      • abruptes Absetzen einer mehr als ca. 10 Tage durchgeführten Medikation kann zu Exazerbation bzw. Rezidiv der Grunderkrankung sowie zum Auftreten einer akuten NNR-Insuffizienz/einem Cortison-Entzugssyndrom führen
      • deshalb ist bei vorgesehenem Absetzen die Dosis langsam zu reduzieren
    • Hirnödem
      • initial, in Abhängigkeit von Ursache und Schweregrad: 8 - 10 (- 80) mg Dexamethasondihydrogenphosphat i.v.
      • anschließend 16 - 24 (- 48) mg Dexamethasondihydrogenphosphat / Tag i.v., verteilt auf 3 - 4 (- 6) Einzeldosen
      • Behandlungsdauer: 4 - 8 Tage
      • längerfristige, niedriger dosierte Gabe ggf. während Bestrahlung bzw. bei konservativer Therapie inoperabler Hirntumoren erforderlich
    • Hirnödem infolge bakterieller Meningitis
      • Einnahmebeginn vor 1. Antibiotikagabe
      • 0,15 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / kg KG 1mal / 6 Stunden
      • Behandlungsdauer: 4 Tage
      • Kinder
        • 0,4 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / kg KG 1mal / 12 Stunden
        • Behandlungsdauer: 2 Tage
    • posttraumatischer Schock / Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge
      • initial: 40 - 100 mg Dexamethasondihydrogenphosphat i.v.
      • anschließend Dosiswiederholung nach 12 Stunden oder 16 - 40 mg Dexamethasondihydrogenphosphat 1mal / 6 Stunden
      • Behandlungsdauer: 2 - 3 Tage
      • Kinder
        • initial: 40 mg Dexamethasondihydrogenphosphat i.v.
    • schwerer akuter Asthmaanfall
      • initial: 8 - 20 mg Dexamethasondihydrogenphosphat i.v.
      • anschließend, falls notwendig: 8 mg Dexamethasondihydrogenphosphat 1mal / 4 Stunden
      • Kinder
        • 0,15 - 0,3 mg Dexamethasondihydrogenphosphat i.v. oder oral
        • oder 1,2 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / kg KG als Bolus
        • anschließend 0,3 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / kg KG 1mal / 4 - 6 Stunden
      • Aminophyllin und Sekretolytika können zusätzlich verabreicht werden
    • akute Hautkrankheiten
      • je nach Art und Ausmaß der Erkrankung: 8 - 40 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / Tag i.v.; in Einzelfällen bis 100 mg
      • anschließend orale Weiterbehandlung in fallender Dosierung
    • aktive Phasen von rheumatischen Systemerkrankungen
      • systemischer Lupus erythematodes: 6 - 16 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / Tag
    • aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform
      • schnell destruierend verlaufende Formen: 12 - 16 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / Tag
      • extraartikuläre Manifestationen: 6 - 12 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / Tag
    • schwere Infektionskrankheiten, toxische Zustände (z.B. Tuberkulose, Typhus)
      • Anwendung nur in Kombination mit entsprechender antiinfektiöser Therapie
      • 4 - 20 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / Tag i.v.
      • in Einzelfällen (z. B. Typhus) initial bis 200 mg Dexamethasondihydrogenphosphat
    • Palliativtherapie maligner Tumoren
      • initial: 8 - 16 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / Tag
      • bei länger dauernder Therapie: 4 - 12 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / Tag
    • Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata
      • vor Beginn der Chemotherapie: 10 - 20 mg Dexamethasondihydrogenphosphat i.v. oder oral
      • danach, falls erforderlich: 4 - 8 mg Dexamethasondihydrogenphosphat 2 - 3mal / Tag
        • für 1 - 3 Tage (mäßig emetogene Chemotherapie)
        • bis zu 6 Tage (hoch emetogene Chemotherapie)
    • Prophylaxe und Therapie von postoperativem Erbrechen
      • Einzeldosis vor Beginn der Operation: 8 - 20 mg Dexamethasondihydrogenphosphat i.v.
      • Kinder (>= 2 Jahre)
        • 0,15 - 0,5 mg Dexamethasondihydrogenphosphat / kg KG
        • max. Einzeldosis: 16 mg Dexamethasondihydrogenphosphat
    • Behandlungsdauer
      • richtet sich nach Indikation
  • lokale Anwendung: intraartikuläre Injektionen bei persistierende Entzündung in einem oder wenigen Gelenken nach Allgemeinbehandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen, aktivierter Arthrose, akuten Formen der Periarthropathia humeroscapularis; Infiltrationstherapie (strenge Indikationsstellung) bei nicht-bakterieller Tendovaginitis und Bursitis, Periarthropathie, Insertionstendopathien; Ophthalmologie: subkonunktivale Anwendung bei nicht-infektiöser Keratokonjunktivitis, Skleritis (mit Ausnahme der nekrotisierenden Skleritis), Uveitis anterior und intermedia
    • lokale Infiltrations- und Injektionstherapie: 4 - 8 mg Dexamethasondihydrogenphosphat
    • Injektion in kleine Gelenke/subkonjunktivale Applikation: 2 mg Dexamethasondihydrogenphosphat
    • Behandlungsdauer
      • richtet sich nach Indikation
      • intraartikuläre Injektion
        • i.d.R. 1malige Anwendung für erfolgreiche Symptomlinderung ausreichend
        • erneute Injektion, falls notwendig, frühestens nach 3 - 4 Wochen
        • max. 3 - 4 Injektionen / Gelenk

Dosisanpassung

  • Hypothyreose; Leberzirrhose
    • ggf. vergleichsweise niedrige Dosierung bzw. Dosisreduktion

Indikation

  • systemische Anwendung
    • Hirnödem, ausgelöst durch
      • Hirntumor
      • neurochirurgische Eingriffe
      • Hirnabszeß
      • bakterielle Meningitis
    • polytraumatischer Schock / Prophylaxe der posttraumatischen Schocklunge
    • schwerer akuter Asthmaanfall
    • parenterale Anfangsbehandlung ausgedehnter akuter schwerer Hautkrankheiten wie
      • Erythrodermie
      • Pemphigus vulgaris
      • akute Ekzeme
    • parenterale Anfangsbehandlung von Autoimmunerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes (insbes. viszerale Formen)
    • aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform, z.B. schnell destruierend verlaufende Formen und/oder mit extraartikulären Manifestationen
    • schwere Infektionskrankheiten mit toxischen Zuständen (z.B. Tuberkulose, Typhus, Brucellose) nur bei gleichzeitiger antiinfektiöser Therapie
    • Palliativtherapie maligner Tumoren
    • Prophylaxe und Therapie von postoperativem oder Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata
  • lokale Anwendung
    • intraartikuläre Injektionen
      • persistierende Entzündung in einem oder wenigen Gelenken nach Allgemeinbehandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen
      • aktivierte Arthrose
      • akute Formen der Periarthropathia humeroscapularis
    • Infiltrationstherapie (strenge Indikationsstellung)
      • nicht-bakterielle Tendovaginitis und Bursitis
      • Periarthropathien
      • Insertionstendopathien
    • Ophtalmologie
      • subkonjunktivale Anwendung bei nichtinfektiöser
        • Keratokonjunktivitis
        • Skleritis (mit Ausnahme der nekrotisierenden Skleritis)
        • Uveitis anterior und intermedia

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Dexamethason - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Dexamethason
  • Infektionen im Anwendungsbereich
  • Bekannte Blutungsneigung
  • sonst für eine kurzfristige Anwendung bei vitaler Indikation keine Gegenanzeigen
  • bei längerdauernder Therapie
    • Magen-Darm-Ulzera
    • schwere Osteoporose
    • psychiatrische Anamnese
    • akute Virusinfektionen (Varizellen, Herpes zoster, Herpes simplex)
    • HBsAG-positive chronisch-aktive Hepatitis
    • ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen
    • systemische Mykosen und Parasitosen
    • Poliomyelitis
    • Lymphadenitis nach BCG-Impfung
    • Eng- und Weitwinkelglaukom
  • intraartikuläre Injektion
    • Infektionen innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu behandelnden Gelenk
    • bakteriellen Gelenkentzündungen
    • Instabilität des zu behandelnden Gelenks
    • Blutungsneigung (spontan oder durch gerinnungshemmende Arzneimittel
    • periartikuläre Kalzifikation
    • nicht vaskularisierter Knochennekrose
    • Sehnenruptur
    • Charcot-Gelenk
  • subkonjuktivale Injektion
    • virus-, bakterien- und pilzbedingten Augenerkrankungen
    • Verletzungen des Auges
    • ulzerösen Prozessen der Hornhaut des Auges
  • Die periartikuläre Injektion und Infiltration bei akuter Epikondylitis humeri ist kontraindiziert bei
    • Injektionen im Bereich infizierter Haut
    • Injektionen nahe von oder durch Psoriasherde
    • hämorrhagischer Diathese
    • schweren Allgemeininfektionen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Corticosteroide /HIV-Protease-Inhibitoren
Lebend-Impfstoffe /Corticosteroide
Cladribin /Corticosteroide
Reverse-Transkriptase-Hemmer, nicht-nukleosidische/Dexamethason
Histamin /Corticosteroide
Brivudin /Glucocorticoide
Daclatasvir /Dexamethason, systemisches
Saccharomyces cerevisiae (boulardii) /Corticosteroide
HCV-Protease-Inhibitoren /CYP3A4-Induktoren

mittelschwer

Cabozantinib /Corticosteroide
Corticosteroide /Carbamazepin
Antikoagulanzien /Corticosteroide, systemisch
Temsirolimus /Corticosteroide
Asparaginase /Corticosteroide
Saxagliptin /CYP3A4-Induktoren, starke
Vortioxetin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Mifamurtid /Corticosteroide
Corticosteroide /Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten
Bupropion /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Salicylate /Corticosteroide
Antirheumatika, nicht-steroidale /Corticosteroide
Proteinkinase-Inhibitoren /Corticosteroide
Interleukine /Corticosteroide
Corticosteroide /Aminoglutethimid
Corticosteroide /Rifamycine
GD2-Antikörper /Corticosteroide
Everolimus /Corticosteroide
Corticosteroide /ACE-Hemmer
Corticosteroide /Dabrafenib
Glucocorticoide /Cobicistat
Antidiabetika /Corticosteroide
Talimogen laherparepvec /Immunsuppressiva
Corticosteroide /Nefazodon
Diuretika, kaliuretische /Corticosteroide
Corticosteroide /Enzalutamid
Aminochinoline /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Corticosteroide /Johanniskraut
Corticosteroide /Lumacaftor
Gyrase-Hemmer /Corticosteroide
Loxapin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Corticosteroide /Grapefruit
Corticosteroide /Azol-Antimykotika
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Tramadol
Corticosteroide /Barbiturate
Corticosteroide /Hydantoine
Tacrolimus /Corticosteroide
Digitalis-Glykoside /Glucocorticoide, Mineralcorticoide
Amifampridin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können

geringfügig

Corticosteroide /HCV-Protease-Inhibitoren
Tot- und Toxoid-Impfstoffe /Corticosteroide
Domperidon /Corticosteroide
Glycopyrronium /Corticosteroide
Corticosteroide /Deferasirox
Cholinesterase-Hemmer /Corticosteroide
Corticosteroide, oral /Antazida
Glucocorticoide, Mineralcorticoide /Süßholz
Bosentan /CYP3A4-Induktoren
Beta-Sympathomimetika /Corticosteroide
Corticosteroide /Idelalisib
Empagliflozin /UGT-Induktoren
Lomitapid /Corticosteroide
Streptozocin /Immunsuppressiva
Corticosteroide /Laxanzien
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Sympathomimetika
Muskelrelaxanzien, nicht-depolarisierende /Corticosteroide
Corticosteroide /Harn alkalisierende Mittel
Atezolizumab /Corticosteroide
Immunsuppressiva /PARP-Inhibitoren
Pembrolizumab /Immunsuppressiva
Cyclophosphamid /Corticosteroide
Schilddrüsenhormone /Glucocorticoide
Anti-PD1-Antikörper /Immunsuppressiva
Opioide /UGT2B7-Induktoren
Amlodipin /Corticosteroide
Phenbutyrat /Corticosteroide
Corticosteroide /Amphotericin B
Vitamin D /Glucocorticoide

unbedeutend

Corticosteroide /Ephedrin

Zusammensetzung

WDexamethason dihydrogenphosphat, Dinatriumsalz4.37 mg
=Dexamethason3.32 mg
=Dexamethason 21-dihydrogenphosphat4 mg
HDinatrium edetat+
HGesamt Natrium Ion1 mmol
=Natrium Ion23 mg
HNatrium chlorid+
HNatrium hydroxid+
HPropylenglycol+
HWasser, für Injektionszwecke+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Natriumspiegel B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
100 Stück 61.55 € Injektionsloesung
10 Stück 16.09 € Injektionsloesung
1 Stück 11.71 € Injektionsloesung
3X1 Milliliter 12.7 € Injektionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
10 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
1 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
3X1 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

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