Fachinformation

ATC Code / ATC Name Ropivacain
Hersteller ratiopharm GmbH
Darreichungsform Ampullen
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 5X20 Milliliter: 53.72€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml enthält 10 mg Ropivacain-HCl

  • Erwachsene und Kinder > 12 Jahre
    • Dosierungsangaben sind Leitfaden für gebräuchliche Blockaden
    • kleinste wirksame Dosis nach Erfahrung des Klinikers sowie nach Kenntnis des Allgemeinzustandes des Patienten festlegen
    • Anästhesie für Operationen (z. B. epidurale Applikation): erfordert im Allgemeinen höhere Konzentrationen und Dosen
    • zur Epiduralanästhesie wird eine Konzentration von 10 mg / ml empfohlen, da hier eine ausgeprägte motorische Blockade für die Operation erforderlich ist
    • Schmerztherapie (z. B. epidurale Applikation zur Beherrschung akuter Schmerzzustände): niedrigere Konzentrationen und Dosen empfohlen
    • bei länger dauernden Blockaden, entweder durch kontinuierliche Infusion oder durch wiederholte Bolusinjektion, müssen die Risiken toxischer Plasmakonzentrationen oder lokaler Nervenläsionen bedacht werden
      • von Erwachsenen gut vertragene Dosen
        • bei Operationen und postoperativer Analgesie über einen Zeitraum von 24 Stunden kumulativ verabreichte Dosen von bis zu 675 mg Ropivacainhydrochlorid
        • postoperativ über einen Zeitraum von 72 Stunden kontinuierlich über eine epidurale Infusion verabreichte Dosen von bis zu 28 mg / Stunde
      • eine begrenzte Anzahl von Patienten erhielt höhere Dosen von bis zu 800 mg / Tag, die mit relativ wenigen unerwünschten Wirkungen verbunden waren
    • zur Behandlung postoperativer Schmerzen wird folgende Technik empfohlen:
      • falls dies nicht schon präoperativ durchgeführt, wird mit einem Epiduralkatheter mit Ropivacainhydrochlorid 7,5 mg / ml eine Epiduralanästhesie eingeleitet
      • die Analgesie wird mit einer Infusion von Ropivacainhydrochlorid 2 mg / ml aufrechterhalten
      • Infusionsgeschwindigkeiten von 6 - 14 ml / Stunde (12 - 28 mg) sichern bei mäßigen bis schweren postoperativen Schmerzen in den meisten Fällen eine ausreichende Analgesie mit nur geringer und nicht progressiver motorischer Blockade
      • max. Anwendungsdauer der Epiduralblockade: 3 Tage
      • analgetischen Effekt engmaschig überwachen, damit bei geringem Restschmerz der Katheter baldmöglichst entfernt werden kann
      • mit dieser Technik wird eine signifikante Reduktion des Bedarfes an Opioiden erreicht
    • bei länger andauernden kontinuierlichen peripheren Nervenblockaden, entweder durch kontinuierliche Infusion oder wiederholte Injektionen
      • Risiko von toxischen Plasmakonzentrationen bzw. von lokalen Nervenläsionen bedenken
      • in klinischen Prüfungen wurde vor dem Eingriff eine femorale Nervenblockade mit 300 mg Ropivacainhydrochlorid (Konzentration 7,5 mg/ml) und ein Interskalenusblock mit 225 mg Ropivacainhydrochlorid (Konzentration 7,5 mg/ml) gesetzt
        • die Schmerzfreiheit wurde anschließend mit Ropivacainhydrochlorid 2 mg / ml aufrechterhalten
        • Infusionsraten oder intermittierende Injektionen von 10 - 20 mg / Stunde über 48 Stunden führten zu ausreichender Analgesie und wurden gut vertragen
    • zur Epiduralanästhesie bei chirurgischen Eingriffen wurden Einzeldosen bis zu 250 mg Ropivacain angewendet und gut vertragen
    • Chirurgische Anästhesie
      • Lumbale Epiduralanästhesie
        • Chirurgie:
          • Konzentration 10,0 mg/ml: Volumen 15 - 20 ml (Dosis 150 - 200 mg Ropivacainhydrochlorid); Beginn nach 10 - 20 Minuten; Dauer 4 - 6 Stunden
        • Kaiserschnitt
          • Konzentrationen über 7,5mg/ml sind für die Indikation Kaiserschnitt nicht dokumentiert

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • Einzeldosen oder Kurzzeitanwendung: Dosisanpassung im Allgemeinen nicht erforderlich
    • Azidose, verminderte Plasmaproteinkonzentration (häufig bei chronischem Nierenversagen): erhöhen evtl. systemische Toxizität
  • Leberinsuffizienz
    • schwer
      • Anwendung mit besonderer Vorsicht (Ropivacain wird in Leber metabolisiert)
      • wiederholte Verabreichung: evtl. Dosireduktion erforderlich
  • Kinder </= 12 Jahre
    • evtl. toxische, systemische und zentrale Nebenwirkungen
    • geringer konzentrierte Lösungen geeigneter
    • Anwendung bei Frühgeborenen nicht belegt

Indikation

Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre

  • Anästhesie in der Chirurgie
    • Epiduralanästhesie für chirurgische Eingriffe einschließlich Kaiserschnitt
    • Plexusblockaden
    • Leitungs- und Infiltrationsanästhesie

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Ropivacain - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Ropivacain
  • Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Amidtyp
  • intravenöse Regionalanästhesie
  • Paracervikalanästhesie in der Geburtshilfe
  • Hypovolämie
  • allgemeine Gegenanzeigen in Verbindung mit einer Epiduralanästhesie unabhängig vom verwendeten Lokalanästhetikum berücksichtigen

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

mittelschwer

Ropivacain /Fluvoxamin

geringfügig

Lokalanästhetika /Oxytocin
Muskelrelaxanzien, periphere /Lokalanästhetika
Ropivacain /Gyrase-Hemmer

unbedeutend

Ropivacain /Azol-Antimykotika

Zusammensetzung

WRopivacain hydrochlorid100 mg
=Ropivacain88.27 mg
HNatrium chlorid+
HNatrium hydroxid Lösung 4%+
HSalzsäure 3,6%+
HWasser, für Injektionszwecke+
HGesamt Natrium Ion30 mg

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
5X20 Milliliter 53.72 € Ampullen
5X10 Milliliter 35.89 € Ampullen

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
5X20 Milliliter verkehrsfähig außer Vertrieb
5X10 Milliliter verkehrsfähig außer Vertrieb

Weitere Kapitel

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