Fachinformation

ATC Code / ATC Name Oxycodon
Hersteller Zentiva Pharma GmbH
Darreichungsform Retard-Tabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 100 Stück: 253.9€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • starke Schmerzen, die nur mit Opioidanalgetika angemessen behandelt werden können
    • Dosierung abhängig von Schmerzintensität und individuellem Ansprechen des Patienten auf Behandlung
    • Langzeitanwendung von Oxycodon
      • kann zu Toleranzentwicklung führen
        • dadurch höhere Dosen erforderlich, um gewünschten analgetischen Effekt zu erzielen
        • es besteht Kreuztoleranz mit anderen Opioiden
    • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
      • Anfangsdosis bei Opioid-naiven Patienten allgemein
        • 10 mg Oxycodonhydrochlorid / 12 Stunden
          • unter Umständen Anfangsdosis von 5 mg
            • da hierdurch Inzidenz von Nebenwirkungen minimiert werden kann
      • Patienten, die bereits Opioide erhalten haben
        • können Behandlung unter Berücksichtigung ihrer Opioid-Erfahrungen bereits mit höheren Dosierungen beginnen
          • 10 - 13 mg Oxycodonhydrochlorid entsprechen ca. 20 mg Morphinsulfat
            • jeweils bezogen auf retardierte Formulierung
          • aufgrund individueller Unterschiede in der Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Opioiden
            • Einleitungsdosis
              • 50 - 75% der errechneten Oxycodondosis
      • Oxycodon-Retardtabletten Einnahme nach einem festen Zeitschema
        • zusätzliche Gabe von nicht retardierte Analgetika als Bedarfsmedikation zur Beherrschung von Durchbruchschmerzen
          • Oxycodon-Retardtabletten sind für die Behandlung vo akuten Schmerzen und/oder Durchbruchschmerzen nicht vorgesehen
          • Einzeldosis
            • sollte 1/6 der äquianalgetischen Tagesdosis der Oxycodon-Retardtabletten entsprechen
          • Anwendung der Bedarfsmedikation > 2mal / Tag
            • Dosis von Oxycodon erhöhen
          • Dosisanpassungen
            • nicht > 1mal im Abstand von 1 - 2 Tagen
              • bis stabile Einstellung mit Gabe 2mal / Tag erreicht
      • nach Dosiserhöhung von 10 mg auf 20 mg / 12 Stunden
        • weitere Dosiserhöhungen in Schritten von jeweils etwa 1/3 der Tagesdosis
          • Ziel ist patientengerechte Dosierung
            • adäquate Schmerzlinderung bei tolerablen Nebenwirkungen und min. Bedarfsmedikation bei Gabe 2mal / Tag
              • solange Schmerztherapie benötigt
      • gleichmäßige Gabe (gleiche Dosis morgens und abends) nach festem Zeitschema (alle 12 Stunden)
        • für Mehrzahl der Patienten angemessen
        • einige Patienten
          • von Vorteil, Mengen ungleich zu verteilen
      • allgemein
        • geringste analgetisch ausreichend wirksame Dosis wählen
      • Behandlung von non-malignen Schmerzen
        • allgemein
          • 40 mg / Tag ausreichend
          • höhere Dosierungen evtl. erforderlich
      • Patienten mit Tumorschmerzen
        • allgemein 2 - 3 Retardtabletten (80 - 120 mg) / Tag
        • in Einzelfällen
          • Steigerung bis zu 10 Retardtabletten (400 mg) / Tag
          • auch wenn höhere Dosierungen erforderlich
            • Dosis individuell unter ausgewogener Berücksichtigung von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen finden
      • Anwendungsdauer
        • nicht länger als nötig
        • längerfristige Behandlung aufgrund von Art und Schweregrad der Erkrankung nötig
          • eingehende und regelmäßige Überprüfung erforderlich
            • ob und in welchem Umfang weitere Behandlung erforderlich
        • chronische Anwendung von Oxycodon
          • kann zu körperlicher Abhängigkeit führen
          • abrupte Beendigung der Therapie
            • Entzugserscheinungen können auftreten
          • wenn Behandlung mit Oxycodon nicht mehr erforderlich
            • evtl. Tagesdosis schrittweise reduzieren
              • um Auftreten eines Entzugssyndroms zu vermeiden
    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Kinder < 12 Jahre
      • Anwendung nicht empfohlen (Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht ausreichend untersucht)
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • Therapiebeginn sollte einem konservativen Ansatz folgen
      • empfohlene Anfangsdosis sollte um 50 % reduziert werden
      • Dosistitration entsprechend der klinischen Situation des Patienten bis zu einer ausreichenden Schmerzkontrolle
    • eingeschänkte Leberfunktion
      • Therapiebeginn sollte einem konservativen Ansatz folgen
      • empfohlene Anfangsdosis sollte um 50 % reduziert werden
      • Dosistitration entsprechend der klinischen Situation des Patienten bis zu einer ausreichenden Schmerzkontrolle
      • schwere Einschränkung der Leberfunktion
        • engmaschige Überwachung
    • andere Risikopatienten
      • opioid-naive Patienten mit geringem Körpergewicht oder mit langsamer Metabolisierung von Arzneimitteln
        • Reduktion der Anfangsdosis für Erwachsene um 50 %
        • Dosisanpassung entsprechend der jeweiligen klinischen Situation

Indikation

  • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
    • starke Schmerzen, die nur mit Opioidanalgetika angemessen behandelt werden können

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Oxycodon - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Oxycodon
  • schwere Atemdepression mit Hypoxie und/oder Hyperkapnie
  • schwere chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • schweres Bronchialasthma
  • Cor pulmonale
  • erhöhte Kohlendioxid-Konzentration im Blut
  • paralytischer Ileus
  • akutes Abdomen
  • verzögerte Magenentleerung

 

     

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Streptozocin /Stoffe mit potentiell nephrotoxischen UAW
Natriumoxybat /Opioide
CYP2D6-Substrate /Artemether, Lumefantrin
Opioid-Agonisten, reine /Opioid-Agonisten/-Antagonisten
Opioide /MAO-Hemmer
Opium-Derivate, motilitätshemmende /Laxanzien, quellende

mittelschwer

Opioide /Reverse-Transkriptase-Hemmer, nicht-nukleosidische
Opioide /Neuroleptika
Dexmedetomidin /Opioide
Opioide /Ethanol
Barbiturate /Opioide
Opioide /HIV-Protease-Inhibitoren
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Opioide
CYP2D6-Substrate /Hydroxyzin
Opioide /Phenothiazine
Opioide /H1-Antihistaminika
Opioide /Rifamycine
Opioide /Antiepileptika, enzyminduzierende
Opioide /Benzodiazepine
Opioid-Agonisten /Leteremovir
Opioide /Sarilumab
Opioide /Inhalations-Narkotika, halogenierte
CYP2D6-Substrate /Mirabegron
Antidepressiva, tri- und tetrazyklische /Opioide
Opioide /Azol-Antimykotika
Opioide /Cimetidin

geringfügig

Opioide /Tizanidin
CYP2D6-Substrate /Abirateron
Methoxyfluran /Opioide
Inotersen /Stoffe mit potenziell nephrotoxischen UAW
Anticholinergika /Opioide
Opioide /Makrolid-Antibiotika
Opioide /Brimonidin
Sildenafil /Opioide
Opioide /CYP2D6-Inhibitoren
Cannabinoide /Opioide
Opioide /Enzalutamid
Muskelrelaxanzien, zentrale /Opioide
Alkaloide /Eichenrinde
Oxycodon /Pregabalin
Opioide /Antitussiva, opioide

Zusammensetzung

WOxycodon hydrochlorid40 mg
=Oxycodon35.9 mg
HCarmellose, Natriumsalz+
HCellulose, mikrokristallin+
HEisen (III) oxid+
HEthyl cellulose+
HHyprolose+
HHypromellose+
HMacrogol 3350+
HMagnesium stearat+
HPoly(vinylalkohol)+
HPropylenglycol+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HTalkum+
HTitan dioxid+
HZucker-Stärke-Pellets+
=Saccharose+
=Maisstärke+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Obstipation C
Orthostase-Syndrom B
Anticholinerger Effekt B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
50 Stück 131.65 € Retard-Tabletten
20 Stück 58.83 € Retard-Tabletten
100 Stück 253.9 € Retard-Tabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
50 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
20 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

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