Fachinformation

ATC Code / ATC Name Ropivacain
Hersteller Fresenius Kabi Deutschland GmbH
Darreichungsform Infusionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 5X200 Milliliter: 78.97€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Infusionslösung enthält 2 mg Ropivacainhydrochlorid

  • Akute Schmerztherapie
    • Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
      • Lumbale Epiduralanalgesie
        • Bolus
          • 10 - 20 ml (20 - 40 mg Ropivacainhydrochlorid)
          • Beginn der Blockade: 10 - 15 Min.
          • Dauer der Blockade: 0,5 - 1,5 Stunden
        • intermittierende Injektionen (top-up), z. B. Behandlung von Wehenschmerz
          • 10 - 15 ml (20 - 30 mg Ropivacainhydrochlorid)
          • Minimum Intervall: 30 Min.
        • kontinuierliche Infusion, z. B. bei Wehenschmerz
          • 6 - 10 ml (12 - 20 mg Ropivacainhydrochlorid) / Stunde
        • postoperative Schmerztherapie
          • 6 - 14 ml (12 - 28 mg Ropivacainhydrochlorid) / Stunde
      • Thorakale Epiduralanalgesie
        • kontinuierliche Infusion (postoperative Schmerztherapie)
          • 6 - 14 ml (12 - 28 mg Ropivacainhydrochlorid) / Stunde
      • Leitungs- und Infiltrationsanästhesie (z. B. kleinere Nervenblockaden und Infiltration)
        • 1 - 100 ml (2,0 - 200 mg Ropivacainhydrochlorid)
        • Beginn der Blockade: 1 - 5 Min.
        • Dauer der Blockade: 2 - 6 Stunden
      • Periphere Nervenblockade (N.-femoralis oder interskalenäre Blockade)
        • kontinuierliche Infusion oder intermittierende Injektionen (z. B. postoperative Schmerztherapie)
          • 5 - 10 ml (10 - 20 mg Ropivacainhydrochlorid) / Stunde
      • Hinweise
        • niedrigste Dosis anwenden, die für eine wirksame Blockade notwendig ist
        • ausschlaggebende Faktoren für die Dosis: Erfahrung des Arztes und Kenntnis über den Allgemeinzustand des Patienten
        • bei länger dauernden Blockaden, durch kontinuierliche epidurale Infusion oder durch wiederholte Bolusverabreichung, Risiken toxischer Plasmakonzentrationen oder lokaler Nervenläsionen in Betracht ziehen
        • von Erwachsenen gut vertragene Dosen
          • kumulativ verabreichte Dosen bis zu 675 mg bei Operationen und postoperativer Analgesie über einen Zeitraum von 24 Stunden
          • bis zu 28 mg / Stunde postoperativ, kontinuierlich verabreicht über einen Zeitraum von 72 Stunden über eine epidurale Infusion
        • begrenzte Anzahl von Patienten erhielt Dosen von bis zu 800 mg / Tag, die mit relativ wenigen unerwünschten Wirkungen verbunden waren
        • bei kontinuierlicher peripherer Regionalanästhesie (kontinuierliche Infusion) oder wiederholten Blockaden (wiederholte Injektionen):
          • in klinischen Prüfungen wurde vor dem Eingriff eine femorale Nervenblockade mit 300 mg Ropivacainhydrochlorid 7,5 mg/ml und ein Interskalenusblock mit 225 mg Ropivacainhydrochlorid 7,5 mg/ml gesetzt
          • Schmerzfreiheit wurde anschließend mit Ropivacainhydrochlorid 2 mg/ml aufrechterhalten
          • Infusionsraten oder intermittierende Injektionen von 10 - 20 mg / Stunde über 48 Stunden führten zu ausreichender Analgesie und wurden gut vertragen
        • Infusionsgeschwindigkeiten von 6 - 14 ml / Stunde (12 - 28 mg) sichern bei mäßigen bis schweren postoperativen Schmerzen in den meisten Fällen eine ausreichende Analgesie mit nur geringer und nicht progressiver motorischer Blockade
        • max. Anwendungsdauer der Epiduralblockade: 3 Tage
        • in klinischen Prüfungen wurde Ropivacainhydrochlorid 2mg/ml als epidurale Infusion alleine oder gemischt mit 1 bis 4 µg/ml Fentanyl bis zu 72 Stunden zur Behandlung von postoperativen Schmerzen gegeben; Kombination von Ropivacainhydrochlorid und Fentanyl verbesserte die Schmerzlinderung, verursachte aber opioidtypische Nebenwirkungen
    • Kinder (0 - einschließlich 12 Jahre), intra- und postoperativ
      • singulärer kaudaler Epiduralblock (Blockade unterhalb von T12 bei einem KG bis zu 25 kg):
        • 1 ml (2 mg Ropivacainhydrochlorid) / kg KG
      • kontinuierliche epidurale Infusion (bei einem KG von bis zu 25 kg)
        • 0 - 6 Monate
          • Bolus-Dosis: 0,5 - 1 ml (1 - 2 mg Ropivacainhydrochlorid) / kg KG
            • Hinweise
              • Dosen im unteren Dosisbereich für thorakale epidurale Blockaden empfohlen
              • Dosen im oberen Bereich für lumbale oder kaudale epidurale Blockaden empfohlen
          • Infusion bis zu 72 Stunden: 0,1 ml (0,2 mg Ropivacainhydrochlorid) / kg KG / Stunde
        • 6 - 12 Monate
          • Bolus-Dosis: 0,5 - 1 ml (1 - 2 mg Ropivacainhydrochlorid) / kg KG
            • Hinweise
              • Dosen im unteren Dosisbereich für thorakale epidurale Blockaden empfohlen
              • Dosen im oberen Bereich für lumbale oder kaudale epidurale Blockaden empfohlen
          • Infusion bis zu 72 Stunden: 0,2 ml (0,4 mg Ropivacainhydrochlorid) / kg KG / Stunde
        • 1 - 12 Jahre
          • Bolus-Dosis: 1 ml (2 mg Ropivacainhydrochlorid) / kg KG
            • Hinweis
              • Dosis empfohlen für lumbale epidurale Blockaden (es ist sinnvoll, die Bolusgabe für eine thorakale epidurale Analgesie zu reduzieren)
          • Infusion bis zu 72 Stunden: 0,2 ml (0,4 mg Ropivacainhydrochlorid) / kg KG / Stunde
      • Hinweise
        • Fraktionierung der berechneten Dosis des Lokalanästhetikums bei jeder Anwendungsart empfohlen
        • übergewichtige Kinder: schrittweise Dosisreduzierung oft notwendig (Dosierung sollte dann auf dem idealen KG basieren)
        • max. Volumen für die einzelne kaudale Epiduralanästhesie und für die epiduralen Bolusinjektionen: 25 ml / Patient
        • für Faktoren, die spezifische Blockadetechniken beeinflussen und für individuelle Patientenbedürfnisse sollten Lehrbücher konsultiert werden
        • eine einzelne kaudale Epiduralinjektion von Ropivacainhydrochlorid 2 mg / ml bewirkt bei der Mehrzahl der Patienten eine adäquate postoperative Analgesie unterhalb T12 (wenn eine Dosis von 2 mg / kg in einem Volumen von 1 ml / kg verwendet wird)
          • um eine abweichende Ausbreitung der Nervenblockade zu erreichen: Anpassung des Volumens der kaudalen Epiduralinjektion gemäß Empfehlung der Fachliteratur
        • bei Kindern > 4 Jahren wurden Dosierungen bis zu 3 mg / kg KG bei einer Ropivacainhydrochlorid-Konzentration von 3 mg / ml untersucht (allerdings treten bei dieser Konzentration vermehrt motorische Blockaden auf)

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • Dosisanpassung bei Anwendung von Einzeldosen oder bei Kurzzeitanwendung im Allgemeinen nicht erforderlich
  • Leberinsuffizienz, schwer
    • mit besonderer Vorsicht anwenden
    • bei wiederholter Verabreichung: Verminderung der Dosierung zur Anpassung an verzögerte Ausscheidung kann erforderlich werden
  • Frühgeborene
    • Anwendung von Ropivacainhydrochlorid wurde nicht untersucht, unabhängig von Art der Anwendung.

Indikation

  • Behandlung akuter Schmerzzustände bei Erwachsenen und Kindern >12 Jahre:
    • kontinuierliche epidurale Infusion oder intermittierende Bolusverabreichung zur postoperativen und geburtshilflichen Analgesie
    • Leitungs- und Infiltrationsanästhesie
    • kontinuierliche periphere Nervenblockade durch kontinuierliche Infusion oder intermittierende Bolusinjektionen, z. B. zur Behandlung postoperativer Schmerzen
  • Behandlung akuter Schmerzen bei Neugeborenen (0 - 27 Tage), Kleinkindern (28 Tage - 23 Monate) und Kindern (<= 12 Jahre), während und nach Operationen
    • kaudale Epiduralblockade
    • kontinuierliche epidurale Infusion

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Ropivacain - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Ropivacain
  • Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Amidtyp
  • intravenöse Regionalanästhesie
  • Paracervikalanästhesie in der Geburtshilfe
  • Hypovolämie
  • allgemeine Gegenanzeigen in Verbindung mit einer Epiduralanästhesie unabhängig vom verwendeten Lokalanästhetikum berücksichtigen

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Darvadstrocel /Lokalanästhetika

mittelschwer

Ropivacain /Fluvoxamin

geringfügig

Lokalanästhetika /Oxytocin
Muskelrelaxanzien, periphere /Lokalanästhetika
Ropivacain /Gyrase-Hemmer

unbedeutend

Ropivacain /Azol-Antimykotika

Zusammensetzung

WRopivacain hydrochlorid200 mg
=Ropivacain176.54 mg
HNatrium chlorid+
HNatrium hydroxid+
HSalzsäure, konzentriert+
HWasser, für Injektionszwecke+
HGesamt Natrium Ion340 mg
=Natrium Ion14.8 mmol

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
5X200 Milliliter 78.97 € Infusionsloesung
5X100 Milliliter 50.75 € Infusionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
5X200 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb
5X100 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

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