Fachinformation

ATC Code / ATC Name Ropivacain
Hersteller B. Braun Melsungen AG
Darreichungsform Injektionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 20X20 Milliliter: 115.35€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 7,5 mg Ropivacainhydrochlorid

  • Anästhesie in der Chirurgie
    • Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
      • Anwendung nur von oder unter Aufsicht von Ärzten mit Erfahrung in der Regionalanästhesie
      • Anästhesie für Operationen (z. B. epidurale Applikation): erfordert im Allgemeinen höhere Konzentrationen und Dosen
      • zur Epiduralanästhesie wird eine Konzentration von 10 mg / ml empfohlen, da hier eine ausgeprägte motorische Blockade für die Operation erforderlich ist
      • Schmerztherapie (z. B. epidurale Applikation zur Beherrschung akuter Schmerzzustände): niedrigere Konzentrationen und Dosen empfohlen
      • die niedrigste Dosis anwenden, die für eine wirksame Blockade notwendig ist
      • für die Bestimmung der Dosis sind die Erfahrung des Arztes und die Kenntnis über den Allgemeinzustand des Patienten ausschlaggebend
      • folgende Angaben dienen als Leitfaden für gebräuchliche Blockaden bei Erwachsenen
        • Lumbale Epiduralanästhesie
          • Chirurgie:
            • 15 - 25 ml (113 - 188 mg Ropivacainhydrochlorid) über 3 - 5 Stunden (Beginn: 10 - 20 Min.)
          • Kaiserschnitt:
            • 15 - 20 ml (113 - 150 mg Ropivacainhydrochlorid) über 3 - 5 Stunden (Beginn: 10 - 20 Min.)
            • zunehmende Dosen sind anzuwenden
              • initial: ca. 100 mg (13 ml - 14 ml) über 3 - 5 Min.
              • 2 zusätzliche Dosen (insgesamt 50 mg) bei Bedarf verabreichen
            • höhere Konzentrationen (> 7,5 mg / ml) nicht dokumentiert
        • Thorakale Epiduralanästhesie
          • Einleitung einer Blockade für die postoperative Schmerzbehandlung:
            • je nach Höhe der Injektion: 5 - 15 ml (38 - 113 mg Ropivacainhydrochlorid) (Beginn: 10 - 20 Min.)
        • Plexusblockade
          • Plexus-brachialis-Blockaden:
            • 30 - 40 ml (225 mg - 300 mg Ropivacainhydrochlorid) über 6 - 10 Stunden (Beginn: 10 - 25 Min.)
            • Einzeldosen bis zu 300 mg Ropivacainhydrochlorid wurden gut vertragen
          • Hinweis:
            • für andere Plexusblockaden können geringere Dosen erforderlich sein
            • es liegen bisher keine Erfahrungen für spezifische Dosisempfehlungen für andere Blockaden vor
            • die Dosis je nach Verabreichungsort und Patientenzustand anpassen
            • interskalenäre und supraclaviculare Plexusblockaden können zu einer größeren Häufigkeit von schwerwiegenden Nebenwirkungen führen
            • nach Verabreichung von 40 ml Ropivacainhydrochlorid 7,5 mg /ml für eine Plexus-brachialis-Blockade erreicht die maximale Plasmakonzentration von Ropivacain bei einigen Patienten einen Spiegel, der eine leichte ZNS-Toxizität hervorruft
            • Dosen > 40 ml Ropivacainhydrochlorid 7,5 mg /ml (300 mg Ropivacain) daher nicht empfohlen
        • Leitungs- und Infiltrationsanästhesie
          • z. B. kleinere Nervenblockaden und Infiltration:
            • 1 - 30 ml (7,5 - 225 Ropivacainhydrochlorid) über 2 - 6 Stunden (Beginn: 1 - 15 Min.)
      • bei länger dauernden Blockaden, entweder durch kontinuierliche Infusion oder durch wiederholte Bolusinjektion, müssen die Risiken toxischer Plasmakonzentrationen oder lokaler Nervenläsionen bedacht werden
      • von Erwachsenen gut vertragene Dosen
        • bei Operationen und postoperativer Analgesie über einen Zeitraum von 24 Stunden kumulativ verabreichte Dosen von bis zu 675 mg Ropivacainhydrochlorid
        • postoperativ über einen Zeitraum von 72 Stunden kontinuierlich über eine epidurale Infusion verabreichten Dosen von bis zu 28 mg / Stunde
        • eine begrenzte Anzahl von Patienten erhielt höhere Dosen von bis zu 800 mg / Tag, die mit relativ wenigen unerwünschten Wirkungen verbunden waren
      • max. Anwendungsdauer der Epiduralblockade: 3 Tage
      • zur Epiduralanästhesie bei chirurgischen Eingriffen wurden Einzeldosen bis zu 250 mg Ropivacain angewendet und gut vertragen
      • Kombination mit Opioiden
        • postoperative Analgesie:
          • in klin. Studien wurde eine epidurale Infusion von 2,5 mg / ml Ropivacainhydrochlorid mit 1 - 4 µg / ml Fentanyl gemischt und bis zu 72 Stunden lang verabreicht
          • Kombination führte zu stärkeren Schmerzlinderung, rief jedoch opiodtypische Nebenwirkungen hervor
          • die Kombination wurde nur mit 2 mg Ropivacainhydrochlorid / ml untersucht

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • bei Anwendung von Einzeldosen oder bei Kurzzeitanwendung ist eine Anpassung der Dosis im Allgemeinen nicht erforderlich
    • Azidose, verminderte Plasmaproteinkonzentration (häufig bei chronischem Nierenversagen): erhöhen evtl. systemische Toxizität
  • Leberinsuffizienz
    • schwer
      • Anwendung mit besonderer Vorsicht (Ropivacain wird in Leber metabolisiert)
      • wiederholte Verabreichung: evtl. Dosisreduktion erforderlich
  • Kinder </= 12 Jahre
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht belegt
    • evtl. toxische, systemische und zentrale Nebenwirkungen
    • geringer konzentrierte Lösungen geeigneter
    • Neugeborene: bes. Aufmerksamkeit geboten

         

 

Indikation

  • Anästhesie in der Chirurgie bei Erwachsenen und Kindern (>/= 12 Jahre):
    • Epiduralanästhesie für chirurgische Eingriffe einschließlich Kaiserschnitt
    • Plexusblockaden
    • Leitungs- und Infiltrationsanästhesie

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Ropivacain - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Ropivacain
  • Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Amidtyp
  • intravenöse Regionalanästhesie (Bier-Block)
  • Paracervikalanästhesie in der Geburtshilfe
  • Hypovolämie
    • große Nervenblockaden sind bei hypovolämischen Patienten kontraindiziert
  • außerdem: Berücksichtigung allgemeiner Gegenanzeigen in Verbindung mit einer
    • Regionalanästhesie, einschließlich neuroaxialer Anästhesie
    • Epiduralanästhesie, unabhängig vom verwendeten Lokalanästhetikum

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Darvadstrocel /Lokalanästhetika

mittelschwer

Ropivacain /Fluvoxamin

geringfügig

Lokalanästhetika /Oxytocin
Muskelrelaxanzien, periphere /Lokalanästhetika
Ropivacain /Gyrase-Hemmer
CYP1A2-Substrate /Proteinkinase-Inhibitoren

unbedeutend

Ropivacain /Azol-Antimykotika

Zusammensetzung

WRopivacain hydrochlorid 1-Wasser79.3 mg
=Ropivacain66.2 mg
=Ropivacain hydrochlorid75 mg
HNatrium chlorid+
HNatrium hydroxid Lösung+
HSalzsäure, konzentriert+
HWasser, für Injektionszwecke+
HGesamt Natrium Ion29 mg

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
20X20 Milliliter 115.35 € Injektionsloesung
20X10 Milliliter 69.85 € Injektionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
20X20 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb
20X10 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

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