Fachinformation

ATC Code / ATC Name Ropivacain
Hersteller B. Braun Melsungen AG
Darreichungsform Injektionsloesung
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 20X20 Milliliter: 68.88€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Infusionslösung enthält 2 mg Ropivacainhydrochlorid (als Monohydrat)

  • Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
    • Hinweise
      • angegebene Dosierungen dienen als Richtlinie für gebräuchliche Blockaden bei einem durchschnittlichem Erwachsenen
      • für besondere Blockadetechniken und individuelle Patientenanforderungen sollte entsprechende Fachliteratur zu Rate gezogen werden
      • niedrigste Dosis anwenden, die wirksame Blockade hervorruft
      • ausschlaggebend für die Festlegung der Dosis sind die Erfahrungen des Arztes und der Allgemeinzustand des Patienten
    • lumbale Epiduralanalgesie
      • Bolus: 10 - 20 ml (20 - 40 mg Ropivacainhydrochlorid)
        • Beginn: 10 - 15 Min.
        • Dauer: 0,5 - 1,5 Std.
      • intermittierende Injektion (top-up) (z. B. Behandlung von Wehenschmerz): 10 - 15 ml (20 - 30 mg Ropivacainhydrochlorid); Intervall: mind. 30 Min.
      • kontinuierliche epidurale Infusion (z. B. Behandlung von Wehenschmerzen): 6 - 10 ml / Std. (12 - 20 mg Ropivacainhydrochlorid / Std.)
      • postoperative Analgesie: 6 - 14 ml / Std. (12 - 28 mg Ropivacainhydrochlorid / Std.)
    • thorakale Epiduralanalgesie
      • kontinuierliche Infusion (postoperative Schmerzen): 6 - 14 ml / Std. (12 - 28 mg Ropivacainhydrochlorid / Std.)
    • max. Dauer für Epiduralblockade: 3 Tage
    • Leitungs- und Infiltrationsanästhesie
      • z. B. kleinere Nervenblockaden und Infiltration: 1 - 100 ml (2 - 200 mg Ropivacainhydrochlorid)
        • Beginn: 1 - 5 Min.
        • Dauer: 2 - 6 Std.
      • periphere Nervenblockade (z. B. N.-femoralis-Blockade oder interskalenäre Blockade)
        • kontinuierliche Infusion oder intermittierende Injektionen (z. B. Behandlung postoperativer Schmerzen): 5 - 10 ml / Std. (10 - 20 mg Ropivacainhydrochlorid / Std.)
    • Langzeit-Blockaden durch Dauerinfusion oder wiederholte Bolusgaben: Risiko toxischer Plasmakonzentration oder lokaler Nervenschädigung berücksichtigen
    • gute Verträglichkeit
      • operative und postoperative Analgesie: kumulative Dosis von </= 675 mg Ropivacainhydrochlorid über 24 Std. verabreicht
      • postoperative Dauerinfusion zur Epiduralanästhesie: </= 28 mg Ropivacainhydrochlorid / Std. über 72 Std.
    • bei einigen Patienten, die höhere Dosen bis zu 800 mg Ropivacainhydrochlorid / Tag erhielten, traten nur relativ wenige Nebenwirkungen auf
    • Kombination mit Opioiden (klinische Studien)
      • epidurale Infusion von 2 mg / ml Ropivacainhydrochlorid gemischt mit 1 - 4 µg Fentanyl / ml bis zu 72 Stunden zur postoperativen Schmerzbehandlung
      • Kombination führte zu besserer Schmerzlinderung, verursachte aber Nebenwirkungen vom Opioidtyp
      • Kombination wurde nur mit Ropivacainhydrochlorid 2 mg / ml untersucht
  • Kinder und Jugendliche
    • angegebene Dosierungen sind Richtlinien
    • evtl. individuelle Schwankungen
    • Dosierungsempfehlungen können für Kinder bis 25 kg KG gegeben werden
    • max. Volumen für einzeitige Epiduralanästhesie und epidurale Bolusinjektionen: 25 ml
    • Kinder mit höherem KG: keine Daten
    • Kinder mit hohem Körpergewicht
      • häufig schrittweise Dosisreduktion erforderlich, die auf dem Idealgewicht basieren sollte
    • hinsichtlich Faktoren, die spezifische Blocktechniken betreffen, und für individuelle Bedürfnisse: Fachbücher konsultieren
    • Kinder (0 - </= 12 Jahre mit KG </= 25 kg)
      • Kaudale epidurale Verabreichung (Blockade unterhalb T12; bis 25 kg KG):
        • 1,0 ml / kg KG (2 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG)
        • diese Dosis führt bei den meisten Patienten zu einer ausreichenden postoperativen Analgesie
        • das Volumen der kaudalen epiduralen Injektion kann angepasst werden, um eine andersartige Verteilung der sensorischen Blockade zu erhalten, wie dies in der Standardliteratur empfohlen wird
        • bei Kindern > 4 Jahre wurden Dosen bis zu 3 mg / kg von Ropivacainhydrochlorid in einer Konzentration von 3 mg / ml untersucht
        • diese Konzentration führt jedoch zu einer höheren Inzidenz motorischer Blockaden
      • kontinuierliche epidurale Infusion (bis zu 25 kg KG)
        • 0 - 6 Monate
          • Bolus: 0,5 - 1,0 ml / kg KG (1 - 2 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG)
            • unterer Dosisbereich: für thorakale epidurale Blockaden empfohlen
            • oberer Dosisbereich: für lumbale epidurale und Kaudal-Blockaden empfohlen
          • Infusion bis zu 72 Std.: 0,1 ml / kg KG / Std. (0,2 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG / Std.)
        • 6 - 12 Monate
          • Bolus: 0,5 - 1,0 ml / kg KG (1 - 2 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG)
            • unterer Dosisbereich: für thorakale epidurale Blockaden empfohlen
            • oberer Dosisbereich: für lumbale epidurale und Kaudal-Blockaden empfohlen
          • Infusion bis zu 72 Std.: 0,2 ml / kg KG / Std. (0,4 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG / Std.)
        • >/= 1 Jahr
          • Bolus: 1,0 ml / kg KG (2 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG)
            • für lumbale epidurale Blockaden empfohlen
            • es ist sinnvoll, Bolusgabe für thorakale epidurale Analgesie zu reduzieren
          • Infusion bis zu 72 Std.: 0,2 ml / kg KG / Std. (0,4 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG / Std.)
    • Einmalige und kontinuierliche periphere Nervenblockade bei Kleinkindern (ab 1 Jahr und Kinder </= 12 Jahre)
      • empfohlene Dosierung für periphere Nervenblockade bei Kleinkindern und Kindern sind Richtgrößen für Kinder ohne schwerwiegende Erkrankungen
      • Kinder mit schwerwiegenden Erkrankungen: eher konservative Dosierungen empfohlen; Patienten sorgfältig überwachen
      • Einzelinjektionen für eine periphere Nervenblockade (z. B. Ilioinguinalisblockade, Plexus-brachialis-Blockade, Blockade des Fascia-iliaca-Kompartments)
        • 0,5 - 0,75 ml / kg KG (1,0 - 1,5 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG)
        • Maximaldosis: 2,5 - 3,0 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG
      • mehrere Blockaden
        • 0,5 - 1 ml / kg KG (1,0 - 3,0 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG)
      • kontinuierliche Infusion für eine periphere Nervenblockade
        • 0,1 - 0,3 ml / kg KG / Std. (0,2 - 0,6 mg Ropivacainhydrochlorid / kg KG / Std.)
        • Infusion bis zu 72 Std.
    • Frühgeborene
      • Anwendung nicht etabliert
    •  

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • bei Anwendung von Einzeldosen oder bei Kurzzeitanwendung ist eine Anpassung der Dosis im Allgemeinen nicht erforderlich
    • eine Azidose und eine reduzierte Plasmaproteinkonzentration, die bei Patienten mit chornischer Niereninsuffzienz häufig sind, können das Risiko systemischer toxischer Wirkungen erhöhen
  • Leberinsuffizienz
    • schwere Leberinsuffizienz: mit besonderer Vorsicht angewenden
    • bei wiederholter Verabreichung: eine Verminderung der Dosierung zur Anpassung an die verzögerte Ausscheidung kann erforderlich werden

Indikation

  • Behandlung akuter Schmerzen bei Erwachsenen und Jugendlichen (> 12 Jahren)
    • kontinuierliche epidurale Infusion oder intermittierende Bolusverabreichung zur postoperativen Schmerzen oder Wehenschmerzen
    • Leitungs-und Infiltrationsanästhesie
    • kontinuierliche periphere Nervenblockade durch kontinuierliche Infusion oder intermittierende Bolusinjektionen; z. B. zur Behandlung postoperativer Schmerzen
  • Behandlung akuter Schmerzen bei Kindern
    • einmalige und kontinuierliche periphere Nervenblockade bei Kindern und Kleinkindern (>/= 1 Jahr - </= 12 Jahre)
    • kaudale Epiduralblockade bei Neugeborenen (0 - 27 Tage), Säuglingen und Kleinkindern (28 Tage - 23 Monate) und Kindern (</=12 Jahre) (peri- und postoperativ)
    • kontinuierliche epidurale Infusion bei Neugeborenen (0 - 27 Tage), Säuglingen und Kleinkindern (28 Tage - 23 Monate) und Kindern (</=12 Jahre) (peri- und postoperativ)

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Ropivacain - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Ropivacain
  • Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Amidtyp
  • intravenöse Regionalanästhesie (Bier-Block)
  • Paracervikalanästhesie in der Geburtshilfe
  • Hypovolämie
    • große Nervenblockaden sind bei hypovolämischen Patienten kontraindiziert
  • außerdem: Berücksichtigung allgemeiner Gegenanzeigen in Verbindung mit einer
    • Regionalanästhesie, einschließlich neuroaxialer Anästhesie
    • Epiduralanästhesie, unabhängig vom verwendeten Lokalanästhetikum

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Darvadstrocel /Lokalanästhetika

mittelschwer

Ropivacain /Fluvoxamin

geringfügig

Lokalanästhetika /Oxytocin
Muskelrelaxanzien, periphere /Lokalanästhetika
Ropivacain /Gyrase-Hemmer
CYP1A2-Substrate /Proteinkinase-Inhibitoren

unbedeutend

Ropivacain /Azol-Antimykotika

Zusammensetzung

WRopivacain hydrochlorid 1-Wasser21.15 mg
=Ropivacain17.65 mg
=Ropivacain hydrochlorid20 mg
HNatrium chlorid+
HNatrium hydroxid Lösung+
HSalzsäure, konzentriert+
HWasser, für Injektionszwecke+
HGesamt Natrium Ion33 mg

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
20X10 Milliliter 51.49 € Injektionsloesung
20X20 Milliliter 68.88 € Injektionsloesung

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
20X10 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb
20X20 Milliliter verkehrsfähig im Vertrieb

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