Fachinformation

ATC Code / ATC Name Everolimus
Hersteller NOVARTIS Pharma GmbH
Darreichungsform Tabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 30 Stück: 1744.31€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Behandlung mit Votubia® sollte von einem Arzt eingeleitet werden, der Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit TSC und mit therapeutischem Arzneimittelmonitoring besitzt.
  • Dosierung
    • Renales Angiomyolipom assoziiert mit TSC
      • Die empfohlene Dosierung beträgt einmal täglich 10 mg Everolimus. Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, wie ein klinischer Nutzen beobachtet wird oder bis eine nichtakzeptable Toxizität auftritt.
      • Wenn eine Dosis ausgelassen wurde, sollte der Patient keine zusätzliche Dosis einnehmen, sondern zum nächsten Einnahmezeitpunkt die übliche verschriebene Dosis einnehmen.
    • SEGA assoziiert mit TSC
      • Zur Erzielung der optimalen therapeutischen Wirkung ist eine sorgfältige Dosistitration notwendig. Wirksame und verträgliche Dosierungen sind je nach Patient unterschiedlich. Eine gleichzeitige antiepileptische Therapie kann den Metabolismus von Everolimus beeinflussen und zu dieser Variabilität beitragen.
      • Die Dosierung wird individuell auf der Grundlage der Körperoberfläche (KOF) mit der Dubois-Formel berechnet. Das Gewicht (W) ist in Kilogramm und die Körpergröße (H) in Zentimeter angegeben:
        • KOF = (W0,425 x H0,725) x 0,007184
      • Die empfohlene Initialdosis von Votubia® für die Behandlung von Patienten mit SEGA beträgt 4,5 mg/m2. Auf der Basis von pharmakokinetischen Simulationen wird für Patienten im Alter zwischen 1 Jahr und unter 3 Jahren eine Anfangsdosis von 7 mg/m2 empfohlen. Um die gewünschte Dosierung zu erhalten, können Votubia® Tabletten in verschiedenen Stärken kombiniert werden.
      • Die Talkonzentrationen von Everolimus im Vollblut sollten etwa 1 Woche nach Beginn der Behandlung bestimmt werden. Die Dosierung ist so einzustellen, dass Talkonzentrationen von 5 bis 15 ng/ml erreicht werden. Die Dosis kann in Abhängigkeit von der Verträglichkeit erhöht werden, um eine höhere Talkonzentration innerhalb des Zielbereichs und damit eine optimale Wirksamkeit zu erzielen.
      • Die individualisierte Dosierung sollte durch Erhöhung der Dosis in Schritten von 2,5 mg titriert werden, um die Ziel-Talkonzentration für ein optimales klinisches Ansprechen zu erreichen. Bei der Planung der Dosistitration sind Wirksamkeit, Sicherheit, Begleittherapie und die aktuelle Talkonzentration zu berücksichtigen. Als Grundlage für die individuelle Dosistitration kann eine einfache Verhältnisgleichung verwendet werden:
        • Neue Everolimus-Dosis = aktuelle Dosis x (Zielkonzentration / aktuelle Konzentration)
      • Ein Beispiel: Bei einem Patienten beträgt die an die KOF angepasste aktuelle Dosis 2,5 mg, mit einer Konzentration von 4 ng/ml im Steady-State. Um eine Zielkonzentration oberhalb der unteren Cmin-Grenze von 5 ng/ml zu erreichen, also z. B. 8 ng/ml, würde die neue Everolimus-Dosis 5 mg betragen (eine Erhöhung um 2,5 mg gegenüber der aktuellen Tagesdosis). Wenn die neu angepasste Dosis kein Vielfaches von 2,5 mg ist, soll auf die nächst verfügbare Tablettenstärke gerundet werden.
      • Die Dosierungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche mit SEGA entsprechen jenen für Erwachsene mit SEGA, außer bei Patienten im Alter zwischen 1 Jahr und unter 3 Jahren und für solche mit Leberfunktionsstörungen (siehe Abschnitt „Leberfunktionsstörungen" weiter unten).
      • Etwa 3 Monate nach Beginn der Votubia®-Therapie sollte das SEGA-Volumen bestimmt und die Dosis ggf. angepasst werden. Hierbei sind Veränderungen des SEGA-Volumens, die entsprechenden Talkonzentrationen sowie die Verträglichkeit zu berücksichtigen.
      • Sobald eine stabile Dosis erreicht wurde, sind für die Dauer der Behandlung die Talkonzentrationen alle 3 bis 6 Monate bei Patienten mit sich ändernder Körperoberfläche oder alle 6 bis 12 Monate bei Patienten mit stabiler Körperoberfläche zu überprüfen.
      • Die Behandlung sollte so lange fortgesetzt werden, wie ein klinischer Nutzen beobachtet wird oder bis eine nichtakzeptable Toxizität auftritt.
      • Wenn eine Dosis ausgelassen wurde, sollte der Patient keine zusätzliche Dosis einnehmen, sondern zum nächsten Einnahmezeitpunkt die übliche verschriebene Dosis einnehmen.
    • Dosisanpassungen wegen Nebenwirkungen
      • Die Handhabung von schweren und/oder intolerablen, vermuteten Nebenwirkungen kann eine Reduktion der Dosis und/oder eine vorübergehende Unterbrechung der Therapie mit Votubia® erforderlich machen. Bei Nebenwirkungen mit Grad 1 ist üblicherweise keine Dosisanpassung erforderlich. Falls eine Dosisreduktion erforderlich ist, wird eine um ca. 50% niedrigere Dosis als die zuvor verabreichte Tagesdosis empfohlen. Falls die Dosis auf einen Wert unterhalb der niedrigsten verfügbaren Stärke reduziert wird, sollte eine Gabe an jedem 2. Tag in Erwägung gezogen werden.
      • Tabelle 1 fasst Empfehlungen zur Dosisanpassung bei spezifischen Nebenwirkungen zusammen.
      • Tabelle 1 Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
        • Nicht-infektiöse Pneumonitis
          • Schweregrad1: Grad 2
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Eine Behandlungsunterbrechung bis zur Rückbildung der Symptome auf </= Grad 1 ist zu erwägen.
              • Erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung.
              • Falls es innerhalb von 4 Wochen zu keiner Rückbildung kommt, ist die Behandlung abzubrechen.
          • Schweregrad1: Grad 3
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Behandlungsunterbrechung bis zur Rückbildung der Symptome auf </= Grad 1.
              • Die erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung ist zu erwägen. Wenn erneut Toxizität mit Grad 3 auftritt, ist ein Abbruch in Erwägung zu ziehen.
          • Schweregrad1: Grad 4
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Absetzen von Votubia®.
        • Stomatitis
          • Schweregrad1: Grad 2
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur Rückbildung auf </= Grad 1.
              • Erneute Gabe von Votubia® in gleicher Dosierung.
              • Wenn erneut eine Stomatitis 2. Grades auftritt, ist die Behandlung bis zur Rückbildung auf </= Grad 1 zu unterbrechen. Erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung.
          • Schweregrad1: Grad 3
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur Erholung auf </= Grad 1.
              • Erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung.
          • Schweregrad1: Grad 4
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Absetzen von Votubia®.
        • Andere nicht-hämatologische Toxizitäten (ausgenommen Stoffwechselereignisse)
          • Schweregrad1: Grad 2
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Bei tolerierbarer Toxizität ist keine Dosisanpassung erforderlich.
              • Wenn die Toxizität nicht mehr tolerierbar ist, muss eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur Rückbildung auf </= Grad 1 erfolgen. Erneute Gabe von Votubia® in gleicher Dosierung.
              • Wenn die Toxizität erneut in Grad 2 auftritt, ist die Behandlung mit Votubia® bis zur Rückbildung auf </= Grad 1 zu unterbrechen. Erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung.
          • Schweregrad1: Grad 3
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur Rückbildung auf </= Grad 1.
              • Die erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung ist zu erwägen. Wenn erneut Toxizität mit Grad 3 auftritt, ist ein Abbruch in Erwägung zu ziehen.
          • Schweregrad1: Grad 4
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Absetzen von Votubia®.
        • Stoffwechselereignisse (z. B. Hyperglykämie, Dyslipidämie)
          • Schweregrad1: Grad 2
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Keine Dosisanpassung erforderlich.
          • Schweregrad1: Grad 3
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung.
              • Erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung.
          • Schweregrad1: Grad 4
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Absetzen von Votubia®.
        • Thrombozytopenie
          • Schweregrad1: Grad 2 (< 75, >/= 50 x 109/l)
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur Rückbildung auf </= Grad 1 (>/= 75 x 109/l).
              • Erneute Gabe von Votubia® in gleicher Dosierung.
          • Schweregrad1: Grad 3 und 4 (< 50 x 109/l)
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur Rückbildung auf </= Grad 1 (>/= 75 x 109/l).
              • Erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung.
        • Neutropenie
          • Schweregrad1: Grad 2 (>/= 1 x 109/l)
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Keine Dosisanpassung erforderlich.
          • Schweregrad1: Grad 3 (< 1, >/= 0,5 x 109/l)
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur Rückbildung auf </= Grad 2 (>/= 1 x 109/l).
              • Erneute Gabe von Votubia® in der gleichen Dosierung.
          • Schweregrad1: Grad 4 (< 0,5 x 109/l)
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur Rückbildung auf </= Grad 2 (>/= 1 x 109/l).
              • Erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung.
        • Febrile Neutropenie
          • Schweregrad1: Grad 3
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Vorübergehende Unterbrechung der Behandlung bis zur Rückbildung auf </= Grad 2 (>/= 1,25 x 109/l) und kein Fieber.
              • Erneute Behandlung mit Votubia® mit einer im Vergleich zur ursprünglichen Tagesdosis um ca. 50% niedrigeren Dosierung.
          • Schweregrad1: Grad 4
            • Empfehlungen zur Dosisanpassung von Votubia®
              • Absetzen von Votubia®.
      • 1 Schweregrad entsprechend der „Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE) v3.0" des National Cancer Institutes (NCI).
    • Therapeutisches Arzneimittelmonitoring
      • Ein therapeutisches Arzneimittelmonitoring der Everolimuskonzentrationen im Blut unter Verwendung einer validierten Testmethode ist erforderlich. Die Talkonzentrationen sollten mindestens 1 Woche nach Behandlungsbeginn, nach jeder Änderung der Dosis oder der Darreichungsform, nach Beginn oder Änderung einer Begleittherapie mit CYP3A4-Inhibitoren oder nach jeder Änderung im Leberstatus (Child-Pugh) (siehe Abschnitt „Leberfunktionsstörungen" unten) bestimmt werden. Die Talkonzentrationen sollten 2 bis 4 Wochen nach Beginn oder Änderung einer Begleittherapie mit CYP3A4-Induktoren bestimmt werden, da die natürliche Abbauzeit der induzierten Enzyme in Betracht gezogen werden muss.
      • Therapeutisches Arzneimittelmonitoring der Everolimuskonzentrationen im Blut unter Verwendung einer validierten Testmethode ist nach Beginn oder Änderung der gleichzeitigen Gabe von CYP3A4-Induktoren oder Inhibitoren oder nach jeder Änderung des hepatischen Status (Child-Pugh) (siehe Abschnitt „Leberfunktionsstörungen" unten) auch eine Option bei Patienten, die wegen eines renalen Angiomyolipoms assoziiert mit TSC behandelt werden.
      • Falls möglich, sollten während der Behandlung immer dieselbe Bestimmungsmethode und das gleiche Labor für das therapeutische Arzneimittelmonitoring verwendet werden.
    • Wechseln der Darreichungsformen
      • Votubia® ist in zwei Darreichungsformen erhältlich: Tabletten und Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen. Votubia® Tabletten und Votubia® Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen sind nicht austauschbar. Die beiden Darreichungsformen dürfen nicht kombiniert werden, um die gewünschte Dosis zu erreichen. Je nach Eignung für die zu behandelnde Indikation ist dieselbe Darreichungsform durchgehend zu verwenden.
      • Beim Wechsel der Darreichungsformen sollte die nächstmögliche Milligramm-Stärke der neuen Darreichungsform verwendet werden. Die Everolimus-Talkonzentration ist mindestens nach 1 Woche zu bestimmen (siehe Abschnitt „Therapeutisches Arzneimittelmonitoring" weiter oben).
    • Besondere Patientengruppen
      • Ältere
        • Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.
      • Nierenfunktionsstörungen
        • Es ist keine Dosisanpassung erforderlich.
      • Leberfunktionsstörungen
        • Patienten mit renalem Angiomyolipom assoziiert mit TSC:
          • Leichte Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A): Die empfohlene Dosis beträgt 7,5 mg täglich.
          • Mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh B): Die empfohlene Dosis beträgt 5 mg täglich.
          • Schwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh C): Votubia® wird nur empfohlen, wenn der gewünschte Nutzen größer als das Risiko ist. In diesem Fall darf eine Dosis von 2,5 mg täglich nicht überschritten werden.
        • Wenn sich der Leberzustand eines Patienten (Child-Pugh) während der Behandlung ändert, müssen Dosisanpassungen vorgenommen werden.
        • Patienten mit SEGA assoziiert mit TSC:
          • Patienten unter 18 Jahren:
            • Votubia® wird nicht empfohlen bei Patienten unter 18 Jahren mit SEGA und Leberfunktionsstörungen.
          • Patienten ab einem Alter von 18 Jahren:
            • Leichte Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A): 75% der empfohlenen Startdosis, die auf der Grundlage der KOF berechnet wurde (gerundet auf die nächste Stärke).
            • Mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh B): 50% der empfohlenen Startdosis, die auf der Grundlage der KOF berechnet wurde (gerundet auf die nächste Stärke).
            • Schwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh C): Votubia® wird nur empfohlen, wenn der erwünschte Nutzen gegenüber dem Risiko überwiegt. In diesem Fall dürfen 25% der empfohlenen Startdosis, die auf der Grundlage der KOF berechnet wurde (gerundet auf die nächste Stärke), nicht überschritten werden.
        • Die Everolimus-Talspiegel im Gesamtblut sollten mindestens 1 Woche nach jeder Änderung im Leberstatus (Child-Pugh) bestimmt werden.
      • Kinder und Jugendliche
        • Die Sicherheit und Wirksamkeit von Votubia® bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 18 Jahren mit renalem Angiomyolipom assoziiert mit TSC ohne SEGA ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
        • Die Sicherheit, Wirksamkeit und das pharmakokinetische Profil von Votubia® bei Kindern unter einem Jahr mit TSC und SEGA sind nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
        • Ergebnisse aus klinischen Studien zeigten keine Auswirkung von Votubia® auf das Wachstum und die pubertäre Entwicklung.

Indikation

  • Renales Angiomyolipom assoziiert mit tuberöser Sklerose (TSC, Tuberous Sclerosis Complex)
    • Votubia® ist zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit renalem Angiomyolipom assoziiert mit einer tuberösen Sklerose (TSC) indiziert, bei denen ein Risiko für Komplikationen vorliegt (aufgrund von Faktoren wie Tumorgröße oder vorhandenem Aneurysma oder multiplen bzw. beidseitigen Tumoren), die jedoch nicht unmittelbar operiert werden müssen.
    • Die Evidenz basiert auf der Analyse der Veränderung des gesamten Angiomyolipomvolumens.
  • Subependymales Riesenzellastrozytom (subependymal giant cell astrocytoma, SEGA) in Zusammenhang mit einer tuberösen Sklerose (TSC)
    • Votubia® wird bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit subependymalem Riesenzellastrozytom (SEGA) in Zusammenhang mit einer tuberösen Sklerose (TSC) angewendet, die eine therapeutische Maßnahme benötigen, für die aber ein chirurgischer Eingriff nicht angemessen ist.
    • Der Nachweis beruht auf der Auswertung der Veränderung des SEGA-Volumens. Ein weiterer klinischer Nutzen, wie eine Verbesserung der krankheitsbedingten Symptome, wurde nicht gezeigt.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Rapamycin-Derivate oder einen der sonstigen Bestandteile.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Immunsuppressiva /HCV-Protease-Inhibitoren
Immunsuppressiva /HIV-Protease-Inhibitoren
Immunsuppressiva /Lumacaftor
Cladribin /Antineoplastische Mittel
Ocrelizumab /Immunsuppressiva
mTOR-Inhibitoren /Johanniskraut
Immunsuppressiva /Azol-Antimykotika
Saccharomyces cerevisiae (boulardii) /Immunsuppressiva
Lebend-Impfstoffe /Immunsuppressiva
Antineoplastische Mittel /PARP-Inhibitoren
Brivudin /Immunsuppressiva
Natalizumab /Immunsuppressiva
Cladribin /Immunsuppressiva

mittelschwer

Immunsuppressiva /Lorlatinib
Immunsuppressiva /Amiodaron
Immunsuppressiva /Enzalutamid
Immunsuppressiva /Makrolid-Antibiotika
Abatacept /Immunsuppressiva
Immunsuppressiva /Grapefruit
Immunsuppressiva /Imatinib
Tot- und Toxoid-Impfstoffe /Immunsuppressiva
Immunsuppressiva /Barbiturate
Immunsuppressiva /Imiquimod
ACE-Hemmer /Everolimus
Immunsuppressiva /Dabrafenib
Immunsuppressiva /Rifamycine
Immunsuppressiva /Carbamazepin
Immunsuppressiva /Proteinkinase-Inhibitoren
Ranolazin /mTOR-Inhibitoren
P-Glykoprotein-Substrate /Dabrafenib
Immunsuppressiva /Calcium-Antagonisten
Immunsuppressiva /Hydantoine
Dimethylfumarat /Immunsuppressiva
Everolimus /Corticosteroide
Calcineurin-Inhibitoren /Idelalisib
Immunsuppressiva /Brigatinib
Immunsuppressiva /Ritonavir
Calcineurin-Inhibitoren /Venetoclax
Immunsuppressiva /Cobicistat
Calcineurin-Inhibitoren /Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten
Immunsuppressiva /Ciclosporin

geringfügig

Immunsuppressiva /Nefazodon
P-Glykoprotein-Substrate /Daclatasvir
P-Glykoprotein-Substrate /Proteinkinase-Inhibitoren
P-Glykoprotein-Substrate /Lumacaftor
Immunsuppressiva /Pitolisant
Immunsuppressiva /Telotristat
Streptozocin /Immunsuppressiva
Immunsuppressiva /Dronedaron
Immunsuppressiva /Reverse-Transkriptase-Hemmer, nicht-nukleosidische
P-Glykoprotein-Substrate /Glecaprevir, Pibrentasvir
Calcineurin-Inhibitoren /Carboplatin
Atezolizumab /Immunsuppressiva
P-Glykoprotein-Substrate /Lomitapid
P-Glykoprotein-Substrate /Cabozantinib
ACE-Hemmer /mTOR-Inhibitoren
P-Glykoprotein-Substrate /Ivacaftor
Tamoxifen /Antineoplastische Mittel
P-Glykoprotein-Substrate /Ulipristal
P-Glykoprotein-Substrate /Cariprazin

Zusammensetzung

WEverolimus2.5 mg
HButylhydroxytoluol+
HCrospovidon+
HHypromellose+
HLactose 1-Wasser+
=Lactose74 mg
HMagnesium stearat+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
30 Stück 1744.31 € Tabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
30 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

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