Fachinformation

ATC Code / ATC Name Lacosamid
Hersteller Veron Pharma
Darreichungsform Filmtabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 14 Stück: 27.52€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Monotherapie fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 16 Jahren
    • Behandlungsbeginn: 50 mg Lacosamid 2mal / Tag
    • nach 1 Woche Initialdosis: 100 mg Lacosamid 2mal / Tag
    • basierend auf der Bewertung der erforderlichen Anfallsreduktion durch den Arzt unter Berücksichtigung der möglichen Nebenwirkungen
      • Behandlungsbeginn: 100 mg Lacosamid 2mal / Tag
    • Erhaltungsdosis: in 50 mg-Schritten 2mal / Tag je nach Ansprechen und Verträglichkeit wöchentlich erhöhen
    • höchste empfohlene tägliche Erhaltungsdosis: 300 mg Lacosamid 2mal / Tag
    • bei Erreichen einer Dosis > 400 mg / Tag und Benötigen eines weiteren Antiepileptikums, sollte die Dosierungsempfehlung für "Zusatzbehandlung" befolgt werden
  • Zusatzbehandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Epilepsiepatienten ab 16 Jahren
    • Behandlungsbeginn: 50 mg Lacosamid 2mal / Tag
    • nach 1 Woche Initialdosis: 100 mg Lacosamid 2mal / Tag
    • Erhaltungsdosis: in 50 mg-Schritten 2mal / Tag je nach Ansprechen und Verträglichkeit wöchentlich erhöhen
    • empfohlene Tageshöchstdosis: 400 mg Lacosamid / Tag
  • Behandlungsbeginn mit Lacosamid mittels Aufsättigungsdosis
    • Behandlungsbeginn: einzelne Aufsättigungsdosis von 200 mg Lacosamid
    • Erhaltungdosis ca. 12 Stunden später: 100 mg Lacosamid 2mal / Tag
    • Vornehmen anschließender Dosisanpassungen je nach individuellem Ansprechen und individueller Verträglichkeit
    • Behandlungsbeginn mit einer Aufsättigungsdosis, wenn eine schnelle Erlangung der Steady-State-Plasmakonzentration und der therapeutischen Wirkung von Lacosamid notwendig ist
    • Verabreichung einer Aufsättigungsdosis unter medizinischer Überwachung und Berücksichtigung der möglicherweise erhöhten Inzidenz von zentral-nervösen Nebenwirkungen
    • Verabreichung einer Aufsättigungsdosis wurde nicht bei akuten Zuständen wie z.B. Status epilepticus untersucht
  • Beendigung der Behandlung
    • ausschleichendes Absetzen von Lacosamid (z.B. Verringerung der Tagesdosis um 200 mg Lacosamid / Woche)

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • leicht bis mäßig eingeschränkte Nierenfunktion (Clearance > 30 ml / min)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Aufsättigungsdosis von 200 mg kann in Erwägung gezogen werden
      • Durchführung weiterer Aufdosierungen (> 200 mg / Tag) mit Vorsicht
    • schwere Nierenfunktionsstörung (Clearance <= 30ml / min) oder Nierenerkrankung im Endstadium
      • tägliche Maximaldosis: 250 mg
      • Eindosierung mit Vorsicht
      • falls Aufsättigungsdosis angezeigt:
        • erste Woche: Initialdosis von 100 mg, gefolgt von 50 mg 2mal / Tag
      • besondere Vorsicht bei Nierenerkrankung im Endstadium aufgrund mangelnder klinischer Erfahrung sowie Akkumulation eines Metaboliten (mit keiner bekannten pharmakologischen Aktivität)
    • Dialyse
      • Zusatzgabe bis zu 50% der geteilten Tagesdosis unmittelbar nach dem Ende der Hämodialyse
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • leichte bis mäßige Einschränkung
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • mit besondere Vorsicht Dosis unter Berücksichtigung einer gleichzeitig vorliegenden Nierenfunktionsstörung titrieren
      • Aufsättigungsdosis von 200 mg kann in Erwägung gezogen werden
      • Durchführung weiterer Aufdosierungen (> 200 mg / Tag) mit Vorsicht
    • schwere Leberfunktionsstörung
      • Pharmakokinetik von Lacosamid nicht untersucht
  • ältere Patienten (ab 65 Jahren)
    • mit Epilepsie
      • keine Dosisreduktion erforderlich
      • begrenzte klinische Daten zu Epilepsie bei älteren Patienten, die insbesondere mit einer Dosis > 400 mg / Tag behandelt werden
      • altersbedingte Verminderung der renalen Clearance verbunden mit einer Zunahme der AUC-Werte bei älteren Patienten bedenken
  • Kinder und Jugendliche (< 16 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)

 

Indikation

  • Monotherapie und Zusatzbehandlung fokaler Anfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei erwachsenen und jugendlichen Epilepsiepatienten ab 16 Jahren

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Lacosamid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Lacosamid
  • Bekannter atrioventrikulärer (AV-)Block 2. oder 3. Grades

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Lacosamid /Antiarrhythmika

geringfügig

Lacosamid /Pregabalin
Antiepileptika /Hydroxyzin
Antiepileptika /Enzalutamid
Lacosamid /Rifamycine
Lacosamid /Hydantoine
Lacosamid /Barbiturate
Lacosamid /Johanniskraut
Antiepileptika /Dabrafenib
Lacosamid /Carbamazepin

Zusammensetzung

WLacosamid50 mg
HCellulose, mikrokristallin+
HCrospovidon+
HEisen (II,III) oxid+
HEisen (III) oxid+
HHyprolose+
HHyprolose (5.0 - 16.0% Hydroxypropoxy-Gruppen) +
HIndigocarmin, Aluminiumsalz+
HMacrogol 3350+
HMagnesium stearat+
HPoly(vinylalkohol)+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HTalkum+
HTitan dioxid+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
56 Stück 95.06 € Filmtabletten
168 Stück 237.3 € Filmtabletten
14 Stück 27.52 € Filmtabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
56 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb
168 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb
14 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb

Weitere Kapitel

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