Fachinformation

ATC Code / ATC Name Ruxolitinib
Hersteller NOVARTIS Pharma GmbH
Darreichungsform Tabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 56 Stück: 2005.72€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Eine Behandlung mit Jakavi® sollte nur durch einen Arzt, der Erfahrung mit der Anwendung von Arzneimitteln gegen Krebs hat, eingeleitet werden.
  • Vor Beginn der Therapie mit Jakavi® muss ein großes Blutbild, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, durchgeführt werden.
  • Ein großes Blutbild, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, sollte alle 2 bis 4 Wochen durchgeführt werden bis die Dosiseinstellung beendet ist, und anschließend jeweils dann, wenn klinisch erforderlich.
  • Anfangsdosis
    • Die empfohlene Anfangsdosis von Jakavi® bei Myelofibrose (MF) ist abhängig von der Thrombozytenzahl (siehe Tabelle 1).
    • Tabelle 1 Anfangsdosis bei Myelofibrose
      • Thrombozytenzahl: Mehr als 200 x 109/l
        • Anfangsdosis: 20 mg oral zweimal täglich
      • Thrombozytenzahl: 100 bis 200 x 109/l
        • Anfangsdosis: 15 mg oral zweimal täglich
      • Thrombozytenzahl: 75 bis weniger als 100 x 109/l
        • Anfangsdosis: 10 mg oral zweimal täglich
      • Thrombozytenzahl: 50 bis weniger als 75 x 109/l
        • Anfangsdosis: 5 mg oral zweimal täglich
    • Die empfohlene Anfangsdosis von Jakavi® bei Polycythaemia vera (PV) beträgt 10 mg oral zweimal täglich.
    • Die empfohlene Anfangsdosis von Jakavi® bei akuter oder chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) beträgt 10 mg oral zweimal täglich. Jakavi® kann zusätzlich zur laufenden Behandlung mit Kortikosteroiden und/oder Calcineurin-Inhibitoren (CNI) eingesetzt werden.
  • Dosisanpassungen
    • Dosisanpassungen sollten nach Wirksamkeit und Sicherheit erfolgen.
    • Myelofibrose und Polycythaemia vera
      • Bei unzureichender Wirksamkeit und ausreichenden Blutzellzahlen kann die Dosis um maximal 5 mg zweimal täglich, bis zur maximalen Dosis von 25 mg zweimal täglich, erhöht werden.
      • Die Anfangsdosis sollte innerhalb der ersten vier Behandlungswochen nicht erhöht werden und danach höchstens in 2-wöchigen Intervallen.
      • Bei einer Thrombozytenzahl von weniger als 50 × 109/l oder einer absoluten Neutrophilenzahl von weniger als 0,5 × 109/l sollte die Behandlung unterbrochen werden. Bei PV sollte die Behandlung auch unterbrochen werden, wenn der Hämoglobinwert unter 8 g/dl liegt. Nach Anstieg der Blutzellzahlen über diese Werte kann die Dosierung mit 5 mg zweimal täglich fortgesetzt und unter sorgfältiger Überwachung des Blutbildes, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, schrittweise erhöht werden.
      • Wenn die Thrombozytenzahl während der Behandlung wie in Tabelle 2 beschrieben abfällt, sollte eine Dosisreduktion in Erwägung gezogen werden, um eine Unterbrechung der Dosierung aufgrund einer Thrombozytopenie zu vermeiden.
      • Tabelle 2 Dosierungsempfehlungen für MF-Patienten mit Thrombozytopenie
        • Thrombozytenzahl: 100 bis < 125 × 109/l
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 25 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: 20 mg zweimal täglich
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 20 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: 15 mg zweimal täglich
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 15 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Keine Änderung
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 10 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Keine Änderung
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 5 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Keine Änderung
        • Thrombozytenzahl: 75 bis < 100 × 109/l
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 25 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: 10 mg zweimal täglich
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 20 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: 10 mg zweimal täglich
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 15 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: 10 mg zweimal täglich
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 10 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Keine Änderung
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 5 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Keine Änderung
        • Thrombozytenzahl: 50 bis < 75 × 109/l
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 25 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: 5 mg zweimal täglich
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 20 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: 5 mg zweimal täglich
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 15 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: 5 mg zweimal täglich
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 10 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: 5 mg zweimal täglich
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 5 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Keine Änderung
        • Thrombozytenzahl: Weniger als 50 × 109/l
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 25 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Pausieren
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 20 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Pausieren
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 15 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Pausieren
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 10 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Pausieren
          • Dosis zum Zeitpunkt des Thrombozytenabfalls: 5 mg zweimal täglich
            • Neue Dosis: Pausieren
      • Bei PV sollte eine Dosisreduktion auch in Erwägung gezogen werden, wenn der Hämoglobinwert unter 12 g/dl sinkt; eine Dosisreduktion wird bei einem Absinken des Hämoglobinwerts unter 10 g/dl empfohlen.
    • Graft-versus-Host-Erkrankung
      • Bei GvHD-Patienten mit Thrombozytopenie, Neutropenie oder erhöhten Gesamtbilirubinwerten nach unterstützender Standardtherapie einschließlich Wachstumsfaktoren, antiinfektiven Therapien und Transfusionen können Dosisreduktionen und vorübergehende Behandlungsunterbrechungen erforderlich sein. Es wird eine Reduktion um eine Dosisstufe empfohlen (10 mg zweimal täglich auf 5 mg zweimal täglich oder 5 mg zweimal täglich auf 5 mg einmal täglich). Bei Patienten, die Jakavi® in einer Dosis von 5 mg einmal täglich nicht vertragen, sollte die Behandlung unterbrochen werden. Tabelle 3 enthält detaillierte Dosierungsempfehlungen.
      • Tabelle 3 Dosierungsempfehlungen während der Behandlung mit Ruxolitinib für GvHD-Patienten mit Thrombozytopenie, Neutropenie oder erhöhten Gesamtbilirubinwerten
        • Laborparameter: Thrombozytenzahl < 20.000/mm3
          • Dosierungsempfehlung: Jakavi® um eine Dosisstufe reduzieren. Bei Anstieg der Thrombozytenzahl auf >/= 20.000/mm3 innerhalb von sieben Tagen kann die Dosis auf die Anfangsdosis heraufgesetzt werden, anderenfalls reduzierte Dosis beibehalten.
        • Laborparameter: Thrombozytenzahl < 15.000/mm3
          • Dosierungsempfehlung: Jakavi® pausieren bis Thrombozytenzahl >/= 20.000/mm3, anschließend Behandlung mit einer um eine Stufe niedrigeren Dosis wieder aufnehmen.
        • Laborparameter: Absolute Neutrophilenzahl (ANZ) >/= 500/mm3 bis < 750/mm3
          • Dosierungsempfehlung: Jakavi® um eine Dosisstufe reduzieren. Bei ANZ > 1.000/mm3 Behandlung mit Anfangsdosis wieder aufnehmen.
        • Laborparameter: Absolute Neutrophilenzahl < 500/mm3
          • Dosierungsempfehlung: Jakavi® pausieren bis ANZ > 500/mm3, anschließend Behandlung mit einer um eine Stufe niedrigeren Dosis wieder aufnehmen. Bei ANZ > 1.000/mm3 kann die Gabe der Anfangsdosis wieder aufgenommen werden.
        • Laborparameter: Erhöhtes Gesamtbilirubin, nicht verursacht durch GvHD (keine GvHD der Leber)
          • Dosierungsempfehlung:
            • > 3,0 bis 5,0 × ULN (upper limit of normal, Oberer Normwert für das Labor): Jakavi® mit einer um eine Stufe niedrigeren Dosis fortsetzen bis </= 3,0 × ULN.
            • > 5,0 bis 10,0 × ULN: Jakavi® bis zu 14 Tage lang pausieren bis Gesamtbilirubin </= 3,0 × ULN. Bei Gesamtbilirubin </= 3,0 × ULN kann die Gabe mit der aktuellen Dosierung wieder aufgenommen werden. Falls der Wert nach 14 Tagen nicht </= 3,0 × ULN beträgt, Behandlung mit einer um eine Stufe niedrigeren Dosis wieder aufnehmen.
            • > 10,0 × ULN: Jakavi® pausieren bis Gesamtbilirubin </= 3,0 x ULN, anschließend Behandlung mit einer um eine Stufe niedrigeren Dosis wieder aufnehmen.
        • Laborparameter: Erhöhtes Gesamtbilirubin, verursacht durch GvHD (GvHD der Leber)
          • Dosierungsempfehlung: > 3,0 × ULN: Jakavi® mit einer um eine Stufe niedrigeren Dosis fortsetzen bis Gesamtbilirubin </= 3,0 × ULN.
  • Dosisanpassungen bei gleichzeitiger Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren oder dualen CYP2C9/3A4-Inhibitoren
    • Wenn Ruxolitinib zusammen mit starken CYP3A4-Hemmern oder dualen Inhibitoren von CYP2C9- und CYP3A4-Enzymen (z. B. Fluconazol) verabreicht wird, sollte die Einzeldosis von Ruxolitinib, die zweimal täglich verabreicht wird, um etwa 50% verringert werden. Die gleichzeitige Anwendung von Ruxolitinib mit Fluconazol-Dosen von mehr als 200 mg täglich sollte vermieden werden.
    • Während der Behandlung mit starken CYP3A4-Hemmern oder dualen Inhibitoren von CYP2C9- und CYP3A4-Enzymen wird eine häufigere Überwachung (z. B. zweimal wöchentlich) der hämatologischen Parameter sowie der klinischen Anzeichen und Symptome von Nebenwirkungen, die mit Ruxolitinib im Zusammenhang stehen, empfohlen.
  • Besondere Patientenpopulationen
    • Nierenfunktionsstörung
      • Bei Patienten mit leichter oder moderater Nierenfunktionsstörung ist keine spezifische Dosisanpassung notwendig.
      • Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance weniger als 30 ml/min) sollte die auf der Thrombozytenzahl basierende empfohlene Anfangsdosis für MF-Patienten, die zweimal täglich gegeben wird, um etwa 50% verringert werden. Die empfohlene Anfangsdosis für PV- und GvHD-Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung beträgt 5 mg zweimal täglich. Patienten sollten während der Behandlung mit Ruxolitinib in Bezug auf die Sicherheit und Wirksamkeit sorgfältig überwacht werden.
      • Zur Bestimmung der besten Dosierungsmöglichkeiten bei Hämodialyse-Patienten mit Nierenerkrankungen im Endstadium (ESRD) liegen begrenzte Daten vor. Auf den verfügbaren Daten basierende pharmakokinetische/pharmakodynamische Simulationen zu dieser Population weisen darauf hin, dass bei MF-Hämodialyse-Patienten mit ESRD nur am Tag der Dialyse eine Einzeldosis von 15 bis 20 mg oder zwei Dosen mit jeweils 10 mg im Abstand von 12 Stunden nach Beendigung der Dialyse gegeben werden sollten. Eine Einzeldosis von 15 mg wird bei MF-Patienten mit einer Thrombozytenzahl zwischen 100 x 109/l und 200 x 109/l empfohlen. Eine Einzeldosis von 20 mg oder die Gabe von zwei Dosen mit jeweils 10 mg im Abstand von 12 Stunden wird bei MF-Patienten mit einer Thrombozytenzahl > 200 x 109/l empfohlen. Diese Dosen (Einzelgabe oder Gabe von zwei Dosen mit jeweils 10 mg im Abstand von 12 Stunden) sollten nur an Dialysetagen nach der Dialysesitzung gegeben werden.
      • Als Anfangsdosis wird bei PV für Hämodialyse-Patienten mit ESRD eine Einzeldosis von 10 mg oder zwei Dosen mit jeweils 5 mg im Abstand von 12 Stunden empfohlen; diese Dosen sollten nach der Dialysesitzung und nur an Dialysetagen gegeben werden. Diese Dosierungsempfehlungen basieren auf Simulationen und jede Dosismodifikation bei ESRD hat unter nachfolgender sorgfältiger Überwachung der Sicherheit und Wirksamkeit bei den einzelnen Patienten zu erfolgen. Es liegen keine Daten für die Dosierung von Patienten vor, die sich einer Peritonealdialyse oder einer kontinuierlichen venovenösen Hämofiltration unterziehen.
      • Es liegen keine Daten für GvHD-Patienten mit ESRD vor.
    • Leberfunktionsstörung
      • Bei MF-Patienten mit jeglicher Leberfunktionsstörung sollte die auf der Thrombozytenzahl basierende empfohlene Anfangsdosis, die zweimal täglich gegeben wird, um etwa 50% verringert werden. Nachfolgende Dosen sollten anhand einer sorgfältigen Überwachung der Sicherheit und Wirksamkeit angepasst werden. Die empfohlene Anfangsdosis für PV-Patienten beträgt 5 mg zweimal täglich. Bei Patienten, bei denen eine Leberfunktionsstörung festgestellt wird, während sie Ruxolitinib erhalten, sollte wenigstens alle ein bis zwei Wochen innerhalb der ersten 6 Behandlungswochen nach Beginn der Therapie mit Ruxolitinib und nach Stabilisierung der Leberfunktion und der Blutwerte, wie klinisch angezeigt, ein großes Blutbild, einschließlich eines Differentialblutbildes der weißen Blutkörperchen, gemacht werden. Die Ruxolitinib-Dosis kann angepasst werden, um das Risiko einer Zytopenie zu verringern.
      • Bei Patienten mit leichter, moderater oder schwerer Leberfunktionsstörung ohne Bezug zur GvHD sollte die Anfangsdosis von Ruxolitinib um 50% verringert werden.
      • Bei Patienten mit GvHD-bedingter Leberfunktionsstörung und einem Anstieg des Gesamtbilirubins auf > 3 × ULN sollte das Blutbild häufiger hinsichtlich einer Toxizität überwacht werden und es wird eine Dosisreduktion um eine Dosisstufe empfohlen.
    • Ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
      • Bei älteren Patienten werden keine zusätzlichen Dosisanpassungen empfohlen.
    • Kinder und Jugendliche
      • Die Sicherheit und Wirksamkeit von Jakavi® bei Kindern und Jugendlichen im Alter von bis zu 18 Jahren mit MF und PV ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
      • Bei Kindern und Jugendlichen (ab 12 Jahren) mit GvHD werden die Sicherheit und Wirksamkeit von Jakavi® durch Evidenz aus den randomisierten Phase-III-Studien REACH2 und REACH3 unterstützt. Die Jakavi®-Dosis bei Kindern und Jugendlichen mit GvHD ab 12 Jahren ist die gleiche wie bei Erwachsenen. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Jakavi® bei Patienten unter 12 Jahren ist nicht bewiesen.
  • Beenden der Behandlung
    • Die Behandlung der MF und PV sollte fortgesetzt werden, solange der Nutzen das Risiko überwiegt. Dennoch sollte die Behandlung nach 6 Monaten beendet werden, falls es zu keiner Reduktion der Milzgröße oder Verbesserung der Symptome seit dem Beginn der Therapie gekommen ist.
    • Für Patienten, die eine gewisse Verbesserung der klinischen Symptomatik zeigen, wird empfohlen, die Therapie mit Ruxolitinib zu beenden, wenn sie eine Vergrößerung der Milzlänge von 40% im Vergleich zur Ausgangsgröße (entspricht ungefähr einer 25%igen Zunahme des Milzvolumens) erleiden und nicht länger eine spürbare Verbesserung der krankheitsbedingten Symptome festzustellen ist.
    • Bei GvHD kann bei Patienten mit Ansprechen und nach Absetzen von Kortikosteroiden ein Ausschleichen von Jakavi® in Erwägung gezogen werden. Es wird eine Dosisreduktion von Jakavi® um 50% alle zwei Monate empfohlen. Bei erneuten Anzeichen oder Symptomen der GvHD während oder nach dem Ausschleichen von Jakavi® sollte eine erneute Aufdosierung der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Indikation

  • Myelofibrose (MF)
    • Jakavi® ist angezeigt für die Behandlung von krankheitsbedingter Splenomegalie oder Symptomen bei Erwachsenen mit primärer Myelofibrose (auch bekannt als chronische idiopatische Myelofibrose), Post-Polycythaemia-vera-Myelofibrose oder Post-Essentieller-Thrombozythämie-Myelofibrose.
  • Polycythaemia vera (PV)
    • Jakavi® ist angezeigt für die Behandlung von Erwachsenen mit Polycythaemia vera, die resistent oder intolerant gegenüber Hydroxycarbamid sind.
  • Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD)
    • Jakavi® ist angezeigt für die Behandlung von Patienten ab 12 Jahren mit akuter Graft-versus-Host-Erkrankung oder chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung, die unzureichend auf Kortikosteroide oder andere systemische Therapien ansprechen.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Schwangerschaft und Stillzeit.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Antineoplastische Mittel /PARP-Inhibitoren
Proteinkinase-Inhibitoren /Makrolid-Antibiotika
Proteinkinase-Inhibitoren /Azol-Antimykotika
Proteinkinase-Inhibitoren /Enzalutamid
Antineoplastische Mittel /S1P-Modulatoren
Proteinkinase-Inhibitoren /Apalutamid

mittelschwer

Proteinkinase-Inhibitoren /Etravirin
Proteinkinase-Inhibitoren /Bosentan
Proteinkinase-Inhibitoren /Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonisten
Proteinkinase-Inhibitoren /Cobicistat
Proteinkinase-Inhibitoren /Modafinil
Proteinkinase-Inhibitoren /Efavirenz
Proteinkinase-Inhibitoren /Dabrafenib
Proteinkinase-Inhibitoren /HIV-Protease-Inhibitoren
Proteinkinase-Inhibitoren /Calcium-Antagonisten
Proteinkinase-Inhibitoren /Idelalisib

geringfügig

Tamoxifen /Antineoplastische Mittel
Proteinkinase-Inhibitoren /Pitolisant
Immunsuppressiva /Abrocitinib
BCRP-Substrate /Proteinkinase-Inhibitoren
CYP3A4-, OATP1B1-, OATP1B3-Substrate /Remdesivir
Proteinkinase-Inhibitoren /Oxcarbazepin
P-Glykoprotein-Substrate /Proteinkinase-Inhibitoren
Ruxolitinib /Calcium-Antagonisten, Verapamil und Analoge
Ruxolitinib /Ciprofloxacin
Baricitinib /JAK-Inhibitoren
BCRP-Substrate /Cangrelor
CYP3A4, 2C- bzw. Pgp-Substrate /Cefiderocol
Ruxolitinib /Cimetidin

unbedeutend

Ruxolitinib /Phenytoin
Ruxolitinib /Rifamycine
Ruxolitinib /Johanniskraut
Ruxolitinib /Barbiturate
Ruxolitinib /Carbamazepin

Zusammensetzung

WRuxolitinib phosphat6.6 mg
=Ruxolitinib5 mg
HCarboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A+
HCellulose, mikrokristallin+
HHyprolose+
HLactose 1-Wasser71.45 mg
HMagnesium stearat+
HPovidon K30+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HGesamt Natrium Ion23 mg
=Gesamt Natrium Ion+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Blutungsrisiko C
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
56 Stück 2005.72 € Tabletten
14 Stück kein gültiger Preis bekannt Tabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
56 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
14 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

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