Fachinformation

ATC Code / ATC Name Paliperidon
Hersteller adjupharm GmbH
Darreichungsform Depot-Injektionssuspension
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 1 Stück: 901.07€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Fertigspritze mit Depot-Injektionssuspension enthält 150 mg Paliperidon (als Palmitat).

  • Erhaltungstherapie der Schizophrenie bei erwachsenen Patienten
    • Initialdosierung
      • Tag 1: 1 Fertigspritze (150 mg Depot-Paliperidon)
      • Tag 8: 100 mg Depot-Paliperidon
    • Verabreichung der 3. Dosis 1 Monat nach der zweiten Initialdosis
    • Erhaltungsdosis: 75 (25 - 150) mg Depot-Paliperidon 1mal / Monat, je nach individueller Verträglichkeit und/ oder Wirksamkeit
    • Anpassung der Erhaltungsdosis 1mal / Monat (verzögerte Wirkstofffreisetzung berücksichtigen; vollständige Auswirkung der Erhaltungsdosen evt. erst nach einigen Monaten erkennbar)
    • Umstellung von oralem Paliperidon oder oralem Risperidon
      • bisherige Einnahme von oralem Paliperidon oder Risperidon mit Beginn der Behandlung mit der Depot-Injektion beenden
      • einige Patienten profitieren von allmählichem Absetzen
      • Behandlungsbeginn wie oben beschrieben (Initialdosierung)
    • Umstellung von Risperidon in Depotform
      • an Stelle der nächsten vorgesehenen Risperidon-Injektion Behandlungsbeginn mit Paliperidon
      • Verabreichung 1mal / Monat ohne oben beschriebene Initialdosierung
      • bisherige Depot-Risperidon-Dosis: 25 mg Risperidon 1mal / 2 Wochen
        • erforderliche Depot-Paliperidon-Dosis: 50 mg Paliperidon 1mal / Monat
      • bisherige Depot-Risperidon-Dosis: 37,5 mg Risperidon 1mal / 2 Wochen
        • erforderliche Depot-Paliperidon-Dosis: 75 mg Paliperidon 1mal / Monat
      • bisherige Depot-Risperidon-Dosis: 50 mg Risperidon 1mal / 2 Wochen
        • erforderliche Depot-Paliperidon-Dosis: 100 mg Paliperidon 1mal / Monat
    • Absetzen
      • Absetzen der bisherigen antipsychotischen Arzneimittel in Übereinstimmung mit den jeweiligen Fachinformationen
      • bei Absetzen von Depot-Paliperidon verzögerte Wirkstofffreisetzung berücksichtigen
      • Notwendigkeit zur weiteren Verabreichung von Arzneimitteln zur Behandlung fortbestehender extrapyramidaler Symptome (EPS) regelmäßig überprüfen
    • ausgelassene Dosen
      • Vermeidung des Auslassens von Dosen
        • 2. Initialdosis 1 Woche nach 1. Dosis verabreichen
        • um das Auslassen einer Dosis zu vermeiden, kann 2. Dosis 4 Tage vor oder nach Ablauf dieser Woche (Tag 8) verabreicht werden
        • 3. und nachfolgende Injektionen nach Initialschema 1mal / Monat verabreichen
        • um das Auslassen einer monatlichen Dosis zu vermeiden, Injektion bis zu 7 Tage vor oder nach Ablauf des Monats verabreichen
      • 2. Initialdosis (Tag 8 +/- 4 Tage) verpasst
        • < 4 Wochen nach 1. Injektion
          • schnellstmöglich 100 mg Depot-Paliperidon
          • 3. Injektion (75 mg Depot-Paliperidon) 5 Wochen nach 1. Injektion (unabhängig vom Zeitpunkt der 2. Injektion)
          • anschließend 25 - 150 mg Depot-Paliperidon 1mal / Monat wie oben beschrieben
        • 4 - 7 Wochen nach 1. Injektion
          • schnellstmöglich und 1 Woche später (Tag 8): je 100 mg Depot-Paliperidon
          • anschließend 25 - 150 mg Depot-Paliperidon 1mal / Monat wie oben beschrieben
        • > 7 Wochen nach 1. Injektion
          • erneute Initialdosierung wie oben beschrieben
      • monatliche Erhaltungsdosis ausgelassen
        • 1 Monat - 6 Wochen nach letzter Injektion
          • schnellstmöglich zuvor eingestellte Dosis verabreichen, gefolgt von Injektionen 1mal / Monat
        • > 6 Wochen - 6 Monate nach letzter Injektion
          • bei zuvor eingestellter Erhaltungsdosis von 25 - 100 mg Depot-Paliperidon
            • schnellstmöglich und 1 Woche später (Tag 8): je 1 Dosis der zuvor eingestellten Menge Depot-Paliperidon in den Deltamuskel
            • anschließend 25 - 150 mg Depot-Paliperidon 1mal / Monat wie oben beschrieben
          • bei zuvor eingestellter Erhaltungsdosis von 150 mg Depot-Paliperidon
            • schnellstmöglich und 1 Woche später (Tag 8): je 100 mg Depot-Paliperidon in den Deltamuskel
            • anschließend 25 - 150 mg Depot-Paliperidon 1mal / Monat wie oben beschrieben
        • > 6 Monate nach letzter Injektion
          • erneute Initialdosierung wie oben beschrieben

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht
  • ältere Patienten (> 65 Jahre)
    • Wirksamkeit und Sicherheit nicht untersucht
    • normale Nierenfunktion
      • Dosierung entspricht i.A. Dosierung für jüngere erwachsene Patienten
    • u.U. eingeschränkte Nierenfunktion
      • ggf. Dosisanpassung erforderlich (siehe dort)
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • Anwendung nicht systematisch untersucht
    • leicht eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > / = 50 - < 80 ml / Min.)
      • Initialdosierung
        • Tag 1: 100 mg Depot-Paliperidon in den Deltoidmuskel
        • Tag 8: 75 mg Depot-Paliperidon in den Deltoidmuskel
      • Erhaltungsdosis: 50 (25 - 100) mg Depot-Paliperidon 1mal / Monat, je nach individueller
        Verträglichkeit und/ oder Wirksamkeit
    • mittelschwer oder schwer eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 50 ml / Min.)
      • Anwendung nicht empfohlen
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • leichte oder mittelschwere Leberfunktionsstörung
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwere Leberfunktionsstörung
      • Anwendung mit Vorsicht (keine Untersuchungen)
  • übergewichtige oder adipöse Patienten
    • ggf. Dosen im oberen Dosierungsbereich erforderlich
  • sonstige besondere Populationen
    • keine Dosisanpassung auf Grund des Geschlechts oder der Ethnie empfohlen

Indikation

  • Erhaltungstherapie der Schizophrenie bei erwachsenen Patienten, die auf Paliperidon oder Risperidon eingestellt wurden
  • Hinweis
    • bei bestimmten erwachsenen Patienten mit Schizophrenie und früherem Ansprechen auf orales Paliperidon oder Risperidon kann die Depot-Injektionssuspension ohne vorherige Einstellung auf eine orale Behandlung angewendet werden, wenn die psychotischen Symptome leicht bis mittelschwer sind und eine Behandlung mit einem Depot-Antipsychotikum erforderlich ist

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Paliperidon - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Paliperidon oder Risperidon

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Amifampridin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Gonadotropin-Releasing-Hormon-Antagonisten /Neuroleptika
H1-Antihistaminika /Neuroleptika
Antidepressiva, tri- und tetrazyklische /Neuroleptika
Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Guanfacin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Neuroleptika /Antiprotozoenmittel
Antiarrhythmika /Neuroleptika
Neuroleptika /Gyrase-Hemmer
Toremifen /Neuroleptika
Clozapin /Stoffe mit potenziell myelotoxischen UAW

mittelschwer

Bupropion /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Vortioxetin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Vasopressin und Analoge /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Vinflunin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Opioide /Neuroleptika
Neuroleptika /Tetrabenazin
Asenapin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Ethanol /Neuroleptika
Pitolisant /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Neuroleptika, atypisch /Idelalisib
Histamin /Neuroleptika
HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Tramadol
Amifampridin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Loxapin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Neuroleptika /Anticholinergika
Aminochinoline /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können

geringfügig

Neuroleptika /Tizanidin
Angiotensin-II-Antagonisten /Neuroleptika
Dopamin-Agonisten /Neuroleptika
Cholesterin-Synthese-Hemmer /Neuroleptika
ACE-Hemmer /Neuroleptika, atypisch
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Sympathomimetika
Risperidon /Carbamazepin
Levodopa /Neuroleptika
Pasireotid /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Methylphenidat /Neuroleptika

Zusammensetzung

WPaliperidon palmitat234 mg
=Paliperidon150 mg
HCitronensäure 1-Wasser+
HDinatrium hydrogenphosphat+
HMacrogol 4000+
HNatrium dihydrogenphosphat 1-Wasser+
HNatrium hydroxid+
HPolysorbat 20+
HWasser, für Injektionszwecke+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Orthostase-Syndrom C
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
1 Stück 901.07 € Depot-Injektionssuspension

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
1 Stück verkehrsfähig außer Vertrieb

Weitere Kapitel

Die weiteren Kapitel findest du in unseren Android und iOS Apps.