Fachinformation

ATC Code / ATC Name Escitalopram
Hersteller Hexal AG
Darreichungsform Filmtabletten
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis kein gültiger Preis bekannt Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Sicherheit von Tagesdosen über 20 mg wurde nicht nachgewiesen.
  • Episoden einer Major Depression
    • Die übliche Dosis beträgt 10 mg 1-mal täglich. Je nach individuellem Ansprechen des Patienten kann die Dosis auf maximal 20 mg täglich erhöht werden.
    • Bis zum Ansprechen auf die Behandlung sind in der Regel 2 - 4 Wochen erforderlich. Nach Rückbildung der Symptome ist eine Behandlung über mindestens 6 Monate notwendig, um den Therapieerfolg zu sichern.
  • Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie
    • Die empfohlene Anfangsdosis beträgt in der ersten Behandlungswoche 5 mg, dann wird auf 10 mg täglich gesteigert. Je nach Ansprechen des Patienten kann die Dosis bis auf maximal 20 mg täglich weiter erhöht werden.
    • Das Wirkungsmaximum wird nach etwa 3 Monaten erreicht. Die Behandlung dauert mehrere Monate.
  • Soziale Angststörung
    • Die übliche Dosis beträgt 10 mg 1-mal täglich. Zur Besserung der Symptome ist in der Regel eine Behandlungsdauer von 2 - 4 Wochen erforderlich. Je nach individuellem Ansprechen des Patienten kann die Dosis anschließend auf 5 mg reduziert oder bis auf maximal 20 mg täglich erhöht werden.
    • Die soziale Angststörung ist eine Erkrankung mit chronischem Verlauf; zur Sicherung des Therapieerfolgs wird eine Behandlung über 12 Wochen empfohlen. Die Langzeitbehandlung von Patienten, die auf die Behandlung ansprachen, wurde über 6 Monate untersucht und kann individuell zur Rückfallvermeidung ins Auge gefasst werden; der Behandlungserfolg sollte in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.
    • Soziale Angststörung ist eine eindeutig definierte diagnostische Bezeichnung für ein spezifisches Krankheitsbild, das nicht mit übermäßiger Schüchternheit verwechselt werden darf. Eine medikamentöse Behandlung ist nur angezeigt, wenn die Erkrankung berufliche und soziale Aktivitäten deutlich beeinträchtigt.
    • Der Stellenwert dieser Behandlung im Vergleich zu kognitiver Verhaltenstherapie wurde nicht bewertet. Die medikamentöse Behandlung ist Teil einer umfassenden therapeutischen Strategie.
  • Generalisierte Angststörung
    • Die Dosis zu Behandlungsbeginn beträgt 10 mg 1-mal täglich. Je nach individuellem Ansprechen des Patienten kann die Dosis auf maximal 20 mg täglich erhöht werden.
    • Die Langzeitbehandlung von Patienten, die auf eine Behandlung angesprochen hatten, wurde über mindestens 6 Monate in einer Dosierung von 20 mg täglich untersucht. Der therapeutische Nutzen und die Dosis sollten in regelmäßigen Abständen erneut überprüft werden.
  • Zwangsstörung
    • Die Dosis zu Behandlungsbeginn beträgt 10 mg 1-mal täglich. Je nach individuellem Ansprechen des Patienten kann die Dosis auf maximal 20 mg täglich erhöht werden.
    • Da die Zwangsstörung eine chronische Erkrankung ist, sollten die Patienten über einen ausreichend langen Zeitraum behandelt werden, um sicherzustellen, dass sie symptomfrei sind.
    • Der Behandlungserfolg und die Dosis sollten in regelmäßigen Abständen erneut überprüft werden.
  • Ältere Menschen (> 65 Jahre)
    • Die Dosis zu Behandlungsbeginn beträgt 5 mg 1-mal täglich. Je nach individuellem Ansprechen des Patienten kann die Dosis auf 10 mg täglich erhöht werden. Die Wirksamkeit von Escitalopram bei sozialer Angststörung wurde bei älteren Patienten nicht untersucht.
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Escitalopram sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.
  • Niereninsuffizienz
    • Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion (CLCR < 30 ml/min).
  • Leberinsuffizienz
    • Bei Patienten mit leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörungen wird in den ersten zwei Behandlungswochen eine Dosis von 5 mg täglich empfohlen. Abhängig vom individuellen Ansprechen des Patienten kann die Dosis auf 10 mg täglich erhöht werden. Vorsicht und besonders sorgfältige Titration der Dosis ist geboten bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz.
  • Verringerte Verstoffwechselung über CYP2C19
    • Patienten, von denen eine verringerte Verstoffwechselung über CYP2C19 bekannt ist, sollten in den ersten zwei Wochen mit einer Anfangsdosis von 5 mg täglich behandelt werden. Abhängig vom individuellen Ansprechen des Patienten kann die Dosis auf 10 mg täglich erhöht werden.
  • Absetzsymptome bei Beendigung der Behandlung
    • Ein plötzlicher Abbruch der Therapie sollte vermieden werden. Beim Absetzen der Behandlung mit Escitalopram sollte die Dosis über mindestens ein bis zwei Wochen schrittweise herabgesetzt werden, um das Risiko von Absetzsymptomen zu verringern. Sollten während einer Dosisreduktion oder bei Beendigung der Behandlung Symptome auftreten, die nicht toleriert werden können, sollte erwogen werden, die ursprüngliche Dosierung erneut zu verordnen. Anschließend kann der Arzt fortfahren, die Dosierung zu reduzieren, jedoch in kleineren Schritten.

Indikation

  • Behandlung von Episoden einer Major Depression.
  • Behandlung von Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie.
  • Behandlung von sozialer Angststörung (soziale Phobie).
  • Behandlung von generalisierter Angststörung.
  • Behandlung von Zwangsstörung.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Gleichzeitige Behandlung mit nicht-selektiven, irreversiblen Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) ist wegen der Gefahr eines Serotonin-Syndroms (mit Agitiertheit, Tremor, Hyperthermie etc.) kontraindiziert.
  • Die Kombination von Escitalopram mit reversiblen MAO-A Hemmern (z. B. Moclobemid) oder dem reversiblen nicht-selektiven MAO-Hemmer Linezolid ist kontraindiziert wegen der Gefahr des Auftretens eines Serotonin-Syndroms.
  • Escitalopram ist kontraindiziert bei Patienten mit bekannter Verlängerung des QT-Intervalls oder angeborenem Long-QT-Syndrom.
  • Escitalopram ist kontraindiziert bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, für die bekannt ist, dass sie zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Pimozid /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Linezolid
Amifampridin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Antidepressiva, tri- und tetrazyklische /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Citalopram und Äh
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Methylenblau
Sibutramin /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Dapoxetin /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Guanfacin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /MAO-Hemmer

mittelschwer

Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Makrolid-Antibiotika
Serotonin-5HT1-Agonisten /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Metoclopramid /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Antirheumatika, nicht-steroidale /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Asenapin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Pitolisant /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Johanniskraut
Tamoxifen /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Lithium /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Dextromethorphan
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Opioide
Bupropion /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Ranolazin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Vasopressin und Analoge /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Vortioxetin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Vinflunin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Vasopressin und Analoge /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /L-Tryptophan
Loxapin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
COX-2-Hemmer /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Aminochinoline /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Tramadol
Thrombozytenaggregationshemmer /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Amifampridin /Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können
Clozapin /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
an Aktivkohle adsorbierbare Stoffe /Aktivkohle
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Trazodon
ZNS-Stimulanzien /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Ethanol
HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können

geringfügig

Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Lumacaftor
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Cyproheptadin
Muskelrelaxanzien /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Amifampridin /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Heparine /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Vitamin-K-Antagonisten /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Mutterkorn-Alkaloide
Diuretika, kaliuretische /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Cimetidin
Beta-Blocker /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Cobicistat
Ticlopidin /Serotonin-Wiederaufnahme- Hemmer
Stoffe, die die Krampfschwelle herabsetzen können /Sympathomimetika
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Azol-Antimykotika
Pasireotid /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Buspiron /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Antidepressiva /Protonenpumpen-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Neuroleptika
Serotonin-5HT3-Antagonisten /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Cannabinoide /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Citalopram und Derivate /Fluvoxamin
Cholinesterase-Hemmer /Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Tizanidin
Antidepressiva /Brivaracetam
Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer /Methylphenidat

Zusammensetzung

WEscitalopram oxalat6.39 mg
=Escitalopram5 mg
HCellulose, mikrokristallin+
HCroscarmellose, Natriumsalz+
HHypromellose+
HLactose 1-Wasser+
=Lactose65.07 mg
HMacrogol 6000+
HMagnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]+
HSilicium dioxid, hochdispers+
HTalkum+
HTitan dioxid+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Verlängerung der QT-Zeit B
Anticholinerger Effekt B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
100 Stück kein gültiger Preis bekannt Filmtabletten

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

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