Fachinformation

ATC Code / ATC Name Panobinostat
Hersteller NOVARTIS Pharma GmbH
Darreichungsform Hartkapseln
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 6 Stück: 4656.08€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Die Behandlung mit Farydak® muss durch einen Arzt eingeleitet werden, der Erfahrung in der Anwendung von Krebstherapien hat.
  • Dosierung
    • Die empfohlene Anfangsdosis von Panobinostat beträgt 20 mg oral einmal täglich an den Tagen 1, 3, 5, 8, 10 und 12 eines 21-tägigen Zyklus. Die Patienten sollten zunächst acht Zyklen lang behandelt werden.
    • Es wird empfohlen, dass Patienten mit einem klinischen Nutzen die Behandlung weitere acht Zyklen lang fortsetzen. Die Gesamtdauer der Behandlung beträgt bis zu 16 Zyklen (48 Wochen).
    • Panobinostat wird in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason angewendet, wie in den Tabellen 1 und 2 angegeben. Die Fachinformationen zu Bortezomib und Dexamethason sollten vor Beginn der Kombinationsbehandlung konsultiert werden um einzuschätzen, ob eine Dosisreduktion erforderlich ist.
    • Tabelle 1: Empfohlenes Dosierungsschema für Panobinostat in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (Zyklen 1 - 8, 3-wöchige Zyklen)
      • Woche 1
        • Farydak®: Tage 1 - 3 - 5
        • Bortezomib: Tage 1 - 4
        • Dexamethason: Tage 1 - 2 - 4 - 5
      • Woche 2
        • Farydak®: Tage 8 - 10 - 12
        • Bortezomib: Tage 8 - 11
        • Dexamethason: Tage 8 - 9 - 11 - 12
      • Woche 3
        • Ruhephase
    • Tabelle 2: Empfohlenes Dosisschema für Panobinostat in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (Zyklen 9 - 16, 3-wöchige Zyklen)
      • Woche 1
        • Farydak®: Tage 1 - 3 - 5
        • Bortezomib: Tag 1
        • Dexamethason: Tage 1 - 2
      • Woche 2
        • Farydak®: Tage 8 - 10 - 12
        • Bortezomib: Tag 8
        • Dexamethason: Tage 8 - 9
      • Woche 3
        • Ruhephase
    • Die empfohlene Dosis von Bortezomib beträgt 1,3 mg/m2 und wird als Injektion verabreicht. Die empfohlene Dosis von Dexamethason beträgt 20 mg und wird nach einer Mahlzeit oral eingenommen.
  • Empfohlene Kontrollen
    • Blutbild
      • Vor Beginn der Behandlung mit Panobinostat, muss ein großes Blutbild durchgeführt werden. Die anfängliche Thrombozytenzahl sollte >/= 100 × 109/l betragen, die absolute Neutrophilenzahl (ANC) >/= 1,0 × 109/l. Das große Blutbild sollte während der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden (insbesondere vor jeder Bortezomib-Injektion, d. h. an den Tagen 1, 4, 8 und 11 der Zyklen 1 bis 8 und an den Tagen 1 und 8 der Zyklen 9 bis 16), wobei vor allem auf Thrombozytopenie zu achten ist. Vor dem Einleiten eines neuen Therapiezyklus mit Panobinostat in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason sollte die Thrombozytenzahl mindestens >/= 100 × 109/l betragen.
      • Weitere Blutbilduntersuchungen sollten während der „Ruhephase" erwogen werden - z. B. an den Tagen 15 und/oder 18, vor allem bei Patienten >/= 65 Jahre und bei Patienten mit einem Thrombozyten-Ausgangswert von unter 150 x 109/l.
    • EKG
      • Panobinostat kann möglicherweise das QTc-Intervall verlängern. Daher sollte vor Therapiebeginn ein EKG aufgezeichnet und regelmäßig vor jedem Behandlungszyklus wiederholt werden. Vor Behandlungsbeginn mit Panobinostat sollte die QTcF < 480 ms sein (siehe nachfolgenden Abschnitt zu Dosisanpassungen und Kategorie "Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen").
    • Blutelektrolyte
      • Zu Beginn der Behandlung sollten die Blutelektrolyte, vor allem Kalium, Magnesium und Phosphat, gemessen und danach, sofern klinisch angezeigt, regelmäßig kontrolliert werden, vor allem bei Patienten mit Diarrhoe. Abnormale Werte sollten, sofern klinisch angezeigt, korrigiert werden.
    • Leberfunktionstests
      • Die Leberfunktion sollte vor Beginn der Behandlung und im weiteren Behandlungsverlauf, sofern klinisch angezeigt, regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen.
    • Schilddrüsenfunktionstests
      • Leichte Hypothyreose wurde bei Patienten berichtet, die in der Studie D2308 mit Panobinostat + Bortezomib + Dexamethason behandelt wurden, wobei einige Patienten eine Behandlung benötigten. Die Schilddrüsen- und Hypophysenfunktion sollten, sofern klinisch angezeigt, durch Messung der Hormonspiegel (z. B. freies T4 und TSH) überwacht werden.
  • Dosisanpassungen
    • Eine Anpassung der Behandlungsdosis und/oder des -zeitplans kann auf Grundlage der individuellen Verträglichkeit erforderlich sein. Eine klinische Einschätzung zum weiteren Behandlungsverlauf sollte vorgenommen werden, wenn es bei einem Patienten zu einer Nebenwirkung kommt.
    • Ist eine Dosisreduktion erforderlich, sollte die Panobinostat-Dosis schrittweise um jeweils 5 mg (d. h. von 20 mg auf 15 mg oder von 15 mg auf 10 mg) reduziert werden. Die Dosis sollte auf nicht weniger als 10 mg reduziert und das gleiche Behandlungsschema (3-wöchiger Behandlungszyklus) beibehalten werden.
    • Thrombozytopenie
      • Die Thrombozytenzahl sollte vor jeder Bortezomib-Dosis kontrolliert werden (d. h. an den Tagen 1, 4, 8 und 11 der Zyklen 1 - 8, siehe Tabelle 1, sowie an den Tagen 1 und 8 der Zyklen 9 - 16, siehe Tabelle 2). Tritt bei Patienten eine Thrombozytopenie auf, muss die Anwendung von Panobinostat möglicherweise vorübergehend unterbrochen und die nächste Dosis eventuell verringert werden (siehe Tabelle 3). Bei Patienten mit einer Thrombozytenzahl < 50 × 109/l (mit Blutungskomplikation) oder < 25 × 109/l sollte die Farydak®-Therapie unterbrochen und erst dann mit einer niedrigeren Dosis fortgesetzt werden, wenn sich die Thrombozytenzahl auf >/= 50 × 109/l verbessert hat. Die Thrombozytenzahl soll mindestens zweimal wöchentlich kontrolliert werden, bis der Wert >/= 50 × 109/l erreicht ist. Thrombozytentransfusionen können, falls klinisch angezeigt, erforderlich sein.
      • Ein Abbruch der Behandlung sollte erwogen werden, wenn es trotz der unten genannten Anpassung der Behandlung zu keiner Verbesserung der Thrombozytopenie kommt und/oder der Patient wiederholt Thrombozytentransfusionen benötigt. Zusätzlich sollte eine Anpassung der Bortezomib-Dosis erwogen werden (siehe Bortezomib-Fachinformation und Tabelle 3).
      • Tabelle 3: Empfohlene Dosisanpassungen bei Thrombozytopenie
        • Schweregrad der Thrombozytopenie am Tag der Behandlung: Grad 3, Thrombozyten < 50 × 109/l mit Blutungen
          • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Dosis auslassen
          • Panobinostat-Dosis bei Verbesserung auf Thrombozytopenie des Schweregrads 2 (>/= 50 × 109/l): Mit verringerter Dosis fortsetzen
          • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Dosis auslassen
          • Bortezomib-Dosis bei Verbesserung der Thrombozytopenie auf Schweregrad 2 (>/= 50 × 109/l):
            • 1 Dosis ausgelassen: Mit gleicher Dosis fortsetzen
            • Mehr als 1 Dosis ausgelassen: Mit verringerter Dosis fortsetzen
        • Schweregrad der Thrombozytopenie am Tag der Behandlung: Grad 4, Thrombozyten < 25 × 109/l
          • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Dosis auslassen
          • Panobinostat-Dosis bei Verbesserung auf Thrombozytopenie des Schweregrads 2 (>/= 50 × 109/l): Mit verringerter Dosis fortsetzen
          • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Dosis auslassen
          • Bortezomib-Dosis bei Verbesserung der Thrombozytopenie auf Schweregrad 2 (>/= 50 × 109/l):
            • 1 Dosis ausgelassen: Mit gleicher Dosis fortsetzen
            • Mehr als 1 Dosis ausgelassen: Mit verringerter Dosis fortsetzen
    • Gastrointestinale Toxizität
      • Eine gastrointestinale Toxizität tritt sehr häufig bei mit Panobinostat behandelten Patienten auf. Patienten, bei denen Diarrhoe und Übelkeit oder Erbrechen auftreten, benötigen eventuell eine wie in Tabelle 4 beschriebene vorübergehende Unterbrechung der Dosisgabe oder eine Dosisreduktion.
      • Tabelle 4: Empfohlene Dosisanpassungen bei gastrointestinaler Toxizität, Nebenwirkung: Diarrhoe
        • Schweregrad am Behandlungstag: Grad 2 trotz Antidiarrhoikum
          • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Dosis auslassen
          • Panobinostat-Dosis bei Verbesserung auf </= Schweregrad 1: Mit gleicher Dosis fortsetzen
          • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Dosis auslassen
          • Bortezomib-Dosis bei Verbesserung auf </= Schweregrad 1: Mit verringerter Dosis fortsetzen oder auf einmal wöchentlich umstellen
        • Schweregrad am Behandlungstag: Grad 3 trotz Antidiarrhoikum
          • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Dosis auslassen
          • Panobinostat-Dosis bei Verbesserung auf </= Schweregrad 1: Mit verringerter Dosis fortsetzen
          • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Dosis auslassen
          • Bortezomib-Dosis bei Verbesserung auf </= Schweregrad 1: Mit verringerter Dosis fortsetzen, oder mit gleicher Dosis auf einmal wöchentliche Gabe umstellen
        • Schweregrad am Behandlungstag: Grad 4 trotz Antidiarrhoikum
          • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Behandlung endgültig beenden
          • Panobinostat-Dosis bei Verbesserung auf </= Schweregrad 1: -
          • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Endgültig beenden
          • Bortezomib-Dosis bei Verbesserung auf </= Schweregrad 1: -
      • Beim ersten Anzeichen von abdominalen Krämpfen, dünnem Stuhl oder Einsetzen von Diarrhoe wird empfohlen, den Patienten mit einem Antidiarrhoikum zu behandeln (z. B. Loperamid).
      • Im Falle von Grad 3-Übelkeit oder Erbrechen von Grad 3 oder 4 trotz Gabe eines Antiemetikums sollte Panobinostat vorübergehend ausgesetzt und nach einer Verbesserung auf Grad 1 mit einer verringerten Dosis fortgesetzt werden.
      • Falls der Arzt es für erforderlich hält und dies der üblichen medizinischen Praxis entspricht, sollten Antiemetika prophylaktisch angewendet werden.
    • Neutropenie
      • Neutropenie kann eine vorübergehende oder dauerhafte Dosisreduktion erforderlich machen. Anweisungen zum Auslassen und Verringern der Panobinostat-Dosis sind in Tabelle 5 beschrieben.
      • Tabelle 5: Empfohlene Dosisanpassungen bei Neutropenie
        • Schweregrad der Neutropenie am Behandlungstag: Neutropenie Grad 3 (< 1,0 - 0,5 × 109/l)
          • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Dosis auslassen
          • Panobinostat-Dosis bei Verbesserung der Neutropenie auf Schweregrad 2 (< 1,5 - 1,0 x 109/l): Mit gleicher Dosis fortsetzen
          • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Dosis auslassen
          • Bortezomib-Dosis bei Verbesserung der Neutropenie auf Schweregrad 2 (< 1,5 - 1,0 x 109/l): Mit gleicher Dosis fortsetzen
        • Schweregrad der Neutropenie am Behandlungstag: Neutropenie Grad 4 (< 0,5 x 109/l) oder febrile Neutropenie (< 1,0 x 109/l und Fieber >/= 38,5°C)
          • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Dosis auslassen
          • Panobinostat-Dosis bei Verbesserung der Neutropenie auf Schweregrad 2 (< 1,5 - 1,0 x 109/l): Mit verringerter Dosis fortsetzen
          • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Dosis auslassen
          • Bortezomib-Dosis bei Verbesserung der Neutropenie auf Schweregrad 2 (< 1,5 - 1,0 x 109/l): Mit gleicher Dosis fortsetzen
      • Im Falle einer Neutropenie von Grad 3 oder 4 sollten Ärzte die Anwendung von Wachstumsfaktoren (z. B. G-CSF) gemäß den üblichen Leitlinien erwägen. Ein Abbruch der Behandlung sollte erwogen werden, wenn es trotz Dosisanpassungen und/oder einer zusätzlichen Therapie mit Granulozyten-koloniestimulierenden Faktoren gemäß der üblichen medizinischen Praxis und Behandlungsleitlinien zu keiner Verbesserung der Neutropenie kommt und/oder im Falle von schweren Sekundärinfektionen.
    • QTc-Verlängerung
      • Im Falle eines langen QT-Intervalls vor Behandlungsbeginn mit Panobinostat (Ausgangswert der QTcF >/= 480 ms) sollte mit der Behandlung erst dann begonnen werden, wenn der mittlere QTcF-Wert vor Dosisgabe wieder bei < 480 ms liegt. Zusätzlich sollten alle abnormalen Kalium-, Magnesium- oder Phosphatwerte im Serum korrigiert werden, bevor mit der Farydak®-Therapie begonnen wird. Falls es zu einer QT-Verlängerung während der Behandlung kommt:
        • Die Dosis sollte ausgelassen werden, wenn QTcF >/= 480 ms oder 60 ms über dem Ausgangswert liegt.
        • Wurde die QT-Verlängerung innerhalb von 7 Tagen behoben, kann die Behandlung bei erstmaligem Auftreten mit der vorherigen Dosis fortgesetzt werden, während bei wiederholtem Auftreten der QT-Verlängerung die Behandlung mit einer geringeren Dosis fortgesetzt werden sollte.
        • Wurde die QT-Verlängerung nicht innerhalb von 7 Tagen behoben, sollte die Behandlung abgesetzt werden.
        • Liegt ein QTcF-Wert zu irgendeinem Zeitpunkt über 500 ms, sollte die Farydak®-Therapie endgültig beendet werden.
    • Andere Nebenwirkungen
      • Bei Patienten, bei denen es zu anderen schweren Nebenwirkungen außer Thrombozytopenie, gastrointestinale Toxizität, Neutropenie oder QTc-Verlängerung kommt, wird Folgendes empfohlen:
        • Erneut auftretende Toxizität vom CTC-Grad 2 oder Toxizität der CTC-Grade 3 und 4 - Dosis bis zur Verbesserung auf CTC-Grad </= 1 auslassen und Behandlung mit einer verringerten Dosis fortsetzen.
        • Erneut auftretende Toxizität der CTC-Grade 3 oder 4 - eine weitere Dosisreduktion kann erwogen werden, sobald sich das unerwünschte Ereignis auf einen CTC-Grad </= 1 verbessert hat.
  • Spezielle Patientengruppen
    • Patienten mit Nierenfunktionsstörung
      • Bei Krebspatienten mit leichter bis schwerer Nierenfunktionsstörung ist die Plasmaexposition von Panobinostat nicht verändert. Eine Anpassung der Anfangsdosis ist daher nicht erforderlich. Die Anwendung von Panobinostat bei Patienten mit Nierenversagen im Endstadium (ESRD) oder Dialysepatienten wurde nicht untersucht.
    • Patienten mit Leberfunktionsstörung
      • Eine klinische Studie bei Krebspatienten mit Leberfunktionsstörung zeigte bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung einen Anstieg der Plasmaexposition von Panobinostat um 43% (1,4-fach) und bei Patienten mit mittelschwerer Leberfunktionsstörung einen Anstieg um 105% (2-fach). Bei Patienten mit leichter Leberfunktionsstörung sollte die Behandlung mit Panobinostat in einer reduzierten Dosis von 15 mg während des ersten Behandlungszyklus eingeleitet werden. Je nach Verträglichkeit seitens des Patienten kann eine Steigerung der Dosis von 15 mg auf 20 mg in Betracht gezogen werden. Patienten mit einer mittelschweren Leberfunktionsstörung sollten im ersten Behandlungszyklus mit einer reduzierten Panobinostat-Dosis von 10 mg beginnen.
      • Eine Dosissteigerung von 10 mg auf 15 mg kann, abhängig von der Verträglichkeit seitens des Patienten, erwogen werden. Diese Patienten sollten während der Behandlung mit Panobinostat häufiger kontrolliert werden, vor allem während der Phase der Dosissteigerung. Panobinostat sollte bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung nicht angewendet werden, da Erfahrung und Daten zur Sicherheit in dieser Population fehlen. Eine Anpassung der Bortezomib-Dosis sollte ebenfalls erwogen werden (siehe Bortezomib-Fachinformation und Tabelle 6).
      • Tabelle 6: Empfohlene Anpassung der Anfangsdosis bei Patienten mit Leberfunktionsstörung
        • Schweregrad der Leberfunktionsstörung (Basierend auf der Klassifizierung der NCI-CTEP): Leicht
          • Bilirubinspiegel: </= 1,0 x ONG (ONG = obere Normgrenze), SGOT (AST)-Spiegel: > ONG (SGOT = Serum-Glutamat-Oxalacetat-Transaminase; AST = Aspartat-Aminotransferase)
            • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Panobinostat-Dosis auf 15 mg im ersten Behandlungszyklus verringern. Dosissteigerung auf bis zu 20 mg in nachfolgenden Zyklen erwägen je nach Verträglichkeit seitens des Patienten.
            • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Keine
          • Bilirubinspiegel: > 1,0 x ONG und </= 1,5 x ONG, SGOT (AST)-Spiegel: Jeder
            • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Panobinostat-Dosis auf 15 mg im ersten Behandlungszyklus verringern. Dosissteigerung auf bis zu 20 mg in nachfolgenden Zyklen erwägen je nach Verträglichkeit seitens des Patienten.
            • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Keine
        • Schweregrad der Leberfunktionsstörung (Basierend auf der Klassifizierung der NCI-CTEP): Mittelschwer
          • Bilirubinspiegel: > 1,5 x ONG und </= 3,0 x ONG, SGOT (AST)-Spiegel: Jeder
            • Anpassung der Anfangsdosis von Panobinostat: Panobinostat-Dosis auf 10 mg im ersten Behandlungszyklus verringern. Dosissteigerung auf bis zu 15 mg in nachfolgenden Zyklen erwägen je nach Verträglichkeit seitens des Patienten.
            • Anpassung der Anfangsdosis von Bortezomib: Bortezomib-Dosis auf 0,7 mg/m2 im ersten Behandlungszyklus verringern. Dosissteigerung auf 1,0 mg/m2 oder weitere Dosissenkung auf 0,5 mg/m2 in nachfolgenden Zyklen erwägen, je nach Verträglichkeit seitens des Patienten.
    • Ältere Patienten
      • Bei Patienten über 65 Jahren kam es häufiger zu bestimmten unerwünschten Ereignissen und zum Behandlungsabbruch aufgrund von unerwünschten Ereignissen. Es wird empfohlen, Patienten über 65 Jahren häufiger zu überwachen, vor allem auf Thrombozytopenie und gastrointestinale Toxizität.
      • Bei Patienten > 75 Jahren, abhängig vom Allgemeinzustand des Patienten und den Begleiterkrankungen, kann eine Anpassung der Anfangsdosen oder des Zeitplans der Komponentengabe im Rahmen der Kombinationsbehandlung erwogen werden. Panobinostat kann mit einer Dosis von 15 mg begonnen werden, und bei guter Verträglichkeit im ersten Zyklus kann auf 20 mg im zweiten Zyklus gesteigert werden. Bortezomib kann mit einer Dosis von 1,3 mg/m2 einmal wöchentlich an den Tagen 1 und 8 begonnen werden und Dexamethason mit einer Dosis von 20 mg an den Tagen 1 und 8.
    • Kinder und Jugendliche
      • Es gibt keinen relevanten Nutzen von Panobinostat bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren im Anwendungsgebiet Multiples Myelom.
    • Starke CYP3A4-Hemmer
      • Bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimitteln einnehmen, die starke CYP3A- und/oder Pgp-Hemmer sind, einschließlich, aber nicht begrenzt auf Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol, Ritonavir, Saquinavir, Telithromycin, Posaconazol und Nefazodon, sollte die Panobinostat-Dosis auf 10 mg verringert werden. Wenn eine dauerhafte Behandlung mit einem starken CYP3A4-Hemmer erforderlich ist, kann je nach Verträglichkeit seitens des Patienten eine Dosissteigerung von 10 mg auf 15 mg Panobinostat erwogen werden.
      • Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen, die gleichzeitig mit starken CYP3A4-Hemmern behandelt werden, sollte eine Behandlung mit Panobinostat vermieden werden, da keine Erfahrungen und Sicherheitsdaten in dieser Patientenpopulation vorliegen.
      • Bei Patienten, die wegen unerwünschter Ereignisse bereits eine verringerte Dosis von Panobinostat erhalten haben, sollte keine Behandlung mit starken CYP3A-Hemmern begonnen werden. Sollte dies jedoch unvermeidbar sein, müssen die Patienten engmaschig überwacht werden und zudem kann, falls klinisch angezeigt, eine weitere Verringerung der Dosis oder ein Absetzen in Betracht gezogen werden.

Indikation

  • Farydak® ist in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason indiziert für die Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem Multiplen Myelom, die mindestens zwei vorausgegangene Therapien, darunter Bortezomib und eine immunmodulatorische Substanz, erhalten haben.

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Stillzeit.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Amifampridin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Stoffe, die das QT-Intervall verlängern /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Guanfacin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Proteinkinase-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können

mittelschwer

Asenapin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Pitolisant /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern
Panobinostat /Carbamazepin
Atomoxetin /Panobinostat
Panobinostat /Grapefruit
Phenothiazine /Panobinostat
Panobinostat /Nefazodon
Ranolazin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Panobinostat /HIV-Protease-Inhibitoren
Panobinostat /Hydantoine
Panobinostat /Rifamycine
Pimozid /Panobinostat
Vinflunin /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Vasopressin und Analoge /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Panobinostat /Azol-Antimykotika
Panobinostat /Makrolid-Antibiotika
Panobinostat /HCV-Protease-Inhibitoren
Panobinostat /P-Glykoprotein-Inhibitoren
Dextromethorphan /Panobinostat
Panobinostat /Johanniskraut
Panobinostat /Barbiturate
Beta-Blocker /Panobinostat
HCV-Protease-Inhibitoren /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können

geringfügig

P-Glykoprotein-Substrate /Glecaprevir, Pibrentasvir
Panobinostat /Nahrung, Granatapfel, Sternfrucht
Pasireotid /Stoffe, die das QT-Intervall verlängern können
Kontrazeptiva, hormonelle /Panobinostat
P-Glykoprotein-Substrate /Ulipristal

Zusammensetzung

WPanobinostat lactat25.2 mg
=Panobinostat20 mg
HCellulose, mikrokristallin+
HDrucktinte+
=Eisen (II,III) oxid+
=Propylenglycol+
=Schellack+
HEisen (III) oxid, rot+
HGelatine+
HMagnesium stearat+
HMaisstärke, vorverkleistert+
HMannitol+
HTitan dioxid+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Risiken

Risiko Rating
Blutungsrisiko B
Rating-Legende:
  1. A) Keine Arzneimittelwirkungen
  2. B) Leichte unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  3. C) Mittlere unerwünschte Arzneimittelwirkungen
  4. D) Starke unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
6 Stück 4656.08 € Hartkapseln

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
6 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

Die weiteren Kapitel findest du in unseren Android und iOS Apps.

Außerdem kannst du die weiteren Kapitel der offiziellen Fachinformation (als PDF) entnehmen.