Fachinformation

ATC Code / ATC Name Alfacalcidol
Hersteller Aristo Pharma GmbH
Darreichungsform Weichkapseln
Verkehrsfähig / Vertriebsfähig keine Angabe / keine Angabe
Preis 100 Stück: 83.86€ Weitere Packungsgrößen

Dosierung

  • Erkrankungen, bei denen der Calcium-Metabolismus durch eine 1-alpha-Hydroxylierung gestört ist
    • Initialdosis für alle Indikationen:
      • Erwachsene: 1,0 µg Alfacalcidol / Tag
      • ältere Patienten: 0,5 µg Alfacalcidol / Tag
      • Neugeborene und Frühgeborene: 0,05 bis 0,1 µg Alfacalcidol / kg KG / Tag
      • Kinder < 20 kg Körpergewicht: 0,05 µg Alfacalcidol / kg KG / Tag
      • Kinder > 20 kg Körpergewicht: 1,0 µg Alfacalcidol / Tag
    • Hyperkalzämien abhängig von der biochemischen Reaktion, bei der Dosiseinstellung berücksichtigen und vermeiden
      • Plasmaspiegel für Calcium, alkalische Phosphatase, Parathormon sowie radiologische und histologische Untersuchungen berücksichtigen
      • zunächst in wöchentlichen Intervallen messen
      • wenn Erhaltungsdosis feststeht, Messung alle 2 - 4 Wochen ausreichend
    • Dosiserhöhung in Schritten von 0,25 - 0,5 µg
    • die meisten Erwachsenen sprechen auf einen Dosis zwischen 1 - 3 µg / Tag an
    • Dosisreduktion
      • bei biochemischen oder radiologischen Hinweisen auf Knochenheilung
      • bei hypoparathyroiden Patienten bei Erreichen eines normalen Calcium-Plasmaspiegels,
    • Erhaltungsdosis i.d.R.: 0,25 - 1 µg / Tag
    • bei Hyperkalziämie
      • Behandlung beenden, bis Calcium-Plasmaspiegel wieder normal (ca. 1 Woche)
      • Wiederaufnahme der Behandlung mit einer um 50 % reduzierten Dosis
    • Renale Knochenerkrankungen
      • bei autonomem Hyperparathyreoidismus, der nicht auf Alfacalcidol anspricht, ggf. andere therapeutische Maßnahmen anwenden
      • Gabe von Phosphatbinder vor und während der Behandlung in Erwägung ziehen
      • häufige Messungen des Plasma-Calciums bei chronischem Nierenversagen indiziert
    • Hyperparathyreoidismus
      • präoperative Behandlung für 2 - 3 Wochen lindert Knochenschmerzen und Myopathie
      • um die postoperative Hypokalzämie zu verringern, Fortsetzung der Behandlung, bis Plasmaspiegel der alkalischen Phosphatase wieder im Normalbereich liegt oder Hyperkalzämie auftritt
    • Hypoparathyreoidismus
      • schwere Hypokalzämie durch zusätzliche Verabreichung von Calcium und höheren Dosen Alfacalcidol (3 - 5 µg) schneller korrigierbar
    • Neonatale Hypokalzämie
      • in schweren Fällen ggf. Dosen von bis zu 2 µg / kg KG / Tag erforderlich
      • Prophylaxe bei Frühgeborenen mit 0,1 µg / kg KG / Tag
    • Ernährungsbedingte und malabsorptive Rachitis und Osteomalazie
      • schnell mit Alfacalcidol heilbar
      • malabsorptive Osteomalazie (die auf hohe Dosen von intramuskulär oder intravenös verabreichtem Vitamin D anspricht) wird auf kleine Dosen Alfacalcidol ansprechen
    • (Vitamin-D-abhängige) Pseudo-Mangel-Rachitis und Osteomalazie
      • wirksame Dosis entspricht der Dosierung, wie sie auch bei ernährungsbedingter Vitamin D-Mangel-Rachitis und Osteomalazie erforderlich wäre
    • Hypophosphatämische Vitamin-Dresistente Rachitis und Osteomalazie
      • normale Dosierung lindert evtl. bestehende Myopathie rasch, und erhöht die Calcium und Phosphatretention
      • ggf. Zugabe von Phosphat-Ergänzungsmittel erforderlich

Indikation

  • Erkrankungen, bei denen der Calcium-Metabolismus durch eine 1-alpha-Hydroxylierung gestört ist wie bei einer Nierenfunktionsstörung
    • Hauptindikationen sind:
      • Renale Osteodystrophie
      • Hyperparathyreoidismus (mit Knochenbeteiligung)
      • Hypoparathyreoidismus
      • Neonatale Hypokalzämie
      • Ernährungsbedingte und malabsorptive Rachitis und Osteomalazie
      • (Vitamin-D-abhängige) Pseudo-Mangel-Rachitis und Osteomalazie
      • Hypophosphatämische Vitamin-D-resistente Rachitis und Osteomalazie

Kontraindikation

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Alfacalcidol - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Alfacalcidol
  • Vitamin-D-Überempfindlichkeit
  • Calciumplasmaspiegel > 2,6 mmol/l
  • Ca x Phosphat-Produkt > 3,7 (mmol/l)2
  • Alkalose mit venösen Blut-pH-Werten > 7,44 (Milch-Alkali-Syndrom, Burnett-Syndrom)
  • manifeste Vitamin-D-Intoxikation
  • Hypercalcämie
  • Hypermagnesiämie
  • bei Dialyse-Patienten muss ein eventueller Calciumeinstrom aus der Dialyseflüssigkeit ausgeschlossen werden
    • bei Nierensteinanamnese und Sarkoidose besteht ein erhöhtes Risiko

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen, wirkstoffbezogen
keine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates bzw. produktspezifischer Angaben

schwerwiegend

Burosumab /Vitamin D

mittelschwer

Digitalis-Glykoside /Vitamin D

geringfügig

Vitamin D /Isoniazid
[223Ra]Radiumchlorid /Vitamin D
Vitamin D /Rifamycine
Vitamin D /Azol-Antimykotika
Vitamin D /Antiepileptika, enzyminduzierende
Vitamine, fettlöslich /Gallensäure-bindende Mittel
Vitamin D /Thiazid-Diuretika
Vitamine, fettlöslich /Paraffin
Vitamin D /Actinomycine
Vitamine, fettlöslich /Orlistat
Vitamin D /Glucocorticoide
Verapamil /Vitamin D

Zusammensetzung

WAlfacalcidol1 µg
Halpha-Tocopherol+
HAnidrisorb+
HCitronensäure, wasserfrei+
HEisen (III) hydroxid oxid x-Wasser+
HErdnussöl98.7 mg
HEthanol+
HGelatine+
HGlycerol+
HPropyl gallat+
HTitan dioxid+
HTriglyceride, mittelkettig+
HWasser, gereinigt+

W = Wirksamer Bestandteil
H = Hilfsstoff

Packungsgrößen

Preis und Darreichungsform

Packungsgröße Preis Darreichungsform
100 Stück 83.86 € Weichkapseln
50 Stück 47.77 € Weichkapseln

Rechtlichter Status und Verfügbarkeit

Packungsg. Verkehrsfähig Vertriebsfähig
100 Stück verkehrsfähig im Vertrieb
50 Stück verkehrsfähig im Vertrieb

Weitere Kapitel

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